Praktisch und kreativ
Häkelkurs bei den Ferienspielen in Obernburg

Beim Häkelkurs üben vier Mädchen unter Anleitung von Sylvia Eisert (im Hintergrund) das Häkeln von Luft- und festen Maschen.
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Die bayerischen Schulferien neigen sich dem Ende zu. So auch die Ferienspiele in Obernburg, die von der Stadtjugendpflegerin Franca Riccio angeboten wurden. Praktisch und kreativ war der Häkelkurs von Montag- bis Mittwochnachmittag, 31. August bis 2. September 2020 in Kooperation mit Sylvia Eisert in ihrem Wollstübchen. Sie hat ihn kostenfrei ermöglicht und die Wolle als Spende zur Verfügung gestellt.

Eigentlich hatten sich fünf Mädchen angemeldet. Der Kurs war ausgebucht, denn mehr als fünf Teilnehmer sind wegen der Corona-Hygieneregeln in dem kleinen Laden nicht möglich. Zum ausgiebigen Lüften waren alle Fenster geöffnet. Letztlich waren es dann vier Mädchen, weil eines kurzfristig absagen musste. Der Plan war, bis Ende des dritten Tages im Wollstübchen von Sylvia Eisert einen Beutel zum Verstauen der kleinen Schätze mit nach Hause zu nehmen. Die Mädchen zwischen acht und zehn Jahren kennen sich. Drei, Nele, Emma und Nora, gehen in diesem Jahr zur Kommunion und besuchen dieselbe Klasse in der Johannes-Obernburger-Grund- und Mittelschule. Sie haben sich zusammengetan, um gemeinsam das Arbeiten mit Häkelnadel und Wolle zu erlernen. Die zehnjährige Mia hat bereits Handarbeitserfahrung. Ihre Mutter, eine leidenschaftliche »Strickliesel«, hatte sie zum Häkelkurs angemeldet.

Spaß haben, gemeinsam häkeln und plaudern

Dem Quartett machte es offensichtlich Spaß, das Häkeln von Luft- und festen Maschen zu üben und miteinander zu plaudern. Gerade das Plaudern übertraf zuweilen die Häkellust. Schon am ersten Tag waren die Vier mit Recht stolz auf ihre Fortschritte. Wenn die Arbeit hakte, griff Sylvia Eisert mit Geduld und Gelassenheit ein, zeigte, wie es richtig gemacht wird und lobte, wenn es gelang, die Häkelreihen korrekt abzuschließen. Die Wahlobernburgerin, die ursprünglich aus Kleinwallstadt stammt, hat Erfahrung mit Häkelkursen für Kinder und Erwachsene. In vielen Jahren zuvor hat sie bei den Ferienspielen in Kleinwallstadt mitgemacht. »Es war für mich klar, den Häkelkurs auch in Obernburg anzubieten, als Franca Riccio mich ansprach«, sagt sie.

Soziales Miteinander gefördert

So stand nicht nur das Häkeln und das kreative Element im Mittelpunkt, sondern auch das soziale Miteinander. Durch die Corona-Pandemie fiel nicht nur der Unterricht für Monate aus, sondern auch das Treffen mit Freundinnen und Freunden. Zwar sind nach den aktuellen Lockerungen soziale Kontakte wieder möglich, aber durch die angestiegenen Infektionszahlen mit Covid-19 im Monat August ist der Mund-Nasenschutz in bayerischen Schulen ab der 5. Klasse auch im Unterricht zu tragen. Wie es dann mit den Abstands- und Hygieneregeln weitergeht kann sich je nach Infektionszahlen ändern. Am 8. September 2020 ist Schulstart in Bayern, so auch in Unterfranken und im Kreis Miltenberg. Bisher sind die Einwohner*innen in der Region noch glimpflich davongekommen, was die Krankheits- und Todesfälle durch das Coronavirus angeht. Das ist der Umsicht eines Großteils der Bevölkerung zu verdanken. Bislang ist noch nicht erforscht, welche Folgen die Pandemie gerade für Kinder und Jugendliche hat. Die COPSY-Studie, in der Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) die Auswirkungen und Folgen der Coronapandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugend­lichen in Deutschland untersucht haben, zeigt deutlich, dass hier negative Folgen erkennbar sind. Die Studie wurde im Juli 2020 herausgegeben. Das Ergebnis der Online-Untersuchung: »Die Studie hat gezeigt, dass die Herausforderungen der Pandemie und die damit im sozialen Leben einhergehenden Veränderungen die Lebensqualität und das psychische Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen verringern und das Risiko für psychische Auffälligkeiten erhöhen«, so das Zitat von Ulrike Ravens-Sieberer, Leiterin der Studie und der For­schungsgruppe »Child Public Health« der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psy­chotherapie und -psychosomatik des UKE«.

Mega stolz nach Abschluss

Wie Sylvia Eisert am Mittwochabend berichtete, haben alle vier Mädchen ihre Arbeit vollendet und sind sehr stolz auf das Ergebnis. Gut gemacht und herzlichen Glückwunsch!

Autor:

Ruth Weitz aus Obernburg am Main

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