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Bewerbungstipps
Das Anschreiben im Bewerbungsprozess

Bewerbungstipps zum Thema "Anschreiben"
In Deutschland gehört das Anschreiben nach wie vor zu 99,9 % zu den Bewerbungsunterlagen dazu. Wir würden sogar soweit gehen und sagen, dass es neben dem Lebenslauf DAS wichtigste Dokument ist. Weil es so wichtig ist, kann man in diesem Skriptum die meisten Fehler machen. In den folgenden Zeilen zeigen wir Ihnen auf, worauf Sie achten sollten und was besonders wichtig ist. Das oberste Gebot auf der To Do Liste zum Bewerbungsanschreiben ist:
Punkt 1: das Anschreiben darf nicht länger als eine Seite sein. Sie müssen all Ihr Können und Ihre Fähigkeiten auf die Schnittstelle mit der ausgeschriebenen Position reduzieren und die wichtigsten Punkte zusammenfassen. Überzeugen Sie, indem Sie unter Beweis stellen, dass Sie sich fokussieren können und einen Blick dafür haben, was dem anderen wichtig sein könnte. Das Anschreiben überzeugt den Personaler, wenn jedes Detail stimmt. Hierzu sollten Sie sich eine Strategie aufschreiben und auf eine sehr gute Ausdrucksfähigkeit achten. Nur wenn jedes Detail im Anschreiben passt, wird die Personalabteilung sie an die Fachabteilung weiterleiten und ggf. zum Vorstellungsgespräch einladen. Verweisen Sie auf Ihre Kompetenzen und beschreiben, warum ausgerechnet Sie für die Position geeignet sind. Es schadet auch nicht, Ihr Wissen über die angeschriebene Firma zu erwähnen. Der Verantwortliche sollte sehen, dass Sie sich mit der Stelle und dem Unternehmen auseinandergesetzt haben. Bitten Sie freundlich, aber nichtunterwürfig um eine Einladung zum Vorstellungsgespräch am Ende des Anschreibens. WICHTIG: vermeiden Sie verschachtelte lange Sätze und Floskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich um….“ oder „Sie suchen einen neuen Mitarbeiter? Hier bin ich.“ Starten Sie Ihr Anschreiben gleich mit Informationen und Daten.
Im Nachfolgenden gehen wir so ein Anschreiben im Detail durch:
Die Absender Adresse
Ganz wichtig ist, dass Sie alle Ihre Daten hinterlassen, wo Sie erreichbar sind. Nur die Adresse ist bei weitem nicht mehr ausreichend.
Die Anschrift
Wichtig ist, dass sie die Firmierung richtig recherchieren. Achten Sie darauf den Verantwortlichen in der Anschrift zu erwähnen. Floskeln wie „z. Hd.“ oder „zu Händen“ sind nicht mehr zeitgemäß.
Erwähnen Sie in der zweiten Zeile lediglich den Namen des Personalers und achten auch hier darauf diesen richtig zu schreiben. Das gehört nicht nur zum guten Ausdruck, es hinterlässt psychologisch einen negativen Beigeschmack, wenn man mit falschem Namen angeschrieben wird.
Das Datum
Achten Sie darauf, dass es aktuell ist. Gerne wird das Datum beim Überschreiben alter Vorlagen übersehen. Schauen Sie auch, dass alle Daten gleich sind (Deckblatt, Lebenslauf und Anschreiben). Bitte vermeiden Sie Schönheitsfehler wie das Wörtchen „den“ im Datum, das ist längst aus der Mode.
Der Betreff
Das Wort an sich taucht nicht mehr auf in Bewerbungsanschreiben, im Grunde in keinen
Dokumenten mehr. Doch sollte Ihr Anliegen erwähnt werden ohne das Wort „Betreff“ auszuschreiben. Verfassen Sie den Betreff so genau wie möglich (z. B. Bewerbung als Ingenieur Verfahrenstechnik). Sollten in den Anzeigen Referenznummern (Job-ID) aufgelistet sein, schreiben Sie diese unbedingt dazu.
Die Anrede
Achten Sie auf eine korrekte Anrede, ggf. müssen Sie den richtigen Ansprechpartner recherchieren. Eine allgemeine Anrede ist nicht akzeptabel.
Der Blocksatz vs. Flattersatz
Das ist von Unternehmen zu Unternehmen verschieden und letztendlich Geschmackssache. Hier gibt es kein gängiges Muss. Der Blocksatz sieht aufgeräumt und strukturiert aus, ist jedoch schlechter lesbar als der Flattersatz, der sogenannte linksbündige Text. Im Grunde gilt: Lesbarkeit ist wichtiger als Optik.
Die Ausdrucksweise
Achten Sie auf die Höflichkeitsform. Anreden werden auch im 21. Jahrhundert immer noch großgeschrieben. Finden Sie am Besten einen Mittelweg zwischen zu geschwollen und zu umgangssprachlich. Wählen Sie Ihre Formulierungen mit Bedacht. Versuchen Sie Wörter nicht allzu oft zu doppeln. Konzentrieren Sie sich auf einen selbstbewussten Schreibstil, der nicht zu passiv wirkt. Die Verwendung des Konjunktivs lässt Ihr Anschreiben unsicher wirken, lassen Sie diesen besser weg.
Der Wechselgrund
Ist der neuen Firma im ersten Schritt nicht wichtig, wichtig ist, dass Sie den Personalberater überzeugen, dass Sie für die neue Firma brennen und vieles dran setzen dort arbeiten zu können. Über den Grund warum, kann man im Vorstellungsgespräch immer noch reden.
Die Gehaltsvorstellung
Hier lautet die goldene Regel: wird im Stellenangebot danach gefragt, MÜSSEN sie es angeben. Die geeignete Stelle dafür ist vor der Bitte um ein Vorstellungsgespräch. Geben Sie Ihre Vorstellungen in einem Bruttojahresgehalt an. Sollte in der Ausschreibung nichts stehen, lassen Sie diese Angabe weg, in einem persönlichen Gespräch lässt es sich besser über Geld reden.
Der Schlusssatz
Besonders hier sollte auf den Konjunktiv verzichtet werden. Je höher die Position ist, auf die Sie sich bewerben, desto selbstsicherer muss Ihre Formulierung sein. Die einzige Floskel, die Sie im Anschreiben verwenden sollten, folgt am Ende des Schreibens. Belassen Sie es bei „Mit freundlichen Grüßen“ und vergessen Sie die Unterschrift und das Wörtchen Anlagen (am unteren, linken Ende) nicht, nur so ist Ihre Bewerbung komplett.
Wir sind gespannt, ob Sie alle Tipps gut umsetzen konnten und freuen uns auf Ihre Bewerbung unter: https://www.ib-kress.de/karriere

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