„Wir sind bereit Verantwortung zu übernehmen“ – Neujahrsempfang Bündnis 90/die Grünen in der Kochsmühle in Obernburg

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„What you do makes a difference, and you have to decide, what kind of difference you want to make.“ (Was du machst, macht den Unterschied, und du hast zu entscheiden, welchen Unterschied du machen willst), mit diesem Zitat der berühmten Verhaltensforscherin Jane Goodall eröffnete Marion Becker, Sprecherin des Kreisverbandes der Grünen, den gut besuchten Neujahrsempfang der Partei. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Wolfgang Schöttner, Nach der Begrüßung der anwesenden Gäste hielt Marion Becker eine kurze und schwungvolle Einführungsrede. Schließlich sei 2018 ein Wahljahr. Die Grünen seien bereit, „die Verantwortung zu übernehmen und alte Regierungsstrukturen zu durchbrechen.“

Einen beeindruckenden Poetry Slam präsentierten Erona Tasholli in ihrem Textvortrag und Lisa Roth am Klavier als Beitrag zum »Miltenbecher«, ein Projekt des Julius-Echter-Gymnasiums Elsenfeld gegen die Coffee-to-go-Müllflut. Sie trafen die Feststellung, dass es durchaus hilft, wenn jeder verantwortungsvoller mit unserer Natur und der Umwelt umgeht. Obernburgs Bürgermeister Dietmar freute sich in seinen Grußworten, dass Bündnis 90/die Grünen auch in diesem Jahr wieder den „Musentempel“ Kochsmühle“ als Veranstaltungsort gewählt hatten und wies auf verschiedene Jubiläen hin.

In einer mitreißenden Rede stellte die Grünen-Landesvorsitzende Sigi Hagl das Wahlprogramm ihrer Partei vor. Als wichtiges Thema bezeichnete sie neben der Asylpolitik und dem Umweltschutz, auch die Waffenlieferungen von deutschen Firmen in Kriegsgebiete. „Hier benötigen wir endlich eine verbindliche gesetzliche Regelung.“ Zudem warf sie auch einen besorgten Blick nach Europa: „Wir brauchen ein freies Europa, das die Menschrechte einhält und nicht eines der Grenzzäune und Schlagbäume.“ Sie wies auf die Unterschriftenlisten für das Volksbegehren gegen den „Flächenfraß“ in Bayern hin. Zusammengekommen sind übrigens bisher über 46.000 Unterschriften!

Landrat Jens-Marco Scherf übernahm das Schlusswort. Auch er wies noch einmal darauf hin, wie wichtig der Landschaftsschutz in einer eher industriell geprägten Region sei. 73 Prozent der Naturflächen stünden unter Schutz. Es reiche nicht, den Menschen nur tolle Arbeitsplätze zu bieten, auch tolle Rahmenbedingungen seien ein Muss. „Gerade unsere Region hat da ein unglaubliches Potenzial“, so der Landrat. Er betonte, wie wichtig nachhaltige Landwirtschaft ist, wofür die Landwirte in unserer Region (und darüber hinaus) durchaus offen sind. In diesem Zusammenhang verwies er auf den Miltenberger Käsetaler, ein Produkt aus Milch, die aus dem Landkreis stammt.
Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Mobilität. Die Elektrifizierung der Maintalbahn, noch vor kurzer Zeit eine Vision, sei zum Greifen nahe und hier stehe der Landkreis Miltenberg auf Platz Eins der Prioritätenliste.
Investitionen in Bildung, Baumaßnahmen und in Konzepte wie Digitalisierungsprozesse genössen einen hohen Stellenwert
Sehr freute sich Scherf auch über das PflegeNetz, das im Rahmen der Gesundheitsregion Plus entstanden ist.
Nach dem offiziellen Teil konnten sich die Gäste unter anderem noch Kaffee und Kuchen und Snacks, wie beispielsweise mit dem Miltenberger Käsetaler schmecken lassen.

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