Vom Kneippen bis zum Winterbaden
Kältereiz mit Power
- hochgeladen von BKK Akzo Nobel Bayern
Wer gesund und fit durch die kalte Jahreszeit kommen möchte, kann seine Abwehrkräfte unterstützen – mit Bewegung, frischer Luft sowie gezielten Wärme- und Kältereizen, etwa Wechselduschen, Saunagängen oder sogar einem kurzen Eisbad.
Eintauchen in den eiskalten See? Vielen läuft es allein beim Gedanken daran kalt den Rücken hinunter. Dennoch hat sich die finnische Tradition auch hierzulande zum Trend entwickelt. Dahinter steckt ein klarer Effekt: Starke Kältereize fordern den Körper heraus, trainieren die Gefäße und aktivieren das Immunsystem. Kurz gesagt: Nach dem Schockreiz läuft das Abwehrsystem auf Hochtouren.
Wie Eisbaden wirkt
Beim Eintauchen in eiskaltes Wasser ziehen sich die Blutgefäße schlagartig zusammen. Das Herz pumpt schneller, die Durchblutung der inneren Organe steigt, und sobald man das Wasser wieder verlässt, weiten sich die Gefäße erneut. Dieser Wechselreiz regt das Immunsystem an, aber auch Kreislauf und Stoffwechsel. Zudem wird die Ausschüttung von Glückshormonen gefördert, und langfristig kann die Stressresistenz verbessert werden. Menschen, die regelmäßig Eisbaden, berichten zudem von besserem Schlaf und einem klareren Kopf.
Worauf sollten Sie achten?
Eisbaden ist ein starkes Reiztraining und nicht für jeden geeignet. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder Atemwegsproblemen sollten vorher ärztlichen Rat einholen. Für Einsteiger gilt: langsam starten, zum Beispiel mit kalten Duschen oder Wadenbädern, und sich allmählich an längere Kältephasen herantasten.
Regeln fürs Winterbaden:
• Nie allein ins Eisbad gehen; zumindest am Ufer sollte eine Begleitung warten.
• Den Körper vorher unbedingt aufwärmen.
• Anfangs nur wenige Sekunden im Wasser bleiben, später bis maximal zwei Minuten ausdehnen.
• Der Kopf muss immer trocken und warm bleiben; am besten Mütze tragen.
• Danach aufwärmen durch schnelles Gehen, warme Kleidung und heißen Tee.
Aktivierung der Abwehrkräfte
Gut zu wissen: Wer nicht Eisbaden möchte, kann trotzdem ähnliche Effekte erzielen. Kalte Duschen oder Kneipp-Anwendungen regen ebenso die Abwehrkräfte an, etwa Wassertreten in kaltem Kneippbecken. Oder Sie können zu Hause Wechselgüsse an den Armen und Beinen durchführen, die den Blutfluss anregen.
Regelmäßige Bewegung
Kombinieren Sie diese Maßnahmen am besten mit Spaziergängen in der klaren Winterluft. Wer sich regelmäßig draußen bewegt, tankt Sauerstoff und Tageslicht und steigert die Widerstandskraft gegen Erkältungsviren. Bereits 30 Minuten schnelles Gehen oder tägliches Radfahren genügen, um Kreislauf und Abwehrzellen zu mobilisieren.
Durch Bewegung entsteht Wärme; Haut und Atemwege spüren draußen aber trotzdem die Kälte. So muss sich das Herz-Kreislauf- und Atemsystem anpassen. Kondition und Fitness werden trainiert und zugleich die Abwehrkräfte gestärkt. Studien zeigen, dass regelmäßige moderate Bewegung Entzündungswerte im Körper senkt und so das Risiko für Infektionen reduziert.
Sport in der Kälte
Ob Walken, Joggen oder Wintersportarten wie Langlauf oder Eisstockschießen: Bei Temperaturen bis etwa –10 °C ist Bewegung im Freien für gesunde Menschen unproblematisch. Voraussetzung ist jedoch, dass Sie einige Vorsichtsmaßnahmen beachten:
• Tragen Sie mehrere Schichten Kleidung – das hält warm und verhindert Überhitzung.
• Wärmen Sie sich etwas länger auf als üblich.
• Starten Sie langsam und steigern Sie das Tempo erst nach einigen Minuten.
• Vermeiden Sie Spitzenbelastungen – Herz, Kreislauf und Atemwege sind in der Kälte stärker gefordert.
• Atmen Sie möglichst durch die Nase, damit die Luft angewärmt und befeuchtet wird.
Saunagänge: Heiß-kalt fürs Immunsystem
Nicht nur Kälte, auch Wärme kann das Abwehrsystem pushen: Regelmäßige Saunagänge belasten Herz und Gefäße ähnlich wie Ausdauersport, fördern die Durchblutung und stärken die Anpassungsfähigkeit des Körpers. Besonders effektiv ist der Wechsel von heiß zu kalt – also Sauna, kalte Dusche, Ruhepause.
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