Glaubhaft
„Junge Union will Rentenpaket blockieren“
- Kreisvorsitzender Wolfgang Winter fordert eine Rente für alle,eine Rente zum Leben,und keine Luxuspensionen für Politiker(innen).
- Foto: ÖDP
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„Junge Union will Rentenpaket blockieren“
Die Junge Union (JU) möchte das geplante Rentenpaket verhindern, jetzt kurz bevor es
im Bundestag verabschiedet werden soll. Die dabei vorgetragenen Argumente gegen die
Vereinheitlichung der Mütterrente sind vor allem in der aktuellen finanziellen Haushaltslage
durchaus nachvollziehbar. Peinlich ist es trotzdem, denn hier handelt es sich ja um eine
Herzensangelegenheit der CSU, die somit von der eigenen Fraktion torpediert wird. Außerdem
lehnen die 18 Abgeordneten der JU das Rentenpaket mit der Begründung ab (so steht es zumindest
im Beitrag), Ministerin Bas würde das Rentenniveau über 2031 hinaus nicht antasten wollen. Da tut
man ihr aber Unrecht, denn nach 2031 werden die Rentenkürzungsfaktoren durch das Auslaufen der
Haltelinie in jedem Fall greifen und somit das Rentenniveau absenken. Bas will dagegen in
Wirklichkeit lediglich, dass es keine Nachholung der bis 2031 aufgelaufenen prozentualen
Rentenkürzungsfaktoren geben soll, um zusätzliche starke Belastungen für die Rentenempfänger zu
vermeiden, die sich allerdings wiederum die JU wünscht. Auch wenn meine Meinung dazu manchen
Bürgern wohl nicht gefällt, halte ich sie nicht zurück: alle Forderungen von Parteien, Politikern,
Ökonomen, Medienvertretern und sonstigen „Experten“ nach einseitigen (!) Belastungen der Rente,
verbunden mit der Begründung der demographischen Entwicklung, sind in hohem Maß ungerecht.
Hierzu verweise ich auch auf die Selbstverpflichtung der Bundesregierung aus dem Jahr 2004, alle
Rentenkürzungsmaßnahmen wirkungsgleich auf die Pensionen zu übertragen, was bislang jedoch
nicht erfolgt ist. Dieser Lug und Betrug an den Rentenempfängern darf nach 2031 nicht auch noch
weiter ausgebaut werden. Wenn die JU eine generationengerechte Politik fordert, was ihr gutes
Recht ist, sollte sie doch bitte auch für Generationengerechtigkeit zwischen den verschiedenen
Altersversorgungssystemen eintreten. Sonst ist sie nicht glaubwürdig.
Autor:wolfgang winter aus Sulzbach a.Main |
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