Polizeibericht
Raum Aschaffenburg | Warnmeldung, Callcenterbetrug - Seniorin übergibt Bargeld, Verkehrsunfall mit Blechschaden
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Pressebericht des PP Unterfranken vom 10.06.2026
+++ Warnmeldung zu aktuellen Telefonanrufen von Callcenterbetrügern - Bereich Untermain+++
Callcenterbetrug - Seniorin übergibt Bargeld - Polizei ermittelt und warnt
GROSSOSTHEIM, OT PFLAUMHEIM, LKR. ASCHAFFENBURG. Eine über 80-Jährige wurde am Dienstagnachmittag Opfer von Telefonbetrügern und übergab in der Folge einen niedrigen fünfstelligen Bargeldbetrag an einen unbekannten Abholer. Die Polizei sucht Zeugen und warnt vor der gängigen Betrugsmasche.
Nach aktuellem Stand der Ermittlungen erhielt die Rentnerin am Dienstag, gegen 16:00 Uhr, einen Anruf von einem vermeintlichen Beamten, der erklärte, dass die Tochter der Frau einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei welchem ein Mensch gestorben sei. Die Frau solle nun Bargeld für einen Kaution zur Verfügung stellen.
Im weiteren Verlauf erschien kurz nach 17:00 Uhr eine unbekannte Person am Hoftor des Wohnhauses in der Spessartstraße und nahm Bargeld in niedriger fünfstelliger Höhe an sich.
Eine Fluchtrichtung wie auch ein möglicherweise genutztes Fahrzeug sind bislang unbekannt. Auch zur abholenden Person liegen keine näheren Hinweise vor.
Die Kriminalpolizei Würzburg hat als Zentralstelle für das Betrugsphänomen die Ermittlungen übernommen und bittet um Hinweise.
Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge wahrgenommen haben, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizeiinspektion Würzburg unter der Telefonnummer 0931/457-1732 zu melden.
Die Polizei warnt vor Telefonbetrügern, die ihre Maschen in Variationen immer wieder auch an bekanntes Tagesgeschehen anpassen.
Die Präventionskampagnen des Polizeipräsidiums Unterfranken:
Bereits Ende 2020 hat das Polizeipräsidium Unterfranken die Präventionskampagne “Leg´auf!” ins Leben gerufen. Zusätzlich startete im Juli 2022 auch an unterfränkischen Schulen die Kampagne „Ich schütze Oma und Opa“. Mit den Kampagnen „Ich schütze Oma und Opa“ sowie „Chill mal Oma“ setzt die unterfränkische Polizei nun auf die Unterstützung von Jugendlichen sowie Schülerinnen und Schülern. Diese sollen Großeltern sowie ältere Bekannte auf die Betrugsmaschen der Täter aufmerksam machen.
Das Ziel dieser Kampagnen ist es, insbesondere ältere Menschen und deren Angehörigen über die Phänomene wie „Enkeltrickbetrug“ und „Falsche Polizeibeamte“ zu informieren, zu sensibilisieren und Verhaltenstipps zu geben.
Die wichtigsten Botschaften sind:
• Legen Sie auf. Wählen Sie selbst die Notrufnummer 110 und fragen bei der Polizei nach einem entsprechenden Einsatz bzw. ob tatsächlich Verwandte in Not sind.
• Die Polizei weist Sie niemals an, Geld oder Schmuck zu Hause zur Abholung bereit zu legen oder an Abholer zu übergeben.
• Weder Polizei noch Justiz werden Sie jemals telefonisch auffordern, Geld zu überweisen!
• Übergeben Sie keine Geldbeträge an Fremde! Auch die Polizei holt bei Ihnen an der Haustüre keine Wertsachen ab, um sie in Verwahrung zu nehmen!
• Die Täter können mittels Call ID-Spoofing jede von ihnen gewünschte Rufnummer auf dem Telefondisplay anzeigen lassen - bei der echten Polizei erscheint niemals die 110 (auch nicht mit Vorwahl)!
• Sprechen Sie mit ihren Freunden, Nachbarn und Verwandten über das Phänomen!
Weitere Informationen:
Leg‘ auf!: Die Bayerische Polizei - Präventionskampagne - LEG' AUF! in Unterfranken (bayern.de)
Dort finden sie zudem weiterführende Links zu den Kampagnen:
• „Ich schütze Oma und Opa“
• „Chill mal Oma“
Verkehrsunfall mit Blechschaden - Glimpflicher Ausgang an Imbiss
SCHÖLLKRIPPEN, LKR. ASCHAFFENBURG. Am frühen Dienstagnachmittag hatte ein Unfall nach missglücktem Bremsversuch verhältnismäßig geringe Konsequenzen. Es ist bei Blechschäden geblieben.
Dem Sachstand nach war ein 76-jähriger deutscher Autofahrer um 14:10 Uhr mit seinem Mercedes auf der Aschaffenburger Straße in Richtung Kleinblankenbach unterwegs. Der Mann hatte offenbar das Rotlicht an einer Baustellenampel zu spät wahrgenommen. Bei dem mutmaßlich missglückten Versuch das Fahrzeug zu bremsen, hat der Fahrer zunächst die Kontrolle über den Pkw verloren und ist auf einen Schotterparkplatz eines dortigen Imbisses geraten.
An dem Imbiss befanden sich Kunden. Der 76-Jährige konnte den bisherigen Kenntnissen nach jedoch noch einen Zusammenstoß mit den Personen verhindern und ist in einen geparkten Toyota gefahren, der dadurch auf ein weiteres Fahrzeug geschoben wurde. Auch ein Mülleimer des Imbisses wurde beschädigt.
Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Es ist bei Sachschäden in Höhe von schätzungsweise 12.000 Euro geblieben.
Die hinzugezogene Polizei Alzenau ermittelt nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs.
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