Waldpädagogik
Erste Waldjugendspiele des Markt Großostheim

Erste Veranstaltung dieser Art im Gemeindewald
(Text Christina Hock) 
Im Süden Bayerns haben die Waldjugendspiele eine lange Tradition, in unserer Region war es die erste Veranstaltung der staatlichen und gemeindlichen Forstverwaltung in dieser Art. Gemeinsam mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Karlstadt – Außenstelle Miltenberg hat das Umweltamt des Markt Großostheim das Konzept zu den ersten Waldjugendspielen auf die Beine gestellt. Während sich die Kinder in erster Linie mit Fragen zum Wald befassen sollen, musste sich die Organisatoren vorab vor allem damit auseinandersetzen, ob und wie die Waldjugendspiele trotz Corona stattfinden können. Eine weitere Herausforderung war die aktuelle Situation im Wald. Wegen der vielen durch Trockenheit abgestorbenen Bäume und der Schäden durch Käfer ist Forstverwaltung dazu gezwungen, alle verfügbaren Kräfte auf die Abarbeitung dieser Waldschäden zu lenken. Die ersten Waldjugendspiele bildeten hier eine Ausnahme, denn Umweltbildung ist allen beteiligten Personen eine Herzensangelegenheit. Angesichts der Herausforderungen des Klimawandels war es für alle Helfer des Waldjugendtags toll, mal einen positiven Termin im Wald wahrnehmen zu können.

Kreativität, Geschick und Ausdauer
An drei Tagen haben insgesamt über 120 Drittklässler in Kleingruppen auf einer Strecke von drei Kilometern an Stationen rund um die Themen Wald und Natur gerätselt, gespielt und gespannt zugehört. Betreut wurden die Stationen von Förstern des AELF, Mitarbeiterinnen des LBV Kleinostheim, ehrenamtlichen Helfern des Natur- und Vogelschutzvereins und zahlreichen Mitarbeitern des Markt Großostheim. Von den Kindern waren zur Bewältigung der Aufgaben Beobachtungsgabe und Kreativität, aber auch Geschicklichkeit und Ausdauer gefordert.

Pädagogisch wertvoll
Die Aufgaben und Übungen auf der Wegstrecke sollen die Kinder dazu anleiten, eigene Erfahrungen und Beobachtungen in der Natur zu machen. Die Kinder lernten auch, dass Abfälle wieder mitgenommen werden müssen, da sie nicht in die Natur gehören und für Wildtiere eine Gefahr darstellen können.
Die Waldjugendspiele sollen weder einen Wettkampf darstellen, noch handelt es sich um reine Wissensabfrage. Stattdessen geht es darum, in einer Gruppe zusammenzuarbeiten und Natur gemeinsam zu erleben. Auf diese Art soll der Wald mit seinen Besonderheiten den Kindern näher gebracht werden. Denn nur was man kennt, kann man auch schätzen.

Autor:

Anika Weisbrod aus Miltenberg

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