Bürgstadter Sebastianus-Bruderschaft feiert ihren Patron - Festprediger ist Pfarrvikar Winter

Als römischer Legionär in voller Rüstung mit Pfeilen in der Hand ist der hl. Sebastian in der Bürgstadter Pfarrkirche dargestellt. Die außergewöhnliche Tragefigur wurde um 1890 vom Bürgstadter Bildhauer Anton Speth geschaffen, dem Robert Hofmann Modell stand.
  • Als römischer Legionär in voller Rüstung mit Pfeilen in der Hand ist der hl. Sebastian in der Bürgstadter Pfarrkirche dargestellt. Die außergewöhnliche Tragefigur wurde um 1890 vom Bürgstadter Bildhauer Anton Speth geschaffen, dem Robert Hofmann Modell stand.
  • hochgeladen von Markus Schmitt

Bürgstadt. Am Wochenende 21.-23. Januar 2017 feiert die Bürgstadter Sebastianus-Bruderschaft wieder das Fest ihres Patrons. Die schon länger bestehende Gebetsgemeinschaft zu Ehren des Märtyrers wurde im Jahr 1515 offiziell errichtet, um den Zusammenhalt unter den Gläubigen zu stärken und das Gebet für die Verstorbenen zu pflegen. 1608 kam noch die Bitte um Abwendung der Pest und anderer ansteckender Krankheiten hinzu.
Bereits 1603 würdigte der damalige Papst Clemens VIII., dass die Mitglieder „in gottseligen Liebeswerken gegenseitig sich üben“. Das tut die Bruderschaft bis heute mit dem 2013 gegründeten Sozialfonds „Sankt Sebastian – Hilfe für den Nächsten“.

Beichte am Samstag, Hochamt und Festandacht am Sonntag

Die dreitägigen Feierlichkeiten werden alljährlich um den kirchlichen Gedenktag Sebastians, den 20. Januar, begangen.
Den Auftakt bildet die Beichtgelegenheit am Samstag, dem 21. Januar, von 16 Uhr bis 17 Uhr mit einem auswärtigen Beichtvater.
Im Hochamt am Sonntag, den 22. Januar, um 10 Uhr wird auch der lebenden und verstorbenen Mitglieder des Schützenvereins gedacht, dessen Patron der Heilige wegen seines Martyriums durch Pfeile ist. Zelebrant und Festprediger ist in diesem Jahr Pfarrvikar Bernd Winter.
Beim Umgang während des Hochamtes wird traditionell die Statue des heiligen Sebastian von der Freiwilligen Feuerwehr mitgetragen. Das Besondere an dieser Bürgstadter Darstellung ist, dass der Heilige hier nicht, wie gewohnt, nackt an einen Baum gebunden und von Pfeilen durchbohrt dargestellt ist, sondern in voller Rüstung eines römischen Legionärs mit den Pfeilen in der Hand. Diese außergewöhnliche Figur wurde um 1890 vom einheimischen Bildhauer Anton Speth (1851-1896) geschaffen, dem der Bürgstadter Robert Hofmann Modell stand. Während der Sebastianus-Feierlichkeiten steht sie im Altarraum der Pfarrkirche.
Bei der Festandacht am Sonntagnachmittag um 17 Uhr werden die Namen aller im vergangenen Jahr verstorbenen Bruderschaftsmitglieder verlesen.

Brudermontag mit Neuaufnahme

Am darauffolgenden Montag – diesmal dem 23. Januar – wird seit alters her die Bruderschaft gehalten. Nach alter Bürgstadter Tradition schenkt an diesem sog. „Brudermontag“ jeder Bruder seiner Schwester eine Breze. Eine solche „Bruderbreze“ wird auch den kranken Bruderschaftsmitgliedern ins Haus gebracht, die im Laufe des Tages besucht werden.
Um 19 Uhr zelebriert Pfarrvikar Winter die hl. Messe für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder der Bruderschaft mit Opfergang. Während dieses Gottesdienstes erfolgt auch die Neuaufnahme in die Bruderschaft, zu der die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen, aber auch Interessierte jeglichen Alters herzlich eingeladen sind. Zur Anmeldung liegen in der Kirche die Bruderschaftsbüchlein auf, die bis Freitag, den 20. Januar, mit Namen versehen in der Sakristei abgegeben oder im Briefkasten am Pfarrhaus eingeworfen werden können.
Anschließend findet die Bruderschaftsversammlung im Pfarrsaal statt, bei der mit Brudermeister Michael Schmitt über Belange der Bruderschaft gesprochen wird. Weitere Programmpunkte sind der Rechenschaftsbericht des Sozialfonds „Sankt Sebastian – Hilfe für den Nächsten“ und ein kurzer Bericht von Frau Kraft aus Miltenberg über den Martinsladen, der von diesem Fonds unterstützt wird.

Autor:

Markus Schmitt aus Bürgstadt

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