Kauf nicht gleich ein Halloweenkostüm: 12 KI-Verwandlungen mit großem Auftritt vor der Kamera

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Für eine zweistündige Halloweenparty im Netz eine Perücke kaufen, die am Hals kratzt, das Gesicht mit Kunstblut schminken und hinterher ewig zum Abschminken brauchen. Dann öffnest du Discord oder Zoom, und deine Freunde sehen nur ein handtellergroßes Videofenster. Dein sorgfältig zusammengestelltes Kostüm schafft es überhaupt nicht ins Bild.

Wenn dieses Jahr vor allem Videochats, Spieleabende oder Onlinepartys anstehen, probier doch mal etwas anderes: Wechsle zuerst dein Gesicht gegen eine Monsterfratze aus, ohne dich umzuziehen.

Anders als bei Halloweenfiltern, mit denen man nur ein Foto macht, liegt der Spaß beim KI-Gesichtstausch in Echtzeit darin, dass er deine Bewegungen mitmacht. Du ziehst eine Augenbraue hoch, und der Vampir im Bild reagiert ebenfalls. Ein Freund bringt dich zum Lachen, und plötzlich kann das eben noch unheimliche Totenkopfgesicht nicht mehr ernst bleiben. Werkzeuge wie LiveFaceSwap AI bringen diese Spielerei vor eine ganz normale Kamera.

Allerdings kommt es auch auf die Figurenwahl an. Nicht jedes Gruselbild eignet sich für einen Gesichtstausch: Wie gut die Figur im Kamerabild erkennbar ist, deine Mimik und ob deine Freunde auf den Gag einsteigen, zählen mehr als ein Bildschirm voller aufwendiger Effekte.

Erste Gruppe: sechs Gruselgesichter für einen überraschenden Auftritt
Sechs KI-Effekte aus echten Bildschirmaufnahmen: Vampir, grüne Hexe, Gothic-Hexe, Zombie, Totenkopf und Mumie

1. Blasser Vampir: Je länger du ernst bleibst, desto gruseliger wird dein Lächeln.

Such dir ein Porträt mit kühlblasser Haut, etwas tiefer liegenden Augen und leicht dunkelroten Lippen. Komm mit unbewegter Miene in den Gruppenchat und sag erst einmal nichts. Wenn jemand fragt: „Hängt dein Bild?“, ziehst du langsam den Mund zu einem Grinsen. Der Reiz des Vampirs liegt nicht unbedingt in den Fangzähnen, sondern in diesem plötzlichen Wechsel von völlig ernst zu unheimlich.

2. Grüne Hexe: Mach den Gruppenchat zum Schauplatz eines Zauberunfalls.

Du kannst zu Beginn ganz ernst verkünden: „Ich werde euch jetzt verzaubern.“ Versprich dich dann absichtlich beim Zauberspruch und lass die anderen ihre Sprüche machen. Achte bei der Auswahl des Referenzbilds nicht nur auf den riesigen spitzen Hut. Wenn die Krempe die Augen verdeckt, eignet sich selbst ein schönes Bild womöglich nicht gut für den Gesichtstausch.

3. Gothic-Hexe in Schwarz: Fällt auch ohne großes Getöse auf.

Schwarzer Lippenstift, kräftige Smokey Eyes und ein etwas kühler Blick: Bei diesem Look musst du nicht ständig Grimassen schneiden. Halte dein Gesicht in der Bildmitte und hebe langsam den Blick zur Kamera. Selbst eine leicht hochgezogene Augenbraue kann schon für die passende Stimmung sorgen. Gut für alle, die nicht auf Komik setzen möchten.

4. Erschöpfter Zombie: Genau richtig, wenn im Gespräch plötzlich dein Name fällt.

Wähle ein Gesicht mit blasser Haut und leerem Blick, dessen Züge aber noch deutlich erkennbar sind. Du musst nicht gleich zu einer übertriebenen Vorlage voller Wunden greifen. Wenn ein Freund plötzlich deinen Namen ruft, bleibst du zunächst mit gesenktem Kopf reglos. Dann hebst du ruckartig den Kopf und legst ihn etwas schief. „Ist der gerade wieder auferstanden?“ sorgt für mehr Theater, als einfach nur ein gruseliges Gesicht zu zeigen.

