40 Jahre Wetterstation Freudenberg
Wald brennt nicht von alleine!
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Es nervt, wenn jedes Jahr von neuem die Medien den Eindruck vermitteln, dass Hitze & Trockenheit die Ursache für Waldbrände sind. Hitze und Trockenheit ist eine wichtige Voraussetzung für einen Brand, aber NICHT die Ursache!
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Ich war einige Jahre bei der Feuerwehr und habe bereits in der Grundausbildung das sogennate "Verbrennungs-Dreieck" kennengelernt. Es braucht immer drei Faktoren, um eine Verbrennung zu starten:
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Einen brennbaren Stoff, Sauerstoff und eine Zündquelle, die mindestens so heiß ist, wie der Flammpunkt des brennbaren Stoffes. Der Flammpunkt von Holz liegt bei ca. 300°C. Damit ist klar, dass selbst 40°C Lufttemperatur niemals ausreichen, um einen Brand in einem Wald zu entfachen.
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Es braucht also ein Zündfeuer von mindestens 300°C. Die berühmte Glasscherbe, die durch Erzeugung eines Brennpunktes der Sonnenstrahlen ein Feuer entfacht, ist sehr, sehr selten!
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Da ist sogar eine Feuerentfachung durch einen Blitzschlag wahrscheinlicher. Wenn ich weiß, welche Faktoren ein Feuer ermöglichen, dann weiß ich auch, wie ein Feuer zu löschen ist.
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Die gängigste Methode ist das Entziehen der Wärme durch Kühlung. Wasser ist da in der Regel das gängige Löschmittel.
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Löschen kann ich auch, indem ich dem Feuer den Sauerstoff entziehe. Eine Löschdecke oder auch ein CO2-Löscher wirken in dieser Weise.
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Und schließlich lösche ich einen Brand, in dem ich den Brennstoff entferne. Diese Löschweise wird beim Schlagen einer Brandschneise angewandt. Oder noch viel einfacher: In dem ich einen brennenden Mülleimer ins Freie trage, bevor er die ganze Wohnung in Brand setzt.
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Also: Weder der Klimawandel, noch die Hitze oder die Trockenheit sind die Ursache für die Feuer, die wir derzeit in ganz Europa haben. Es gibt in den allermeisten Fällen einen "Feuerteufel" in Menschengestalt! Die Pädagogik lehrt: Je mehr ich einem Kind etwas verbiete, desto mehr wird es genau das tun, oder? In jedem von uns steckt mehr oder weniger viel "Kind". Das Verbotene ist einfach sexyer.
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Muss ich einem Pyromanen unbedingt sagen, wann der Wald am Besten brennt?
Die Medien würden gut daran tun, weniger Warnmeldungen zu verbreiten. Eigentlich ist es selbstverständlich, dass man bei Trockenheit keine Kippe im Wald wegwirft oder Reisig verbrennt.
Autor:Guido Mayer aus Freudenberg |
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