Geologisch-kriminelle Schlemmerwanderung
Leichenfund im Basaltloch in Mömlingen
- Foto: Werner Windisch
- hochgeladen von Birgid Windisch
Basaltloch mit Einsicht, 13.06.2026
Regen am Tag davor, Regen am Tag danach – wir hatten riesiges Glück und herrliches Wanderwetter. Bis zum Mömlinger Basaltloch sind es vom Buchbergparkplatz ungefähr 3 km, wenn man den längeren und dafür weniger steilen Weg nimmt. Als die Wanderer oben am Pavillon ankamen, hatten sie tüchtig Hunger und Durst bekommen, den sie gerne mit Wasser und kleinen Grubenköpfchen stillten. Dann durften wir, zum ersten Mal, in den tiefen Schacht schauen. Herr Wohlmann war extra heraufgekommen, um uns mit der Kamera einen spannenden Einblick zu geben. Man konnte direkt in den beleuchteten Schacht schauen und zusätzlich auf einem Monitor die Schachtwände betrachten.
Es ist eine schwierige Sache, in einem feuchten Schacht eine Kamera zu betreiben, da die Kontakte immer wieder oxidieren und das Milieu nicht förderlich ist. Doch Herr Wohlmann erzählte uns, wie er das Problem schließlich gelöst hat. Wir waren begeistert. Sogar das heruntertropfende Wasser konnte man deutlich erkennen. Leon erzählte uns einiges über die wechselhafte Geschichte unseres ehemaligen Basaltbergwerkes, die spannend und sogar teilweise tragisch war. Ebenso konnten wir so einiges über die Entstehung des Basaltes von ihm lernen und die anschaulichen Bilder betrachten, die er mitgebracht hatte.
Nun wurde es Zeit, für Birgids Krimigeschichte - um unsere, halb verweste Leiche zu bergen, die geduldig auf uns wartete. Die verwuschelten Haare, die Armbanduhr am ziemlich skelettierten Arm, das Dirndl – es war trotz des erbärmlichen Zustandes eine schöne Leiche, der man ansah, dass es mal ein fesches Mädel gewesen sein musste. Dementsprechend strengten wir uns an, die zahlreich um den Leichenfundort vorhandenen Indizien zusammenzusuchen, um eine Tätersuche zu ermöglichen. Auf dem Rückweg fanden wir noch so einige, bevor es in die Wolfsschänke ging, wo wir von Michael mit Sekt empfangen wurden. Zwischen den köstlichen Gängen, die unser Koch gezaubert hatte, lösten wir souverän unseren Mordfall. Dazu wurde viel gelacht und wie immer, der Mörder gefasst und verhaftet. Die Ehrenkommissarin bekam eine Urkunde und suchte sich ein Buch aus. Diesmal las uns Birgid danach noch ein humorvolles Abschluss-Hupferl vor, damit wir beruhigt nachhause gehen konnten.
Autor:Birgid Windisch aus Mömlingen |
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