Umweltbildung an der TGRS AMorbach
Von der Kompostierung bis zur Sickerwasseraufbereitung
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Im Rahmen des Unterrichts besuchten zwei 9. Klassen der Theresia Gerhardinger Realschule die Kreismülldeponie Guggenberg, um die Abläufe der Abfallwirtschaft im Landkreis Miltenberg und deren Herausforderungen kennenzulernen.
Nach der Ankunft führte der Weg zunächst in die Kompostierungsanlage, die bereits 1996 in Betrieb genommen wurde. Dort erhielten die Jugendlichen einen anschaulichen Einblick über die unterschiedlichen Stadien der Kompostbildung – vom frischen Bioabfall bis zum fertigen, nährstoffreichen Kompost. Der Blick und „Riecher“ in eine Rottebox, das Herzstück der Kompostierung, bedarf allerdings ein wenig Mut.
Anschließend ging es weiter auf die eigentliche Deponie, die seit 1989 betrieben wird. Die Gruppe bestieg den Deponiekörper, der von den genehmigten 720.000 m³ bislang rund 350.000 m³ umfasst. Nach dem Auf und Abstieg über den Deponieberg führte ein Rundgang um das Gelände, bei dem der Aufbau der Bodenabdichtung detailliert erklärt wurde – ein zentrales Element zum Schutz von Boden und Grundwasser.
Ein weiterer Programmpunkt war die Deponiesickerwasseraufbereitungsanlage, in der die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie belastetes Sickerwasser gereinigt und umweltgerecht behandelt wird.
Zum Abschluss besichtigte die Gruppe die Sammelstellen der insgesamt 29 unterschiedlichen Abfallarten. Dabei wurde deutlich, wie wichtig richtige Mülltrennung für Recyclingprozesse und Ressourcenschonung ist. Ein besonderes Highlight bildete das Wiegeprotokoll des gesamten Exkursionsteams auf der großen LKW Waage. Zum Glück gab es erst danach für jeden eine Brezel und Getränke zur Stärkung.
Während dieser ausführlichen Führung erklärte Frau Strüber vom Landratsamt Miltenberg anschaulich, welche Bedeutung eine korrekte Mülltrennung für Umwelt, Klima und regionale Entsorgungssysteme hat. Der Besuch verdeutlichte, wie wichtig verantwortungsbewusstes Handeln im Alltag ist und dass jede einzelne Person zur Reduzierung von Müll beitragen kann und sollte.
Der Besuch bot den Jugendlichen einen umfassenden, praxisnahen Einblick in die vielfältigen Aufgaben der Abfallwirtschaft und stärkte das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln – ein zentrales Anliegen der schulischen Umweltbildung.
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