Inflation
Rente mit absolut lächerlichen 0,28 %

Rente

Laut Bundesarbeitsministerium können Westrentner in den nächsten 2 Jahren evtl. ca. 10 % mehr
Rente erhalten. Allerdings ist 2024 wieder mit einer Nullrunde zu rechnen, genau wie in diesem Jahr.
Das ergibt für die 4 Rentenanpassungen von 2021 bis 2024 im Schnitt ca. 2,5 % Erhöhung, bei einer
Inflationsrate in wohl gleicher Höhe, sodass sich bei der Kaufkraft für die Rentner voraussichtlich
lediglich ein Nullsummenspiel ergeben wird. Das erwähnt Frau Göbel leider nicht. Des Weiteren
behauptet sie, dass die Groko den Generationenvertrag einseitig zu Lasten der Jüngeren geändert
hat, da der Nachholfaktor ausgesetzt wurde. Dabei verschweigt sie wiederum, dass die von ihr
erwähnte Begünstigung der Rentner:innen in der Corona- Krise nur auf die Rentengarantie zutrifft,
die sie aber merkwürdigerweise nicht kritisiert. Das dürfte damit zusammenhängen, dass es hier nur
um 0,28 % unterlassene Rentenabsenkung in diesem Jahr geht, also fast vernachlässigbar. Diese
Rentengarantie ist in jedem Fall eine unsolidarische und systemwidrige Regelung, die wir Rentner nie
gefordert haben. Da diese befristete Begünstigung bei der Rente mit absolut lächerlichen 0,28 % für
die Autorin allerdings eine vergleichbare Bedrohung der Freiheit der Jungen entsprechend dem
Klimawandel darstellt, kann das Klimaproblem zwangsläufig keine allzu große Herausforderung
darstellen. Ganz so einfach wird es damit aber wohl nicht werden. Frau Göbel sollte besser beim
eigentlichen Thema bleiben und sich dafür einsetzen, dass die ungerechte Rentengarantie endlich
wieder abgeschafft wird, und zudem ihre Forderung an die Politik, „sich ernsthaft um eine gerechte
Verteilung der demografischen Kosten zu bemühen“ mit konkreten Aussagen unterfüttern. Dazu
würde nämlich z.B. gehören, dass die demografischen Kosten nicht vom Rentner mit 5 Kindern
verursacht werden, sondern von allen (!) kinderlosen Erwachsenen in unserem Land, egal ob
Rentner, Pensionär, Parlamentarier oder Selbständiger. Nachdem diese auch noch von ihrer
Kinderlosigkeit finanziell profitieren, müssten sie eine solidarische Zusatzabgabe leisten, mit der die
Kosten der Demografie in unserer Gesellschaft zu finanzieren sind, anstatt dafür pauschal alle
Rentenempfänger heranzuziehen, einschließlich Rentner mit 5 Kindern. Die bisherige Praxis der
einseitigen Rentenkürzungsfaktoren, die zum Ärger von Frau Göbel bis 2025 nicht nachgeholt werden
können, steht auf jeden Fall im krassen Widerspruch zu der von ihr an die Politik gerichteten
Forderung nach einer „gerechten Verteilung“ der demografischen Kosten! Da fehlt wohl einigen bislang jegliche Einsicht.

Autor:

wolfgang winter aus Sulzbach a.Main

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