Mönchberger Osterkonzert
Musik und Abschiede in Mönchberg
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Am Ostersonntag um 19 Uhr lud der Musikverein „Harmonie“ Mönchberg zum traditionellen Osterkonzert ein – und bot den Zuhörerinnen und Zuhörern in der voll besetzten Halle einen musikalisch wie emotional bewegenden Abend. Der Konzertabend spannte einen weiten Bogen von modernen Klängen über konzertante Werke bis hin zu traditioneller Blasmusik. Doch nicht nur das Programm selbst sorgte für Gänsehautmomente – auch zwei bedeutende Abschiede standen im Mittelpunkt.
Den Auftakt machten die „Youngstars“, der talentierte Nachwuchs des Vereins. Unter der Leitung von Marco Langenschwarz präsentierten sie ein abwechslungsreiches Programm mit modernen Stücken, das beim Publikum großen Anklang fand. Bei „Pavane in Blue“ überzeugten Lilli Braunwarth (Trompete) und Matilda Rein (Saxofon) mit gefühlvollen Soli.
Mit dem „Michael Jackson Hit Mix“ und einer mitreißenden Interpretation von „Phantom der Oper“ bewiesen die Youngstars eindrucksvoll ihre musikalische Qualität. Ein weiterer Höhepunkt war das Stück „Fascinating Drums“, bei dem die Percussion in den Vordergrund rückte und mit dem gesamten Apparat an Schlagwerk für Begeisterung sorgte.
Durch das Programm der Youngstars führten Anya und Marco Langenschwarz. Für Dirigent Marco war dies ein besonderer Abend, denn er verabschiedete sich nach zehn Jahren als Dirigent von den Youngstars. Seit 2015 hatte er die damaligen „Bläserkids“ geleitet und über die Jahre hinweg zu einer erfolgreichen Nachwuchsgruppe geformt. Zum Abschied gab es nicht nur viele warme Worte, sondern auch drei Zugaben – darunter „Mission Impossible“, ein Stück, das er bereits ganz zu Beginn seiner Dirigententätigkeit mit den jungen Musikerinnen und Musikern einstudiert hatte.
Nach den Youngstars wechselten viele der Jugendlichen direkt zu den „großen“ Musikerinnen und Musikern des Musikvereins, die nun unter der Leitung von Dominik Giegerich die Bühne übernahmen. Durch das weitere Programm führten charmant Roland Miltenberger und Sophie Schleiermacher.
Der zweite Teil des Abends stand unter dem Motto einer musikalischen Zeitreise. Mit dem Stück „Pompeji“ begab sich das Publikum ins Jahr 79 nach Christus – zunächst mit ruhigen, idyllischen Klängen, die das Marktgeschehen in der antiken Stadt einfingen. Dann steigerte sich die Musik dramatisch und eindrucksvoll, als der Ausbruch des Vesuvs in kraftvollen Passagen, insbesondere durch das Schlagwerk und das Blechregister, zum Leben erweckt wurde.
Emotional ging es weiter mit „Baker Street“, in dem Corinna Braunwarth am Saxophon das Publikum überzeugte. Ergänzt wurde das Werk durch kleinere, aber wirkungsvolle Solopassagen von Björn Arnold an der Trompete und Dominik Wienand an der Posaune. Ein weiteres Highlight war der „Marsch der Soldaten des Robert Bruce“, bei dem Anna Braunwarth ein feines Flötensolo präsentierte.
Beim Stück „Virginia“ nahm der Musikverein das Publikum mit auf eine klangliche Reise durch drei Epochen der US-amerikanischen Geschichte – von der Kolonisation über die Zeit der Sklaverei bis hin zum amerikanischen Bürgerkrieg. Die emotionale Tiefe dieses Werkes wurde durch das fein abgestimmte Zusammenspiel des Orchesters eindrucksvoll vermittelt.
Ein besonderer Moment des Abends war das Stück „The Machine Awakes“. Hier wagte der Musikverein etwas Neues: Erstmals wurde das Orchester durch digitale Musik unterstützt. Parallel zur Live-Musik wurden elektronische Beats über die Anlage eingespielt. Diese Kombination stellte hohe Anforderungen an Konzentration und Timing – sowohl für das Orchester als auch für den Dirigenten. Die „Maschine“ und das Orchester verschmolzen zu einer faszinierenden Klanglandschaft, die das Publikum staunen ließ.
Mit dem Klassiker „The Best of Beatles“ wurde ein weiteres musikalisches Highlight gesetzt, bevor zum Abschluss die Rückkehr zur traditionellen Blasmusik erfolgte. Mit dem Stück „Kaiserin Sissi“ wurde die Stimmung feierlich und festlich.
Vor dem letzten Stück „Eine letzte Runde“ verabschiedete sich auch der Musikverein von seinem Dirigenten Dominik Giegerich, der das Orchester mit großem Engagement und musikalischem Gespür in den letzten Jahren geleitet hatte. Doch das Publikum war noch nicht bereit für den Abschied – es forderte lautstark Zugaben. Bei „Wir Musikanten“ und dem allseits beliebten „Böhmischen Traum“ wurde die Stimmung immer ausgelassener. Beim letzten Stück hielt es schließlich niemanden mehr auf den Stühlen – das Publikum klatschte, feierte und ließ den Konzertabend fröhlich und bewegt in der VfL-Halle ausklingen.
Ehrungen für langjähriges Engagement
Im Rahmen des Osterkonzerts wurden auch zahlreiche Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Mönchberg für ihre besonderen Leistungen und ihr langjähriges Engagement geehrt.
Für das erfolgreiche Bestehen der Leistungsabzeichen wurden Matilda Rein mit dem D2-Abzeichen und Maximilian Vacek mit dem D1-Abzeichen ausgezeichnet – ein Beleg für die intensive Nachwuchsarbeit im Verein.
Zudem wurden mehrere aktive Musiker für ihre langjährige Treue zum Verein und zur Blasmusik geehrt:
Für 10 Jahre aktives Musizieren erhielten Kevin Schleiermacher (Trompete) und Kay Langenschwarz (Bariton) eine Auszeichnung.
Bereits 40 Jahre sind Erik Haumann (Bariton) und Dieter Miltenberger (Klarinette) mit dabei.
Für beeindruckende 50 Jahre aktives Musizieren wurde Paul Weis (Trompete) geehrt.
Eine ganz besondere Ehrung ging an Horst Pfister, der seit 60 Jahren mit seiner Trompete ein fester Bestandteil des Vereins ist.
Autor:Musikverein "Harmonie" Mönchberg aus Mönchberg |
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