Agentur für Arbeit Aschaffenburg
Wo fehlen die Fachkräfte?

Wie lange dauert es, bis eine Stelle erledigt ist?

- In welchen Berufsbereichen suchen Unternehmen besonders lange nach der passenden Fachkraft?
- Die Engpassanalyse der Agentur für Arbeit Aschaffenburg gibt Antwort.
- Das Qualifizierungschancengesetz ist hier eine Chance und bringt Arbeitgeber und Beschäftigte weiter.

Verschiedene Faktoren wie der demografische Wandel, die hohe Einstellungsbereitschaft der Unternehmen sowie die steigende Zahl der Erwerbstätigen lenken den Blick verstärkt auf die Fachkräftesituation am Bayerischen Untermain. Die Eng-passanalyse der Agentur für Arbeit Aschaffenburg stellt objektiv dar, in welchen Berufen aktuell Besetzungsschwierigkeiten auftreten und wie sich die Situation regional darstellt. Da Arbeitgeber vor allem Fachkräfte suchen und das mittlerweile oft sehr lange, werden die Helferstellen sowie die Anzahl der arbeitslosen Helfer bei der Engpassanalyse außer Betracht gelassen. Auch die Stellenaufträge von Arbeitnehmer-überlassungsfirmen fließen nicht in die Analyse mit ein.

Allein ein hoher Bestand an offenen Arbeitsstellen signalisiert noch keinen Fachkräf-temangel. Ergänzend muss die sogenannte Vakanzzeit betrachtet werden. Das ist die Zeitspanne vom gewünschten Einstellungstermin bis zur Abmeldung bei der Agentur. Und diese ist in einigen Berufsgruppen sehr lange. Vorab sollte man wissen, es gibt keine Stellenmeldepflicht für Arbeitgeber. Dennoch waren im Jahr 2018 durchschnittlich über 2.000 Stellen für Fachkräfte der Arbeitsagentur Aschaffenburg gemeldet. Bei der Hälfte der Stellen betrug die durchschnittliche Vakanzzeit über 130 Tage und zwar in folgenden Berufssegmenten:

- Bau- und Ausbauberufe (171 Tage)
- Medizinische- und nicht medizinische Gesundheitsberufe (155 Tage)
- Fertigungsberufe (159 Tage)
- Fertigungstechnische Berufe (163 Tage)
- Lebensmittel- und Gastgewerbeberufe (138 Tage)

Auf der anderen Seite werden die Anforderungen an die Fachkräfte immer größer. Die Digitalisierung und veränderte Arbeitsplatzanforderungen machen die Suche nach dem passenden Arbeitnehmer nicht unbedingt einfacher. Seit diesem Jahr können Arbeitgeber, unabhängig von der Betriebsgröße, bei der Arbeitsagentur aufgrund des Qualifizierungschancengesetz finanzielle Unterstützung beantragen, wenn ihre Mitarbeiter eine Anpassungsqualifizierung besuchen oder einen Berufsabschluss nachholen.

„Deshalb ist es unbedingt erforderlich, dass sowohl der Arbeitgeber wie auch die Arbeitskräfte mit der Zeit gehen, sonst gehen sie mit der Zeit. Wie verschiedene Analysen über die Auswirkungen der Digitalisierung ergeben, können immer mehr stan-dardisierte Tätigkeiten von Computern und computergesteuerten Maschinen übernommen werden. Lebenslanges Lernen muss selbstverständlich sein, damit der Anschluss an die Veränderungen der Arbeitswelt nicht verpasst wird. Jeder Arbeitgeber könnte so selber ein „Fachkräftemacher“ sein. Ein Telefonat mit dem Arbeitgeberservice (Dorothea Haase Telefon 06021-390635 und Dounia Soual Telefon 06021-390 223) bringt die Arbeitgeber zu diesem Thema sicherlich weiter,“ rät Maria Haas, stellvertretende Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Aschaffenburg. „Besonders Hilfskräfte, die eine Beschäftigung haben, erhalten durch die Unterstützung der Agentur die Chance, bei voller Gehaltsweiterzahlung, einen Berufsabschluss nachzuholen. Deshalb rate ich jedem Weiterbildungswilligen, mit seinem Arbeitgeber ein Gespräch über die eigene berufliche Zukunft zu führen und die Fördermöglichkeiten des Qualifizierungschancengesetzes zu nutzen.“

Weitere Details findet man auf der Internetseite: https://statistik.Arbeitsagentur.de, Suchwort Engpassanalyse).

Autor:

Agentur für Arbeit Pressestelle aus Aschaffenburg

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