Im Bann des Smartphones

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Am Freitag, den 13.4., fand in der Aula der Theresia Gerhardinger Realschule in Amorbach eine Aufführung des Stücks „Online“ statt, in dem die Gefahr für viele junge Leute, sich von ihrem Smartphone beherrschen zu lassen, thematisiert wird.
Die beiden jungen Darstellerinnen Michaela und Sara spielen die drei Rollen sehr lebensnah und vor allem engagiert und überzeugend.
Zum Inhalt:
Jule altes Handy ist nicht leistungsstark, daher bekommt sie von ihrer Mutter zum Geburtstag das neueste heiß ersehnte Smartphone mit allen Raffinesse, die sich ein Teenager nur wünschen kann. Sie erhält Zugriff auf Spiele- und Netzwerkportale, fühlt sich wichtig und im Mittelpunkt. Das Immer-Online-Sein macht aus dem lebensfrohen Mädchen, das gerne mit seiner Band probt, eine „I-Phonia“. So nennt die beste Freundin Elli Jule in einer Szene. Reale Menschen, die Familie und Freunde geraten in den Hintergrund, die Schule wird zur Nebensache. Jule tappt in Abo-Fallen, schießt ständig Selfies macht zweifelhafte Männerbekanntschaften und kapselt sich total ab, bis hin zur Vernachlässigung ihrer äußeren Erscheinung. Schließlich geht auch die Freundschaft mit Elli in die Brüche, so dass die Mutter als letzten Ausweg eine Therapie für die Tochter beantragt.
In der Schlussszene wird wie in einer Vision in die Zukunft gezeigt, dass Kule zurückfindet aus ihrer Sucht ins reale Leben und mit ihrer Freundin wieder Kontakt aufnimmt.
Der Weimarer Kulturexpress, eine freies Jugendtheater im Tourneebetrieb, war schon mehrfach zu Gast in der TGA und bot auch mit dieser Aufführung den Schülern die Gelegenheit, ihre eigenes Verhalten, in diesem Fall die Mediennutzung, zu überdenken und die gerade sehr aktuellen Gefahren, die von Social Media ausgehen, zu erkennen. In einer anschließenden recht lebhaften Diskussion mit dem Publikum, unseren 5. und 6. Klassen, wurden eigene Erfahrungen, Meinungen und vor allem Lösungswege aus der Abhängigkeit besprochen. Aber auch Fragen zum Beruf des Schauspielers konnten gestellt werden.
Ein herzliches Dankeschön an den Weimarer Kulturexpress und auf Wiedersehen in den nächsten Jahren.
-HR

Autor:

Lorenz Graf aus Amorbach

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