Bildergalerie und Bericht
Kita „Wurzelhüpfer“ in Leidersbach feierlich eingeweiht
- hochgeladen von Katja Bergmann
Nach einer achtjährigen Projektphase wurde am Sonntag, 01.02.2026 die neue Kindertagesstätte im Ortsteil Ebersbach offiziell eingeweiht. Das Gebäude bietet auf etwa 1.200 Quadratmetern Platz für die Kinder der Gemeinde und setzt konsequent auf natürliche Baustoffe sowie ein pädagogisch durchdachtes Raumkonzept. Der Betrieb läuft bereits, die Außenanlagen sollen bis Mai fertiggestellt werden.
Kinder eröffnen die Feier mit eigener Premiere
Den Auftakt der Veranstaltung machten die Kinder. Sie hatten das erste Wort und präsentierten den „Wurzelhüpferschlager“ – ein Lied, das sie selbst gedichtet hatten und bei diesem Anlass zum ersten Mal aufführten. Dieses soll künftig fester Bestandteil des Kita-Alltags sein.
„Ein echtes Gemeinschaftsprojekt“
Bürgermeister Michael Schüßler begrüßte anschließend die Gäste, darunter die stellvertretende Landrätin Monika Wolf-Plessmann, die Bürgermeister der Nachbargemeinden sowie zahlreiche Wegbegleiter des Projekts. „Vor acht Jahren haben wir mit der Planung begonnen“, erinnerte Schüßler an die Anfänge in den Jahren 2017 und 2018. Dass man nun vor einem fertigen Gebäude stehe, sei das Ergebnis einer großen Gemeinschaftsleistung. Der Neubau sei ein Projekt von Gemeinderat, Planern, Handwerkern und Verwaltung gewesen.
Auch auf schwierige Phasen ging der Bürgermeister ein: Zwischenzeitlich sei der Weg „holprig“ gewesen, letztlich aber erfolgreich gemeistert worden. „Dieses Haus ist mit Herzblut gebaut worden – nicht aus Pflicht, sondern aus Überzeugung“, sagte Schüßler und sprach von einem klaren Bekenntnis der Gemeinde zu Familienfreundlichkeit.
Nachhaltig gebaut, günstiger als geplant
Architekt Rössel stellte die baulichen Besonderheiten der neuen Kindertagesstätte vor. Der Standort habe eine besondere Verantwortung mit sich gebracht: Das Gebäude sollte sich in die umgebende Natur einfügen. Errichtet wurde die Kita in nachhaltiger Holzbauweise. Sie ist klimaresilient konzipiert und weitgehend frei von chemischen Baustoffen. Zudem sei es gelungen, die Baukosten zu senken: Rund 600.000 Euro weniger als ursprünglich geplant seien letztlich benötigt worden. Im Anschluss an die Ausführungen erfolgte die förmliche Schlüsselübergabe in Form eines großen gebackenen Schlüssels.
Teamarbeit und pädagogisches Konzept
Den Namen der neuen Einrichtung haben die Hauptpersonen selbst bestimmt. Die Kinder tauften ihre Kita auf den Namen „Wurzelhüpfer“. Kita-Leiterin Heike Spinnler erklärte die tiefere Bedeutung: „Umgeben von der Natur geben Wurzeln Stabilität. Die Kinder sollen hier Wurzeln schlagen, aber auch mutig in die Welt hüpfen und sie entdecken.“ In der Planungsphase wurde das pädagogische Team eng mit einbezogen. „Das ist nicht selbstverständlich“, lobte Spinnler die Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Das Ergebnis sei ein Haus, das ganz auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten ist, ein Ort der Ruhe zum Spielen und zur freien Entfaltung. „Dieses Haus gehört den Kindern“, so die Leiterin.
Bedeutung für die Region
Die stellvertretende Landrätin Monika Wolf-Plessmann bezog die Kinder aktiv mit ein und gab ihnen die Möglichkeit, gemeinsam laut „Danke“ zu rufen. In ihrem Grußwort unterstrich sie die Bedeutung der neuen Kindertagesstätte für die gesamte Region. „Gute Kinderbetreuung schafft Perspektiven und Chancengleichheit“, sagte Wolf-Plessmann. Die Kinder sollten sich hier geborgen fühlen und gut vorbereitet ins Leben starten. Sie wünschte viele fröhliche Tage, spannende Entdeckungen und schöne Freundschaften.
Landtagsabgeordneter Thomas Zöller schloss sich dem Dank an und lobte die Zusammenarbeit aller Beteiligten. Mit einem Augenzwinkern merkte er an, das eingesparte Geld könne man eigentlich als Bonus auszahlen. Zudem kündigte er an, sich dafür einzusetzen, dass möglichst viel von den rund 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln bei der Gemeinde ankomme.
Segen und Ausklang
Den feierlichen Abschluss bildete der Schlusssegen, gestaltet von Pfarrer Karl Schüßler und Pfarrerin Martina Haas. Zudem wurde ein Gruß von Martin Wissel überbracht, der sich derzeit in Reha befindet.
Nach der offiziellen Einweihung lud die Gemeinde zum gemütlichen Beisammensein ein. Die Gäste wurden mit einem großzügigen Buffet verwöhnt, das keine Wünsche offen ließ: Von einer heißen Theke über vielfältiges Fingerfood bis hin zu einer Auswahl an Kuchen war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. In geselliger Runde bot sich so die Gelegenheit, die hellen, aus viel Holz gestalteten Räume zu besichtigen und auf die gelungene Zukunft der „Wurzelhüpfer“ anzustoßen.
Eckdaten zum Projekt:
- Bruttogeschossfläche: ca. 1.200 qm
- Bauweise: Nachhaltiger Holzbau, klimaresilient
- Kosten: ca. 6 Millionen Euro
- Status: Betrieb bereits aufgenommen; Außenanlagen folgen bis Mai.
Autor:Katja Bergmann aus Niedernberg |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.