Silvesterknaller in der Kochsmühle

Clajo Herrmann und die Band Groovin' High begrüßen das Publikum bei der Silvestergala in der Obernburger Kochsmühle.
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Die Silvestergala, die alljährlich vom Team des Arbeitskreises Kul-Tour als Trägerverein der Obernburger Kleinkunstbühne Kochsmühle angeboten wird, war auch beim Jahreswechsel 2016/2017 ein Knaller und schon Wochen im Voraus ausverkauft.
Bis über Mitternacht hinaus ließen sich die Gäste von Groovin’ High musikalisch verwöhnen. Nicole Kolb (Gesang) Boris Daus (Gitarren) Kuno Holeczek (Schlagzeug), Udo Erbe (Bass) und Christian Valk (Keyboard) überzeugen in jedem Jahr mit ihren exzellent arrangierten Cover-Songs, die sie mit einer extravaganten Note versehen. So zählen Jazz-Standards ebenso zu ihrem Repertoire wie aktuelle Pop-Songs und groovige Evergreens. Immer wieder beeindruckt die hohe Musikalität des Quartetts, das aus dem Stand heraus von der jeweiligen Stimmung angeregt, Sessions improvisiert und in einzelnen Soli die Virtuosität der Musiker zum Ausdruck bringt.

Trotz einer Erkältung gelang es Nicole Kolb am Silvesterabend das Publikum mit ausdrucksstarker Stimme zu begeistern. Bei Groovin’ High wird nicht nur gecovert, sondern es werden bekannte Songs wie Billie Jean von Michael Jackson in eine jazzige Version verwandelt, wo nur zu Beginn und in der letzten Sequenz an den ursprünglichen Rhythmus erinnert wird. Dazwischen gab es kabarettistische Einlagen und schmackhaftes Fingerfood, was das Warten auf den Jahreswechsel aufs angenehmste verkürzte.

Als bekennender Hesse und ehemaliger Pfarrer vermischte Clajo Hermann Geschichten aus seinem Leben mit schlagenden Pointen zu einer humorigen Mixtur, die den Zuschauern die Lachtränen in die Augen trieb. »Ein hessischer Gedanke ist kein Bumerang«, stellte er fest und erklärte, dass eine von einem Hessen in den Raum geworferne Idee nicht mehr zurückkehrt. Die herzliche Grobheit der Hessen sei das Markenzeichen der Menschen im benachbarten Bundesland, das von vielen Dialekten begleitet wird. Der Charme des Hessen müsse erst entdeckt werden – so wie der einer warmen Fleischwurst. Herrmanns Zusammenfassung: »Der Hesse is net so hart, wie er dud.«

Mit seinen lachmuskelaktivierenden Analysen über die Eigenarten der Hessen gab der in Aschaffenburg lebende und in Frankfurt geborene Ex-Pfarrer einen Einblick in sein aktuelles Programm »In der Kurv’ graadaus - ein Hesse sacht, wo’s langgeht!«, das er am 28. April in Gänze im Obernburger Musentempel vorstellen wird. Der Appetit darauf wurde am Silvesterabend geweckt! Ein Überblicküber die gerade gestartete Saison bis zum Frühjahr 2017

Autor:

Ruth Weitz aus Obernburg am Main

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