Polizeibericht
Raum Aschaffenburg | Betrüger täuschen Senioren am Telefon, Einbruch in Wohnung, Geparkter Hyundai Kona angefahren
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Pressebericht des PP Unterfranken vom 21.05.2026
Betrüger täuschen Senioren am Telefon - Callcenterbetrug - Kripo sucht Zeugen
KLEINKAHL U. GROSSOSTHEIM, LKR. ASCHAFFENBURG SOWIE ASCHAFFENBURG / ÖSTERREICHER KOLONIE. Am Mittwoch haben Betrüger telefonisch Kontakt mit drei Senioren aufgenommen und diese mit erfundenen Geschichten getäuscht, um Wertgegenstände oder Bargeld zu erlangen. Die Kriminalpolizei ermittelt und sucht Zeugen.
Fall in Kleinkahl
Gegen 15:30 Uhr wurde eine 75-jährige Deutsche von Callcenterbetrügern kontaktiert. Diese täuschten vor, ihre Tochter hätte einen schweren Verkehrsunfall verursacht, weshalb eine Kaution hinterlegt werden müsste.
Wenig später erschienen vermeintliche Polizeibeamte an ihrer Wohnanschrift und nahmen Bargeld im niedrigen fünfstelligen Bereich an sich. Anschließend entfernten sie sich in unbekannte Richtung. Eine Beschreibung der Täter liegt derzeit nicht vor.
Fall in Aschaffenburg / Österreicher Kolonie
Gegen 16:30 Uhr wurde eine 87-jährige Deutsche aus der Österreicher Straße Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Die Täter täuschten auch hier vor, eine Angehörige habe einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Zur Abwendung einer angeblichen Haftstrafe, wurde die Zahlung einer Kaution gefordert.
Ein männlicher Abholer war bereits in der Wohnung der Geschädigten, als ein tatsächlicher Angehöriger dazu kam. Der Tatverdächtige flüchtete daraufhin ohne Beute über die Deutsche Straße in die Hessenstraße und dann in unbekannte Richtung.
Der Abholer kann wie folgt beschrieben werden:
• Etwa 180 cm groß
• Schlanke Figur
• Helle Haut
• Dunkle, kurze Haare
• Bekleidung: hellblaue Jeans, T-Shirt in der Farbe olivegrün mit Blattmuster, grauer Rucksack
Fall in Großostheim
Gegen 18:45 Uhr hatten Betrüger, die sich als Bankmitarbeiter ausgaben, eine 87-jährige Deutsche aus der Lessingstraße kontaktiert. Die Täter gaben vor, dass die Bankkarte der Seniorin für Betrügereien benutzt worden sei und deshalb samt Pin abgeholt werden müsse.
Nur wenige Minuten darauf war ein Mann bei der Geschädigten erschienen, der sich als Mitarbeiter der Sparkasse ausgab und hatte deren Bankkarte entgegen genommen. Im Anschluss flüchtete der Tatverdächtige in unbekannte Richtung.
Der Abholer kann wie folgt beschrieben werden:
• Etwa 175 - 180 cm groß
• Schlanke Figur
• Dunkler Dreitagebart
• Dunkle kurze Haare mit Scheitel nach
• Links
• Bekleidung: schwarze Hose, schwarzes T-Shirt, hellbeiger Sakko, keine Brille
Zeugenaufruf
Die Kriminalpolizei Würzburg hat als Zentralstelle für Callcenterbetrug die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise:
Wer im genannten Zeitraum in den genannten Bereichen verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet hat oder sonst sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.
Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken:
Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“. Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen, sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.
Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.
Die wichtigsten Botschaften sind:
• Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
• Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben.
• Weder Polizei noch Justiz werden Sie jemals telefonisch auffordern, Geld zu überweisen!
• Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
• Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
• Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!
Weitere Informationen:
Leg‘ auf!: Die Bayerische Polizei - Präventionskampagne - LEG' AUF! in Unterfranken (bayern.de)
Dort finden sie zudem weiterführende Links zu den Kampagnen:
„Ich schütze Oma und Opa“
„Chill mal Oma“
Einbruch in Wohnung - Kripo sucht Zeugen
ASCHAFFENBURG / INNENSTADT. Am Mittwochnachmittag war die Wohnung in einem Mehrfamilienhauses das Ziel von unbekannten Einbrechern. Der oder die Täter entkamen mit Schmuck. Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hofft auf Hinweise.
Dem Sachstand nach war die Wohnung in der Cunibertstraße gewaltsam über die Eingangstüre, zwischen 13:00 Uhr und 18:00 Uhr, betreten worden. Im Anschluss wurden Zimmer durchwühlt und Schmuck entwendet. Der Sachschaden an der Tür beläuft sich auf rund 500 Euro, der Beuteschaden ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Kriminalpolizei Aschaffenburg hat am Ort des Geschehens die Ermittlungen übernommen und hofft in diesem Zusammenhang auf Zeugen.
Hinweise nimmt die Kripo Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-1733 entgegen.
Zeugenaufruf
Polizeiinspektion Aschaffenburg
ASCHAFFENBURG / OBERNAU. Am Mittwoch, zwischen 14:30 Uhr und 19:00 Uhr, wurde auf dem NETTO-Parkplatz in der Maintalstraße eingeparkter Hyundai Kona angefahren. Der Schaden beläuft sich auf rund 3.000 Euro.
Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-2230 entgegen.
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