Das Bauhandwerk und der unaufhaltsame Klimawandel: Wo wir uns der Sonne freuen, sind wir jede Sorge los?!

Die brennende Sonne im Schatten des Klimawandels: Für manche Berufe ein Fluch - wie hier im Bauhandwerk. Was tun? Das Dachdeckerhandwerk geht einen neuen Weg...
  • Die brennende Sonne im Schatten des Klimawandels: Für manche Berufe ein Fluch - wie hier im Bauhandwerk. Was tun? Das Dachdeckerhandwerk geht einen neuen Weg...
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Was poetisch aus Goethes Werk „Wilhelm Meisters Wanderjahre“ stammt, findet in der Praxis des Bauhandwerks wenig Gegenliebe, wenn es um die aktuellen Herausforderungen der heutigen Gesellschaft geht.

In Zeiten des Klimawandels, welcher nachweislich voranschreitet und Veränderungen mit sich bringt, stelle man sich berechtigterweise die Frage, ob für diese Berufe die Sonne eher für Freude steht oder sie vielmehr Grund für das Aufkommen von Sorgen sei.

Die Uhr tickt, das Problem wurde längst erkannt- nun geht es um die Lösungsfindung, damit das Fundament für arbeitsschutzrelevante Bedingungen für die ArbeitnehmerInnen dieser Berufssparten gelegt werden kann.

Das Dachdeckerhandwerk ist deutschlandweit nun Vorreiter: Dank dem besonderen Einsatz der Gewerkschaft IG BAU und ihrer Mitgliedern konnte man tatsächlich einen neuen Weg gehen, um die Folgen des Klimawandels nicht nur stets präsent zu halten- sie müssen aufgearbeitet werden, in ethischer Hinsicht und auch zu Gunsten der Menschen, die jeden Tag ihre Arbeitsleistung bei jedem Wind und Wetter erbringen müssen und wollen.

Am 01.06.2020 ist die Neuregelung des Tarifvertrags in Kraft getreten- Schlechtwetter dank der Hitze? Jetzt ist dies möglich!
Es reagiert auf die verändernden klimatischen Bedingungen, in den Sommermonaten Juni bis September kann eine Unterbrechung der Arbeit währenddessen erfolgen- und dies finanziell auch dank der Erhöhung des Ausfallgeldes machbar, es fand eine Aufstockung auf 75% des zum Zeitpunkt des Arbeitsausfalls gültigen Stundenlohnes statt.

Es ist zu hoffen, dass dieser Weg auch von anderen Branchen gegangen wird, die ebenfalls der hohen UV-Strahlenbelastung ausgesetzt sind- um das Hautkrebs-Risiko somit zu minimieren: Im Straßenbau, im Maurerhandwerk, im Dach- und Fassadenbau usw.

BauhandwerkerInnen reden nicht nur über den Klimawandel: Sie handeln gesundheitsfördernd in seinem Sinne mit all seinen Folgen und stellen eine andere Art der Beschäftigung sicher- die des Verständnisses dafür und der Auseinandersetzung damit.

Um die Bauberufe für die junge Generation attraktiver zu machen, um die Bauarbeit für die bestehenden Beschäftigten erträglicher zu gestalten.

Auf zum Bau, weiter nach Goethe: Kopf und Arm mit heitern Kräften!

Autor:

Andrea Faggiano aus Obernburg am Main

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