LINKE fordert Staatshilfe für Modehändler Adler
Rettungspaket für Adler

Die aktuell geltenden Maßnahmen zur Schließung von Geschäften haben immer weiter reichende Konsequenzen. Neben vielen anderen Unternehmen, musste auch die Adler Modemärkte AG mittlerweile einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen, da die maßnahmenbedingte Liquiditätslücke laut Unternehmenssprecher nicht überbrückt werden konnte. Im Kontrast zu den vielen Unternehmen, die momentan sorglos mit ihren Angestellten umgehen, keine ausreichenden Schutzmaßnahmen ergreifen oder nicht genügend Freiraum für Kinderbetreuung o.Ä. lassen, ist es sehr erfreulich, zu hören, dass bei der Adler AG trotz Insolvenzantrag die Erhaltung der Arbeitsplätze geplant ist. So sollen laut Geschäftsleitung alle Filialen, inklusive der Zentrale in Haibach, fortbestehen, sodass die 3356 Mitarbeitenden so lange wie möglich weiter beschäftigt werden. Außerdem sollen alle Filialen, inklusive der Zentrale in Haibach, fortbestehen. Auf Kosten des Personals soll also zuletzt gespart werden. Während des Insolvenzverfahrens gilt es jetzt, Wege zu finden, diese arbeitnehmerinnenfreundlichen Vorhaben umzusetzen. Bemessen an den 9 Milliarden Euro, die in die Rettung der Lufthansa mit 124.000 Arbeitsplätzen investiert wurden, müsste Adler mit 3350 Arbeitsplätzen 243.000.000 Euro vom Staat als Rettungspaket erhalten. Das wären 72.500 Euro pro beschäftigter Person. Eine Summe, die utopisch wirkt, jedoch bei großen Konzernen mal eben locker gemacht wird.Tatsächlich ist aber zu erwarten, dass trotz der Tatsache, dass Staatshilfen an Konzerne gezahlt werden, die ihre Mitarbeitenden in Kurzarbeit schicken und dennoch Renditen ausschütten, die Adler Modemärkte AG, genau wie viele andere Betriebe, nicht in diesem Maße unterstützt werden. Die LINKE macht hierbei nicht mit und fordert: endlich Unterstützung für die Masse an Unternehmen, die momentan im Stich gelassen werden! Schluss mit milliardenschweren Rettungspaketen für Konzerne, welche Renditen ausschütten! Wo staatliche Gelder in Großkonzerne fließen, muss auch staatliches Eigentum entstehen! Gehen wir gemeinsam, solidarisch aus der Krise!Leon Fäth (Mitglied der LINKEN Aschaffenburg und Bayerischer Untermain)Andreas Adrian (Vorsitzender der LINKEN Aschaffenburg und Bayerischer Untermain und Mitglied des Kreistages Miltenberg)Janine Rauchmann (Vorsitzende der LINKEN Aschaffenburg und Bayerischer Untermain)Florian Hoffmann (Mitglied des Kreistages Aschaffenburg)

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