Spieltipp: Carnival of Monsters von Amigo
Fantasy-Fans aufgepasst. Das viel angekündigte Draft-Spiel CoM ist da!

Mit Carnival of Monsters beweist Amigo einmal mehr, dass sie neben Unterhaltungsspielen für die ganze Familie auch echte Kennerspiele im Sortiment haben. CoM wurde bereits im Vorhinein viel angekündigt und soll an die Ära des generationenprägenden Magic: The Gathering anschließen.
In dem Fantasy-Spiel sind die Bezüge zu dem Kartenspiel erkennbar, aber mit vielen neuen Ideen. Allerdings haben die Zeichner von Magic auch hier die zeichnerische Gestaltung des Spiels übernommen. Dadurch tauchen wir als Spieler in eine tolle Welt voller fantastischer Wesen ein.
Ziel des Spiels ist es als Monsterjäger die beeindruckendste Sammlung gefährlicher und vielseitiger Monster präsentieren zu können, die es in den einzelnen Jagdsaisons zu fangen gilt. 
Dafür haben alle Spieler etwas Geld zur Verfügung, um im Laufe des Spiels ferne Länder zu entdecken und Unterstützer zu engagieren. Mit Bonuskarten und Geheimnissen wird der Spielablauf noch kurzweiliger gestaltet.
Während des Spiels hat zwar jeder Spieler Handkarten, aber die muss er ständig wieder weitergeben, sodass die anderen Spieler die Karten auch kennenlernen. Ein Geheimnis ist dadurch gar nicht mehr so geheim.
So entsteht aber nach und nach ein selbst entworfenes Set aus Monstern, Ländern und Spezialkarten. Dadurch wird jedes Spiel anders.
Das Spielsystem ist schnell erklärt und für ein Fantasygame sind die Regeln einleuchtend und leicht umzusetzen. Das Karten weitergeben ist am Anfang etwas ungewohnt, vor allem die richtige Reihenfolge zwischen Ziehen und Ablegen, aber schnell wurden wir routinierter und haben versucht Taktiken auszuhecken wie wir den anderen bestmöglich gute Karten vorenthalten. Das bringt mich zu meiner Kritik. Wir haben das Spiel als ziemlich harmonisch wahrgenommen. Jeder bastelt an seinem Deck und passt einigermaßen auf, dass er den anderen nicht die offensichtlich besten oder passendsten Karten weitergibt. Das war es aber schon an echtem Wettbewerb im Sinne von Manipulationsmöglichkeiten. Klar, am Ende wollen alle die Meistermonsterjäger sein, aber Karten, die den anderen behindern oder zurückwerfen sind praktisch nicht vorhanden. Glücklicherweise ist das etwas, was sich wunderbar mit (hoffentlich geplanten) Erweiterungen beheben lässt. Ein paar Möglichkeiten Einfluss auf die anderen zu nehmen, Karten ungesehen zurückzuhalten oder Monster im Kampf gegen Spieler zu fördern wären sicher gut, um noch mehr Spannung zu erzeugen. Dazu sind noch ein paar weitere Eigenschaften für die Monster wünschenswert. Beispielsweise Fähigkeiten wie Fliegen, die der Jäger dann erstmal mit Ausrüstung dazugewinnen muss.
Alles in allem ein vielversprechendes Spiel mit zahlreichen Erweiterungsmöglichkeiten. Mein Tipp, mindestens mit drei Spielern spielen, da dann nicht jeder alle Karten kennt :-)
Das Spiel Carnival of Monsters ist im Amigo Spieleverlag erschienen (Art.Nr. 01957) und kostet 34,99 Euro.

Autor:

Gustav Teschner aus Mönchberg

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