5. Schwarz-weißes Totenkopfgesicht: Ideal für eine Nicht-lachen-Challenge.

Eine Totenkopfbemalung mit starken Kontrasten an Augenhöhlen und Nasenbein bleibt auch im kleinen Videokonferenzfenster erkennbar. Lass alle reihum schlechte Witze erzählen und versuche mit deinem Totenkopfgesicht krampfhaft, nicht zu lachen. Je angestrengter du die „Aura des Todes“ aufrechterhältst, desto komischer wird es, wenn du doch losprustest.

6. Verfluchte Mumie: Mehr Bandagen sind nicht automatisch besser.

Bei der Mumie in der Aufnahme ist der Mund vollständig umwickelt, nur die Augen sind frei. Das wirkt sehr unheimlich, eignet sich aber nicht für eine Darbietung mit übertrieben breitem Lächeln. Lass sie langsam den Kopf drehen, näher an die Kamera kommen und dann sagen: „Das Siegel ist gebrochen.“ Schon ist die Stimmung da. Wenn deine Freunde viele verschiedene Gesichtsausdrücke erkennen sollen, wähle lieber eine Figur mit mehr freiem Gesicht.

Zweite Gruppe: sechs Gesichter für düstere Looks und lockeren Quatsch
Sechs KI-Effekte aus echten Bildschirmaufnahmen: Dämon, dunkler Elf, kunstvoller Totenkopf, neongrünes Monster, weißer Bettlakengeist und Gothic-Make-up

7. Unheimliches Dämonen-Make-up: Spiel einmal den „Personalchef aus der Hölle“.

Ein kreidebleiches Gesicht mit roten und schwarzen Mustern wirkt schon aus der Entfernung einschüchternd. Veranstalte ein einminütiges Monster-Bewerbungsgespräch und lass deine Freunde erklären, warum sie für die Dämonenfirma geeignet sind. Denk daran: Beim Gesichtstausch verändert sich hauptsächlich das Gesicht. Die riesigen Hörner und der Umhang aus dem Referenzbild erscheinen möglicherweise nicht mit. Mach deine Szene deshalb nicht von diesen Accessoires abhängig.

8. Dunkler Elf: Für völligen Unsinn mit todernster Miene.

Wichtiger als ein aufwendiger Waldhintergrund ist ein Elfenporträt mit klaren Gesichtszügen und unverwechselbarem Make-up. Verhänge dann in besonders ernstem Ton einen „Waldfluch“ über deine Freunde: Zum Beispiel muss heute Abend jeder nach einer verlorenen Spielrunde ein Tier nachmachen. Ein schönes Gesicht mit absurden Sätzen sorgt für den gewünschten Kontrast.

9. Prächtiger Zuckerschädel: Mach aus einem coolen Gesicht eine komische Figur.

Dieser kunstvoll bemalte Totenkopflook ist optisch vom mexikanischen Tag der Toten inspiriert. Im Mittelpunkt stehen die auffälligen Muster um die Augen und die Farben. Er eignet sich besonders gut für ein Mimik-Kettenspiel: Die erste Person setzt einen kühlen, unnahbaren Gesichtsausdruck auf, die nächste sagt etwas völlig Absurdes. Mal sehen, ob das Totenkopfgesicht dann noch ernst bleiben kann.

10. Neongrünes Monster: Zuständig dafür, die Gruselstimmung zu sprengen.

Leuchtend grüne Haut und übertriebenes Augen-Make-up lassen die Figur auf den ersten Blick wie aus einem Monstercomic wirken. Lass sie die „Schicksalsprognose für heute Abend“ moderieren: Wer fliegt als Erster aus der Verbindung, und wer vergisst, das Mikrofon einzuschalten? Sie sieht furchterregend aus und erzählt dabei völlig ernst belanglosen Quatsch. Genau das macht den Effekt aus.

11. Weißer Bettlakengeist: Mach die fehlende Mimik selbst zum Witz.

In der Aufnahme wird dieses Gesicht zu einem weißen Bettlakengeist mit zwei schwarzen Augenlöchern. Weder ein Lächeln noch eine hochgezogene Augenbraue ist zu sehen. Also keine Mimik-Challenge, sondern langsam vom Bildrand ins Kamerabild schweben. Wenn ein Freund fragt, warum du nichts sagst, antwortest du: „Ich war doch die ganze Zeit hier.“ Dieser Look erzeugt Stimmung durch Umriss und Bewegung, nicht durch das Spiel mit den Gesichtszügen.

