Bienen retten - so geht's!
Fachleute der Umweltbildung aus ganz Bayern im Schullandheim Hobbach zu Gast

Teilnehmerinnen beim Qualifizierungsworkshop "Insekten" im Schullandheim Hobbach
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  • Teilnehmerinnen beim Qualifizierungsworkshop "Insekten" im Schullandheim Hobbach
  • Foto: SLH Hobbach
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Seit einigen Jahren und der öffentlichen Diskussion zum erfolgreichen Bürgerbegehren steigt unser Interesse an Insekten. Während die Tiere noch vor 20 bis 30 Jahren "einfach da" waren, merken wir nun deutlich, dass sie weniger werden. Wohl jeder hat ein Lieblingsinsekt, kann sich für einen schönen Tagfalter oder einen Hirschkäfer begeistern. Und jeder findet manche Insekten nervig oder ekelhaft und hat kein Problem damit, dieses Lebewesen weg zu saugen, im Abfluss hinunter zu spülen oder tot zu schlagen.

Vor diesem Hintergrund und ausgehend von der Zielsetzung des Erhalts der biologischen Vielfalt und den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 hat das Roland-Eller-Umweltzentrum im Schullandheim Hobbach ein bayernweites Seminar zum Thema Insekten in der Umweltbildung veranstaltet.

25 Teilnehmer*innen aus ganz Bayern wollten erfahren, wie die Bedingungen für Bestäuber verbessert werden können und diskutierten über praktische und pädagogische Umsetzungen. Der fachliche Input kam am Morgen von Judith Henkel vom Landesbund für Vogelschutz, die in Ihrem Vortrag eindrücklich auf den oft vergessenen Lebensraum Boden verwies. “Wir bauen großformatige Insektenhotels für Wildbienen und Co., vergessen aber dabei, das unzählige Wildbienenarten ihre Brutkammern und-röhren in den sandigen Boden graben“, so Henkel. Auch Cornelis Hemmer von der Stiftung Mensch und Natur sowie Mitinitiator von „Bayern summt“ stellte in seiner Führung durch die im Umweltzentrum aufgebaute Ausstellung „Deutschland summt“ klar, dass weniger die Honigbienen bedroht sind, als die Langhorn-, Blattschneider- oder Sandbienen. Bienen, die auf wenige Blütenpflanzen als Nahrungsquellen spezialisiert sind, kämpfen angesichts von Klimawandel, intensiver Landnutzung oder steriler privater Gartengestaltung um ihr Überleben.

„Die Verbesserung der Beziehung unserer Gesellschaft zur Natur ist ureigenstes Anliegen einer Bildung für nachhaltige Entwicklung“, so der Leiter des Roland-Eller-Umweltzentrums im Schullandheim Hobbach, Hermann Bürgin. Und genau hier setzten die Workshops am Nachmittag an. Vom Schöpfen von Wespen-Papieren, über die Herstellung von Wachstüchern als Folien Ersatz bis hin zum Bemalen von toten Insekten reichte das Spektrum von kunstpraktischen Ideen, um sich der Insekten-Thematjk zu nähern. Diskussionen um die Schaffung von blütenreichen Vegetationsflächen, dem Rückgang der gesamten Insektenwelt oder den Empfehlungen zur Förderung bestäubender Insektenarten prägten den intensiven Austausch der Teilnehmer*innen und Träger des Qualitätssiegels Umweltbildung Bayern.

So zog Ulrike Schäfer, Mitglied im vom Bayerischen Umweltministerium eingesetzten Steuerungsteam für die Umweltbildung ihr persönliches Fazit: Es braucht vernetztes Denken und Handeln, Interesse und Begeisterung für die Natur und mehr denn je die Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bayern.
Genau diesen Ansatz verfolgt das Roland-Eller-Umweltzentrum und vermittelt bereits seit rund 20 Jahren Kenntnisse in Umweltbildung, Natur-Erfahrung und -Erlebnis sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Genau diesen Ansatz verfolgt das Roland-Eller-Umweltzentrum und vermittelt bereits seit rund 20 Jahren Kenntnisse in Umweltbildung, Natur-Erfahrung und -Erlebnis sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Teilnehmerinnen beim Qualifizierungsworkshop "Insekten" im Schullandheim Hobbach
Insekten hautnah
Autor:

Schullandheim Hobbach aus Hobbach

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