Polizeibericht
Von Schlüsseldienstmitarbeiter betrogen

Pressebericht des PP Unterfranken vom 23.04.2019

MAINASCHAFF, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Samstagabend musste ein 67-Jähriger auf die Dienste eines Schlüsseldienstes zurückgreifen. Der Mitarbeiter täuschte den Auftraggeber und erlangte somit rund 1.800 Euro für den Austausch eines Schließzylinders. Die Kripo ermittelt und sensibilisiert die Bevölkerung.

Als sich ein 67-Jähriger am frühen Samstagabend versehentlich aus seiner Wohnung ausgesperrt hatte blieb ihm nichts anderes mehr übrig, als auf das Angebot eines Schlüsseldienstes zurückzugreifen. Nach knapp über einer Stunde Wartezeit traf ein Schlüsseldienstmitarbeiter ein und begann damit, den Schließzylinder auszutauschen. Der Kostenvoranschlag betrug 600 Euro.

Nachdem die Türe offen und das Schloss getauscht war, stellte der Schlüsseldienstinhaber die Rechnung in Höhe von knapp 1.500 Euro. Der Anwohner wollte die überteuerte Rechnung mit seiner EC-Karte begleichen und wies eine Überweisung am mobilen Terminal des Schlüsseldienstes an. Der Mitarbeiter gab allerdings vor, dass die Übermittlung abgebrochen wurde. Der Kunde holte daraufhin 325 Euro Bargeld von der Bank und übergab diese dem Rechnungssteller, der sich im Anschluss verabschiedete.

Erst später stellte der Geschädigte anhand seiner Kontoauszüge fest, dass die knapp 1.500 Euro doch abgebucht wurden und wand sich daraufhin an die Polizei.

Die Kriminalpolizei Aschaffenburg übernahm die Ermittlungen wegen Betruges gegen den Schlüsseldienst.

Die unterfränkische Polizei nimmt diesen Fall zum Anlass, um einige Verhaltenstipps im generellen Umgang mit Schlüsseldiensten zu geben:
• Unseriöse Firmen täuschen oft vor, örtlich ansässig zu sein. Erfragen Sie beim Erstkontakt mit der Firma deshalb, von wo aus der Mitarbeiter anfährt und wie hoch die Anfahrtskosten in etwa sein werden
• Holen Sie wenn möglich einen Zeugen, wie Bekannte oder Nachbarn hinzu, während der Mitarbeiter bei Ihnen ist
• Beauftragen Sie zunächst nur die Öffnung der Tür und keine weiteren Leistungen wie etwa den Einbau eines neuen Schlosses. Vereinbaren Sie wenn möglich einen verbindlichen Festpreis
• Unterschreiben Sie keine ungeprüften Auftragsformulare und verlangen Sie im Anschluss in jedem Fall eine Rechnung, auf der alle Positionen einzeln aufgelistet sind
• Rufen Sie die Polizei, wenn Sie genötigt oder unter Druck gesetzt werden oder die Rechnungshöhe einer Firma völlig außer Verhältnis steht

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