Opernprojekt Carmen zum 25. Geburtstag der Musikschule Obernburg

Claudia Appiani als Micaela und Lucie Schneider als Carmen.
  • Claudia Appiani als Micaela und Lucie Schneider als Carmen.
  • Foto: Musikschule Obernburg
  • hochgeladen von Ruth Weitz

Im Jubiläumsjahr zum 25-jährigen Bestehen Obernburger Musikschule haben sich die Schüler und Lehrer ein besonderes Projekt vorgenommen. Es ist die Aufführung von George Bizets Oper „Carmen“. Karten im Vorverkauf gibt es bereits seit Schulbeginn im Sekretariat der Musikschule. Die Premiere ist am Samstag, 8. November, ab 19 Uhr, die zweite Aufführung am Sonntag, 9. November, ab 18 Uhr in der Obernburger Stadthalle.

Wie in den vergangenen Jahren auch übernimmt Musikschulleiter Holger Blüder die musikalische Gesamtleitung und das Dirigat des Orchesters. Auch die Regie bleibt in den bewährten Händen von Claudia Appiani, Sopranistin und Musikpädagogin, die unter anderem an der Musikschule Obernburg Gesang unterrichtet. Die Kulissen werden von dem Obernburger Künstler Joachim Weissenberger angefertigt. Die musikalischen Proben und das so genannte Vocal-Coaching haben im Januar in Frankfurt begonnen. Gemeinsam mit Appiani, die als Micaëla auf der Bühne stehen wird, haben die Solisten die Partien erarbeitet. Bis auf drei Ausnahmen handelt es sich bei den Mitwirkenden um Schüler aus ihren Gesangsklassen in Obernburg, Bad Homburg und Oberursel. 13 ihrer Schülerinnen aus Deutschland und der Schweiz wirken darüber hinaus als szenischer Chor mit Sängern des von Holger Blüder geleiteten Chors „Intakt“ mit. Für die Rolle des Don José wurde der in Würzburg lebende mexikanische Tenor Omar Garrido engagiert. Geprobt wird derzeit einmal wöchentlich in der von Claudia Appiani und Lucie Schneider gegründeten Opernwerkstatt Frankfurt.

Bereits Ende August waren die Arien und Szenen bis zum dritten Akt eingeübt. Der in Frankfurt lebende Dozent Hans-Martin Scholder arbeitet als Coach mit den Sängersolisten. In der Rolle als Carmen wird die Koloratur-Sopranistin Lucie Schneider zu hören sein. Eine Besonderheit, denn diese Partie wird in der Regel von Mezzosopranistinnen gesungen. Claudia Appiani sagt: „Ich habe bewusst eine lyrische Stimmfarbe für diese Rolle gewählt, um der stimmlichen Interpretation Carmens einen jugendlich-frischen Klang zu verleihen, der sich von der sonst üblichen Darstellung abheben soll.“ Die Musikpädagogin ist davon überzeugt, dass der Charakter Carmens durch die Sopranstimme lieblicher wird, ihre Zerrissenheit dagegen in der schauspielerischen Leistung Ausdruck findet. „Ich verspreche mir eine interessante Mischung in der Verkörperung der Rolle“, sagt Appiani.

Weitere Infos zur Musikschule Obernburg auf der Internetseite www.musikschule-obernburg.de

Autor:

Ruth Weitz aus Obernburg am Main

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