Aus Nilkheim in die Stadt – Markus Kremer meint’s
Tiny-Häuser für Aschaffenburg: Wann kommt das Mini-Haus auf dem Enkelgrundstück?
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Jetzt auch bei uns in der Region: Tiny Houses sollen künftig auf Enkelgrundstücken stehen dürfen – jenen Flächen, die Eigentümer für den Nachwuchs zurückhalten, statt sie zu bebauen. U. a. Stockstadt, Kleinkahl, Großostheim und Niedernberg machen es vor.
Ein kluger Schachzug: Die Grundstücke bleiben in Familienhand, und trotzdem entsteht dringend benötigter Wohnraum. Bei Grundstückspreisen von bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter, wie in Aschaffenburg, wird klassischer Hausbau für viele zur Illusion. Genau hier setzen Tiny Houses an: klein, flexibel, schnell aufgestellt.
Besonders charmant: Warum nicht Großeltern ermuntern, ihr großes Haus aufzugeben und stattdessen in ein Tiny House neben dem Neubau der Kinder und Enkel zu ziehen? So bleibt die Familie beieinander, und ein Einfamilienhaus wird für eine junge Familie frei – ein Gewinn für alle.
Selbst in Aschaffenburg, wo Bauland knapp ist, gibt es noch Luft: Im den Baugebieten Anwandeweg und Rotäcker liegen viele Lücken, die auf Jahre nicht bebaut werden. Der neue Aschaffenburger Stadtrat sollte diesen Schwung nutzen und Tiny Houses in die Wohnraumstrategie aufnehmen – ein kleines Instrument mit spürbarer Entlastungswirkung für den Wohnungsmarkt auch in Aschaffenburg.
Leserbrief veröffentlich im September 2026 im Main-Echo.
Autor:Markus Kremer aus Aschaffenburg |
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