Polizeibericht
Raum Aschaffenburg | Nach Diebstahl durch Putzhilfe - Ermittlungen der Kriminalpolizei erfolgreich, Alkoholisiert gegen Gartenzaun gefahren, Anrufe von Betrügern - Polizei warnt und gibt Tipps
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Pressebericht des PP Unterfranken vom 27.11.2025
Nach Diebstahl durch Putzhilfe - Ermittlungen der Kriminalpolizei erfolgreich - Tatverdächtige festgenommen
HEIMBUCHENTHAL, LKR. ASCHAFFENBURG. Ermittlungen der Kriminalpolizei Aschaffenburg nach einem schadensträchtigen Diebstahl in der letzten Woche führten am Donnerstag zur Festnahme einer Tatverdächtigen. Ob diese möglicherweise für weitere Fälle verantwortlich ist wird nun geprüft.
Diebstahl am Mittwoch
Wie bereits berichtet hatte ein Rentnerehepaar aus der Hauptstraße über Kleinanzeigen im Internet nach einer Putzhilfe gesucht. Eine Frau meldete sich auf die Anzeige und erschien am 19. November zwischen 09:00 Uhr und 10:50 Uhr zum Probearbeiten im Haus des später geschädigten Ehepaares. Die angebliche Putzhilfe verließ nach ihrem Einsatz zu Fuß das Anwesen. Einen Tag später stellte das Ehepaar fest, dass Schmuck im fünfstelligen Bereich entwendet worden war.
Ermittlungen führen zur Festnahme
Nach Bekanntwerden der Tat erfolgte die Anzeigenaufnahme vor Ort durch eine Streife der Aschaffenburger Polizei. Hierbei ergaben sich erste Ermittlungsansätze und es konnten bereits entsprechende Spuren an der Tatörtlichkeit sichergestellt werden. In der Folge wurden die weiteren Ermittlungen zuständigkeitshalber durch die Kriminalpolizei Aschaffenburg übernommen.
Die Tatverdächtige, eine 36-jährige Kosovarin aus dem Raum Hessen, konnte schließlich identifiziert und am gestrigen Mittwoch festgenommen werden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde die Frau entlassen. Gegen sie wird nun wegen gewerbsmäßigem Diebstahl ermittelt. Hierbei wird auch geprüft, ob die Frau für weitere Fälle in Frage kommt.
Mögliche weitere Geschädigte werden gebeten sich bei der Kripo Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-1733 zu melden.
Alkoholisiert gegen Gartenzaun gefahren - Pkw-Fahrer mit 3,5 Promille unterwegs - Weitere Unfallörtlichkeiten festgestellt - Geschädigte gesucht
MÖMBRIS, OT RAPPACH, LKR. ASCHAFFENBURG. Ein aufmerksamer Zeuge konnte am Mittwochmorgen beobachten, wie ein Pkw-Fahrer einen Gartenzaun touchierte und flüchtete. In der Folge gingen mehrere weitere Mitteilung aufgrund der Fahrweise des Mannes ein. Dieser konnte schließlich stark alkoholisiert angetroffen werden. Mögliche Geschädigte werden gebeten sich zu melden.
Dem Sachstand nach touchierte der Mann mit seinem Pkw zunächst einen Gartenzaun im Unteren Rappacher Weg und flüchtete im Anschluss von der Unfallstelle. Ein Zeuge konnte dies beobachten und verständigte die Polizei. Auf seiner anschließenden Fahrt kam es nach derzeitigem Stand zu einer Vielzahl von weiteren Unfällen. Zudem gingen weitere Mitteilungen aufgrund der Fahrweise des Mannes ein.
Der Fahrer konnte letztendlich zu Hause angetroffen worden. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab ein Ergebnis von rund 3,5 Promille. Nach einer Blutentnahme und der Sicherstellung des Führerscheins wurde der Mann entlassen. Gegen ihn wurde ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Die Alzenauer Polizei bittet mögliche Geschädigte aus dem Ortsgebiet Rappach sich unter 06023/944-0 zu melden.
Anrufe von Betrügern - Polizei warnt und gibt Tipps
ASCHAFFENBURG. Am gestrigen Mittwoch kam es im Stadtgebiet von Aschaffenburg erneut zu zahlreichen Anrufen von Betrügern. Es ist in allen Fällen glücklicherweise zu keinem Vermögensschaden gekommen. Die Polizei möchte die Bevölkerung erneut sensibilisieren.
Im Laufe des Mittwochs kam es in Aschaffenburg wieder vermehrt zu Anrufen durch sogenannte falsche Polizeibeamte. Die Betrüger versuchen hier, insbesondere lebensältere Personen, unter Vorspielen falscher Tatsachen dazu zu bewegen, Bargeld oder Wertgegenstände an sie zu übergeben. Häufig werden den Angerufenen frei erfundene Geschichten über Unfälle mit tödlichem Ausgang erzählt, die durch nahe Angehörige verursacht worden seien. Aber auch die Übergabe von Wertgegenständen und Bargeld an die vermeintlichen Polizisten zur Sicherung vor Diebstahl ist eine gängige Masche.
Daher weist die Polizei insbesondere auf die folgenden Kampagnen und Präventionstipps hin:
Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken
Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“. Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen, sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.
Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.
Die wichtigsten Botschaften sind:
• Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
• Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben!
• Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
• Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
• Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!
Weitere Informationen:
„Leg‘ auf!“: Die Bayerische Polizei - Präventionskampagne - LEG' AUF! in Unterfranken (bayern.de)
Dort finden sie zudem weiterführende Links zu den Kampagnen
• „Ich schütze Oma und Opa“
• „Chill mal Oma“
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