12. Alltägliches Gothic-Make-up: Für alle, die Halloween mitmachen möchten, ohne zum Monster zu werden.

Ein etwas markanterer Lidstrich, dunkle Lippen und deutlich betonte Gesichtskonturen stehlen nicht so sehr die Show wie ein Zombie. Dafür passen sie gut in die Ecke eines Plauderstreams oder eines Spielbildschirms. Der Vorteil: Du musst gar nicht viel spielen. Auch bei ganz normalen Gesprächen kommt Halloweenstimmung auf.

Ich würde nicht alle zwölf Gesichter direkt hintereinander durchlaufen lassen. Wirklich Spaß macht es, drei möglichst unterschiedliche auszuwählen und jedem einen „Grund für seinen Auftritt“ zu geben. Plaudere zum Beispiel zuerst ganz normal als dunkler Elf, verwandle dich in der nächsten Runde in einen Zombie, um deine Freunde zu erschrecken, und wechsle zum Schluss zum neongrünen Monster, das allen die Zukunft vorhersagt.

Warum wirken die Verwandlungen anderer natürlich, während dein Bild irgendwie seltsam aussieht?
So gut die Figur auch gewählt ist: Wenn Kamera und Referenzbild nicht mitspielen, kann aus dem Überraschungsauftritt eine Vorführung technischer Pannen werden. Drei Dinge solltest du dir merken.

Mumie und Vampir aus demselben echten KI-Video zeigen den optischen Unterschied zwischen verdecktem Gesicht und klar erkennbaren Gesichtszügen

*Mumie und Vampir aus derselben Aufnahme: Die eine erzeugt vor allem durch ihr Aussehen Stimmung, der andere eignet sich besser zum Spielen mit Mimik.*

Achte beim Referenzbild zuerst auf die Gesichtszüge und dann auf die Atmosphäre. Ein frontales oder fast frontales Porträt mit deutlich sichtbaren Augen, Nase und Mund eignet sich meist besser als ein Poster voller Requisiten, die das halbe Gesicht verdecken. Sei besonders aufmerksam bei Bildern, auf denen Ponyfransen, Hutkrempen oder Masken die Augen verbergen.

Die Stimmung darf düster sein, dein Gesicht sollte trotzdem Licht bekommen. Du kannst das Zimmerlicht für die Atmosphäre dimmen. Lass aber möglichst etwas weiches Licht auf dein Gesicht fallen. Wenn die Kamera deine Bewegungen gut erkennt, hat die Figur bessere Chancen, deinen wechselnden Gesichtsausdrücken zu folgen.

Langsamer wirkt oft ausdrucksstärker. Du musst vor der Kamera weder wild mit dem Kopf schütteln noch möglichst große Bewegungen machen. Probiere zuerst ein Lächeln, eine hochgezogene Augenbraue und eine Kopfdrehung aus. So siehst du, welches Gesicht am besten zu deinem Spieltempo passt. Gehe auch bei Hüten, Flügeln, Kleidung und Ähnlichem nicht davon aus, dass sie zwangsläufig vollständig ausgetauscht werden.

Diese Monstergesichter machen erst in Bewegung richtig Spaß
Echtzeitbewegungen von Vampir, Zombie und Totenkopf aus der ursprünglichen Halloween-Bildschirmaufnahme

*Die Bilder stammen aus dem tatsächlich aufgenommenen Halloweenvideo.*

Auf einem Standbild lässt sich der Look gut erkennen. Der Charakter einer Figur zeigt sich aber erst in Bewegung. Der Vampir schaut zunächst eiskalt und verliert mit einem Lächeln sofort seine Fassade. Der Zombie legt langsam den Kopf schief und sieht aus, als wäre er gerade aufgewacht. Das Totenkopfgesicht ist eigentlich gruselig genug, wirkt mit deiner ganz normalen Sprechstimme aber auf einmal unerklärlich komisch.

Wenn du es selbst ausprobieren möchtest, such dir in der Halloween-Figurengalerie des Tools ein Gesicht aus, das dir gefällt. Schalte die Kamera ein und probiere ein Lächeln, das Hochziehen einer Augenbraue und eine Kopfdrehung. Welches Gesicht am besten zu dir passt, merkst du, sobald du es in Bewegung siehst.

Für Halloween braucht es nicht unbedingt ein komplettes, aufwendiges Kostüm. Manchmal ist das Lustigste einfach, dass deine Freunde deine vertraute Stimme hören und dabei in ein völlig fremdes Monstergesicht schauen.

Autor:

Maya Bennett aus Aschaffenburg

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