Flutkatastrophe
Kräfte aus dem Landkreis Miltenberg helfen in den Flutregionen

Nach dem Einsatz in den Flutgebieten in Oberbayern vor einigen Wochen haben Einsatzkräfte aus dem Landkreis Miltenberg auch in den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz Hilfe geleistet. Aktuell ist noch das Hilfeleistungskontingent Ölwehr im Einsatz, dessen Einsatzdauer um einige Tage verlängert wurde.

Zunächst war das Hilfeleistungskontingent Hochwasser/Pumpen mit zahlreichen Fahrzeugen und 160 Personen im Landkreis Ahrweiler tätig. 160 Einsatzkräfte waren mit 37 Fahrzeugen und sieben Anhängern vom 20. bis 23. Juli vor Ort in Rheinland-Pfalz. Hier waren sie überwiegend damit beschäftigt, mit Wasser vollgelaufene Keller leer zu pumpen, aber auch diverse Aufräumarbeiten wurden erledigt.
Damit aber nicht genug: Am 23. Juli forderte das Land Rheinland-Pfalz ein weiteres Hilfeleistungskontingent Ölwehr beim Freistaat Bayern an. Auch hier waren Kräfte aus dem Landkreis Miltenberg beteiligt: Das Hilfeleistungskontingent setzte sich am 29. Juli in Richtung Rheinland-Pfalz in Bewegung, wo der Einsatz eigentlich vom 30. Juli bis zum 6. August vorgesehen war. Da allerdings so viel zu tun ist, wurde dieser Einsatz mittlerweile bis zum 15. August verlängert. Vor Ort sind ein Einsatzleitwagen der Feuerwehr Großheubach, die Absetzmulde Ölwehr mit einem Wechsellader der Feuerwehr Obernburg sowie ein Gerätewagen Hochwasser von der Feuerwehr Röllbach.

Schwerpunktaufgabe des Hilfeleistungskontingents ist es, Heizöltanks auszupumpen, damit kein Heizöl in die Umwelt gelangen kann. Bislang pumpten die Einsatzkräfte aus dem Landkreis Miltenberg rund 450 Kubikmeter Flüssigkeit (Stand 10. August) ab, wobei es sich dabei zu einem nicht unerheblichen Teil um ein Gemisch aus Öl und Wasser handelt. Bisher war eine Mannschaft von insgesamt 47 Personen im Einsatz. Die durchschnittliche Einsatzdauer beträgt fünf Tage, danach wechselt die Mannschaft. Pro Tag arbeiten die Helfer rund 15 Stunden. Bislang läuft der Einsatz vor Ort problemlos: An Gerät und Material sind kleinere Schäden entstanden, alle Hilfskräfte blieben bislang von Verletzungen verschont.

Landrat Jens Marco Scherf ist es ein Anliegen, allen Hilfsorganisationen, Firmen und Privatpersonen zu danken, die sich für ihre Mitmenschen in den betroffenen Gebieten eingesetzt haben. Viele Privatpersonen haben für die Betroffenen gesammelt und sind sogar vor Ort als Helfer im Einsatz, darunter unter anderem die Kreisräte Rudi Schuck und Boris Großkinsky. In zahlreichen Firmen wurde ebenfalls gesammelt, auch praktische Hilfe wurde geleistet: So hat die Firma Diephaus (Wörth) mehrere sogenannte IBC gespendet – quaderförmige Behälter, in denen Flüssigkeiten gelagert werden können. Die Firma Stefan Stahl (Obernburg) hat die Behälter am Samstag ins Ahrtal geliefert. In den Behältern soll Heizöl gelagert werden, so dass dieser Stoff nicht in die Umwelt gelangen kann. Mit den IBC werden die dort tätigen Einsatzkräfte unterstützt, deren Arbeiten aufgrund fehlender Auffangbehälter zu stocken drohten.

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