Pensionen steigen
Renter(innen) warten immer noch auf ihre Inflationsprämie
- Einseitige Rentenkürzungen durch den
demografischen Faktor Nachhaltigkeit und die Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie an alle
Pensionärinnen und Pensionäre in Höhe von bis zu 2.152,50 Euro netto, während Rentnerinnen und
Rentner keinen einzigen Cent Rentenerhöhung aus der an die Arbeitnehmer ausgezahlten Prämie
erhalten. - Foto: ÖDP
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Renter warten immer noch auf ihre Inflationsprämie
Die pauschale Kritik des Verfassers an unseren Beamten teile ich so nicht, da ich davon überzeugt
bin, dass sehr viele pflichtbewusst ihre Tätigkeit ausüben und keinesfalls überbezahlt sind. Dagegen
bin ich aber der Auffassung, dass wir zumindest teilweise von Überversorgung und
Ungleichbehandlungen sprechen können, u.a. wenn man Pensionen mit Renten (einschl.
Betriebsrenten) vergleicht. Beispiele sind die einseitigen Rentenkürzungen durch den
demografischen Faktor Nachhaltigkeit und die Auszahlung der Inflationsausgleichsprämie an alle
Pensionärinnen und Pensionäre in Höhe von bis zu 2.152,50 Euro netto, während Rentnerinnen und
Rentner keinen einzigen Cent Rentenerhöhung aus der an die Arbeitnehmer ausgezahlten Prämie
erhalten. Allerdings sind dafür nicht die Pensionsempfänger verantwortlich, sondern unsere
Regierungen, die noch nicht einmal verbindliche Zusagen einhalten, wie z.B. die wirkungsgleiche
Übertragung aller Rentenkürzungsmaßnahmen auf die Pensionen. Für diese gravierenden
Ungerechtigkeiten nehme ich aber auch die über 20 Mio. Rentenempfänger mit in die
Verantwortung, da sie sich bis heute nicht in einem eigenen Interessenverband organisiert haben.
Beispielhaftes Vorbild wäre der Beamtenbund, der für unsere Pensionäre praktisch wie eine
Gewerkschaft und Lobbyorganisation agiert. Er sitzt bei allen Tarifverhandlungen mit am Tisch und
sorgt dafür, dass die Ergebnisse anschließend in der Regel auch entsprechend auf die Pensionen
übertragen werden. Hier sehe ich also für die Rentenempfänger dringenden Handlungsbedarf, damit
nicht ständig nur über Kürzungen von Renten, sondern auch gleichermaßen von Pensionen geredet
wird, wie im Leserbrief richtigerweise kritisiert wurde. Allerdings enthält er einen Fehler, da die
genannte durchschnittliche Pension von 3.240 Euro brutto für das Jahr 2023 galt. Hinzu kam jedoch
zunächst die erwähnte Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 2.152,50 netto, die als Einmalzahlung
gewährt wurde. Außerdem sind zwischenzeitlich drei weitere Pensionserhöhungen erfolgt, sodass
die durchschnittliche Pension in diesem Jahr auf über 3.650 Euro steigen wird. Das sind rund 400
Euro mehr als die im Leserbrief erwähnten 3.240 Euro.
Autor:wolfgang winter aus Sulzbach a.Main |
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