"Open-Sozial" bringt Bürgerinnen und Bürger in den Dialog
Geht doch!

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Auf Einladung der KAB-Initiative „sozial & gerecht“ kamen insgesamt 90 Menschen im Bürgerzentrum Elsenfeld (Landkreis Miltenberg) zusammen, die sich für ein besseres Zusammenleben am Untermain einsetzen. Ausgerufen wurde die „Open-Sozial“ als eine "Plattform für soziales Engagement im Landkreis Miltenberg".
Dazu kamen gleichermaßen sozial interessierte Bürgerinnen und Bürger, engagierte Helfer und Macherinnen, Landrat und Bürgermeister, Mitglieder aus Kreisrat und Gemeinderat, Musikanten und Jongleure. Alle zusammen ermöglichten einen lebendigen Austausch zu Themen, die für die Beteiligten im Moment gerade bedeutsam waren. Das Moderationstandem Christine Hartlaub und Marcus Schuck gingen zu Beginn durch die Reihen und fragten nach Lebenssituationen die aktuell als Problembereiche wahrgenommen wurden. Diese Sammlung von Einsichten und Alltagsgeschichten wurden wiederum zu Themenbereichen zusammengefasst:

  1. Coronaschutz und seine Einschränkungen
  2. Ehrenamt mit einem Fokus auf Familie und Jugend
  3. Gesunde Lebensmittel und Lebenshaltungskosten
  4. Gesundheitswesen und Pflegearbeit
  5. Kirchenstrukturen und Gerechtigkeit
  6. Wohnen, Verkehr und Infrastruktur
  7. Integration und Inklusion

Themengruppen zu sozialen Fragen unserer Zeit
Sodann hatten die Besucher freie Entscheidung und alle begaben sich in selbstgewählte Themengruppen. Geführt von professionellen Moderatorinnen und Moderatoren wurde die jeweils aktuelle Lage vertieft wahrgenommen (sehen). Darauf bezogen entwickelten die Gruppen ein visionäres Bild für eine gute Veränderung (urteilen) und leiteten notwendige Aktivitäten ab (handeln). Dabei wurde Wert darauf gelegt, dass Handlungsempfehlungen gleichermaßen für die Gemeinschaft der Bürger, wie auch für die politischen Institutionen definiert wurden.
Nach einer kulinarischen Pause mit Musik und Circuskunst ging es für die Themengruppen in eine zweite Runde, diesmal um die entwickelten Handlungsimpulse mit zugelosten Mitgliedern aus dem Kreistag oder Bürgermeisteramt zu diskutieren. Dabei kamen heiße Eisen wie die kostenpflichtigen Corona-Tests oder die Überlastung von Ehrenamtlichen in der Integrationsarbeit auf den Tisch. Für den sozialverträglichen Umstieg auf den ÖPNV wurde ein Sozialkonzept eingefordert und die Kommunalpolitik sollte sich aktiv einmischen, wenn sich die Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts aus sozialen Einrichtungen zurückzieht. Die professionelle Pflege soll zeitlich entlastet und besser bezahlt werden. Die häusliche Pflege braucht eine Ehrenamtsbörse für alle Gemeinden. Das Ehrenamt selbst steht durch die Dominanz der Erwerbsarbeit in Gefahr und braucht Orte zum Üben („soziales Pflichtjahr“ nach der Schule) sowie „Geld und Räume“ für Beratung oder Kursangebote.
Engagement für Stunden oder darüber hinaus
Noch viel mehr wurde angesprochen und die Diskussionen waren zum Abschluss der Themengruppen keineswegs zu Ende. Aus dieser Not hat die KAB-Initiative eine Tugend gemacht und allen Themengruppen angeboten, ein eigenständiges Folgetreffen zu unterstützen. Alle Teilnehmenden konnten individuell entscheiden, ob sie es für heute dabei belassen oder doch noch mal nachlegen wollen. Tatsächlich haben sich zu 5 Themen jeweils mehrere Personen gemeldet, die eine Weiterführung wünschen. Das Angebot als registrierte Gruppe von "sozial & gerecht" ist eine feste Ansprechperson und Unterstützung in Projektmanagement, Fachberatung, Öffentlichkeitsarbeit und Finanzierung für 12 Monate.
Konstruktiver Dialog über den Tellerrand hinaus
„Geht doch!“ - lautet das Resümee von Christine Hartlaub mit Blick auf den gelungenen Austausch unter Bürgerinnen und Bürgern, mit zum Teil wirklich sehr unterschiedlichen Sichtweisen. „Alle haben sich eingelassen auf die jeweils anderen und daraus gemeinsame Ideen und Handlungsimpulse entwickelt“, so Marcus Schuck in seiner Würdigung. Und tatsächlich war der Mix der Herkünfte, Geschlechter, Alter und Weltanschauungen bemerkenswert vielfältig und zugleich lebendig. Diese Mischung entstand auch, weil die Bürgermeister der Region mit Hilfe der Einwohnermeldeämter eine Zufallsauswahl von Bürgerinnen und Bürgern jeweils persönlich zur "Open-Sozial" eingeladen hatten. Darüber hinaus waren es die Kontakte der KAB und der vielfältigen Kooperationspartner Caritas, Aktion Mensch, Frauen für Frauen e.V., Kreisjugendring und Koordinationsstelle Bürgerschaftliches Engagement im Landkreis Miltenberg. Die qualifizierte Moderation und der gelungene Rahmen mit Musik und Kulinarik im Bürgerzentrum unterstützten diese produktive Mischung. So brachten sich viele Menschen für ein paar Stunden ein und hatten einen guten Austausch untereinander und mit politischen Verantwortungsträgern. Darüber hinaus eröffnete sich tatsächlich für die eine oder den anderen die Idee, sich in einem begrenzten Umfang weiter für ein gutes Zusammenleben am Untermain zu engagieren. Die Termine werden öffentlich bekannt gemacht, womit weitere Personen einsteigen können.
Und nicht nur das: Landrat und Kreisräte haben sich direkt vor Ort abgestimmt, dass im nächsten Kreisausschuss für Kultur und Soziales, alle Ergebnisse der "Open-Sozial" ausgewertet werden und mögliche Schlussfolgerungen für den Landkreis auf der Tagesordnung stehen. Auch das geht doch!
Mehr Informationen zu den Ergebnisse der "Open-Sozial" und der KAB-Initiative "sozial & gerecht" findet sich unter www.sozialundgerecht.com.

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