Pfarrer Wöber ist Festprediger bei Bürgstadter Bruderschaft
Sebastiani-Feier in reduzierter Form

Als martialischer römischer Legionär in voller Rüstung mit Pfeilen in der Hand ist der hl. Sebastian in der Bürgstadter Pfarrkirche dargestellt. Die außergewöhnliche Tragefigur wurde um 1890 von Anton Speth geschaffen, dem der Bürgstadter Robert Hofmann Modell stand.
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  • Als martialischer römischer Legionär in voller Rüstung mit Pfeilen in der Hand ist der hl. Sebastian in der Bürgstadter Pfarrkirche dargestellt. Die außergewöhnliche Tragefigur wurde um 1890 von Anton Speth geschaffen, dem der Bürgstadter Robert Hofmann Modell stand.
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  • hochgeladen von Markus Schmitt

Bürgstadt. Am kommenden Wochenende, 16.-18. Januar 2021, feiert die Bürgstadter Sebastiani-Bruderschaft wieder das Fest ihres Patrons. Im Jahr 1515 wurde die schon vorher bestehende Gebetsgemeinschaft zu Ehren des Märtyrers offiziell errichtet, um den Zusammenhalt unter den Gläubigen zu stärken und das Gebet für die Verstorbenen zu pflegen. 1608 kam noch die Bitte um Abwendung der Pest und anderer ansteckender Krankheiten hinzu - ein Anliegen, das gerade jetzt in Zeiten einer erneuten Pandemie wieder besonders aktuell ist.

Deshalb wird auch in diesem Jahr nicht auf die Feierlichkeiten verzichtet, wenn auch einige Einschränkungen in Kauf genommen werden müssen.
Den Auftakt bildet wie immer die Beichtgelegenheit am Samstag, dem 16. Januar, von 16-17 Uhr.
Für das Hochamt am Sonntag, den 17. Januar, um 10 Uhr konnte Pfarrer Christian Wöber aus Amorbach als Zelebrant und Festprediger gewonnen werden. Bei diesem Gottesdienst wird auch der lebenden und verstorbenen Mitglieder des Schützenvereins gedacht, dessen Patron Sebastian wegen seines Martyriums durch Pfeile ist.
Die Statue des Hl. Sebastian wird während der Sebastianus-Feierlichkeiten im Altar-raum aufgestellt sein, der traditionelle Umgang mit dem Allerheiligsten muss aller-dings entfallen. Das Besondere an dieser Bürgstadter Darstellung ist, dass Sebastian hier nicht nackt an einen Baum gebunden und von Pfeilen durchbohrt dargestellt ist, sondern in voller Rüstung eines römischen Legionärs mit den Pfeilen in der Hand. Diese außergewöhnliche Figur wurde um 1890 vom einheimischen Bildhauer Anton Speth (1851-1896) geschaffen, dem der Bürgstadter Robert Hofmann Modell stand.
Bei der Festandacht am Sonntagnachmittag um 17 Uhr mit Diakon Florian Grimm werden von Brudermeister Michael Schmitt die Namen aller im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder verlesen.

Keine Neuaufnahme am Brudermontag

Am darauffolgenden Montag, heuer dem 18. Januar, wird seit alters her die Bruderschaft gehalten. Nach alter Bürgstadter Tradition schenkt an diesem sog. „Bruder-montag“ jeder Bruder seiner Schwester eine Breze. In den letzten Jahren wurde eine solche „Bruderbreze“ auch den kranken und alten Bruderschaftsmitgliedern ins Haus gebracht. Auf Grund der Corona-Beschränkungen kann dies leider nicht durchgeführt werden.
Um 19 Uhr zelebriert Pfarrer Kölbel als Präses der Bruderschaft die hl. Messe für alle lebenden und verstorbenen Mitglieder mit Opfergang. Der Schlusssegen wird mit der Reliquie des hl. Sebastian erteilt, die der Pfarrei vom später in den Dominikanerorden eigetretenen Fürsten Karl zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (1834-1921) geschenkt wurde.
Die Aufnahme neuer Bruderschaftsmitglieder muss diesmal unterbleiben. Auch die anschließende Bruderschaftsversammlung im Pfarrsaal kann nicht stattfinden.

Als martialischer römischer Legionär in voller Rüstung mit Pfeilen in der Hand ist der hl. Sebastian in der Bürgstadter Pfarrkirche dargestellt. Die außergewöhnliche Tragefigur wurde um 1890 von Anton Speth geschaffen, dem der Bürgstadter Robert Hofmann Modell stand.
Am Brudermontag wird der Schlusssegen mit der Sebastians-Reliquie erteilt. Das kleine Knochenstück "aus den Gebeinen des hl. Märtyrers Sebastian" (so die Beschriftung) ist ein Geschenk von Karl Heinrich Fürst zu Löwenstein-Wertheim-Rosenberg (1834-1921), der 1907 als P. Raymundus Maria in den Dominikanerorden eintrat.
Autor:

Markus Schmitt aus Bürgstadt

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