Projektstart: „Selber.Machen."
„Handwerk macht Schule“ bringt Jugendliche in die Werkstatt
- hochgeladen von Joachim & Susanne Schulz Stiftung
Mit einem praxisnahen Ansatz startet 2026 das neue Projekt „Selber.Machen. – Handwerk macht Schule“ in Mittel-, Gemeinschafts- und Hauptschulen der Region. Initiiert von der Joachim & Susanne Schulz Stiftung arbeiten Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 und 8 gemeinsam mit lokalen Unternehmen und Handwerksbetrieben an eigenen Bauprojekten für ihre Schulen.
Im Mittelpunkt steht dabei das eigene Tun: Insgesamt sechs Projektteams aus dem Landkreis Miltenberg und dem Neckar-Odenwald-Kreis entwickeln und fertigen Werkstücke für ihre Pausenhöfe – von Bewegungs- bis hin zu Spiel- und Entspannungselementen. Begleitet werden sie von Unternehmen und Handwerksbetrieben, die als Projektpate Planung und Umsetzung unterstützen.
Gelungener Auftakt bei OSWALD Elektromotoren GmbH
Den Auftakt der Projektwochen machte die Mittelschule Miltenberg in Kooperation mit OSWALD Elektromotoren GmbH und der Zimmerei Weimer. Für die neun teilnehmenden Jugendlichen begann die Projektphase mit der Holzbearbeitung in Eichenbühl. Anschließend ging es in die Werkhallen der OSWALD Elektromotoren GmbH, wo direkt an einem konkreten Projekt gearbeitet wurde: dem Bau von vier Sitzbänken für das Schulgelände. Besonders das praktische Arbeiten kam bei den Jugendlichen gut an. „Schweißen macht am meisten Spaß“, lautete das einhellige Fazit der hochmotivierten Gruppe, die mit großem Engagement bei der Sache war. Der direkte Einblick in die Arbeitswelt und das eigenständige Umsetzen von Ideen standen dabei im Vordergrund.
Nachwuchs fördern – Perspektiven schaffen
Das Projekt reagiert auf ein zentrales Problem des Handwerks: den Fachkräftemangel. Ziel ist es, frühzeitig Begeisterung für handwerkliche Berufe zu wecken und Talente sichtbar zu machen. Vorständin Ina Weimer von der Stiftung erklärt: „Wir wollen jungen Menschen zeigen, wie viel Kreativität, Können und Zukunft im Handwerk steckt. Wer selbst etwas erschafft, entwickelt Stolz, Selbstvertrauen – und vielleicht auch eine berufliche Perspektive.“
Auch die beteiligten Unternehmen profitieren vom Austausch mit potenziellen Nachwuchskräften. Jörg Götzinger, Leiter des Ressorts Ausbildung, betont „Für uns ist das eine Investition in die Zukunft. Wir möchten Jugendlichen zeigen, wie vielseitig technische Berufe sind – und ihnen die Möglichkeit geben, sich praktisch auszuprobieren.“ OSWALD Elektromotoren GmbH engagiert sich darüber hinaus stark in der Ausbildung, etwa im Bereich Industriemechaniker oder Elektroniker für Maschinen- und Antriebstechnik.
Werkschau am 19. Juli in Amorbach
Ein besonderer Höhepunkt des Projekts wird die Werkschau am 19. Juli sein. Auf dem Gelände der Villa Schulz in Amorbach präsentieren die Projektteams im Rahmen eines MINT-Erlebnistages ihre fertigen Bauwerke der Öffentlichkeit. Die Veranstaltung bietet nicht nur Einblicke in die Ergebnisse der Projektarbeit, sondern lädt auch kleine und große Besucher zum Mitmachen ein. Besucherinnen und Besucher können die Vielfalt handwerklicher Tätigkeiten in der Forscherwerkstatt der Stiftung erleben und für die kleinen Gäste stehen zahlreiche Experimentierstationen zum Ausprobieren bereit.
Das Projekt ist Teil des Clusters „MINT im Odenwald“, das seit 2014 die Förderung von Kindern und Jugendlichen in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik vorantreibt und durch Mittel des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSJ) unterstützt wird.
Seit 2014 setzt sich die Stiftung mit großem Engagement für die Förderung von Kindern und Jugendlichen im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) ein. Durch den Aufbau des Clusters „MINT im Odenwald“ widmet sich die Stiftung gemeinsam mit der Gemeinde Mudau und der Firma OKW Gehäusesysteme GmbH insbesondere der Stärkung handwerklicher Fähigkeiten bei Jugendlichen aus dem nicht-gymnasialen Bereich.
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