DGB Kundgebung am Tag der Arbeit auf dem Theaterplatz in Aschaffenburg
„Solidarität ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält!“

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Aschaffenburg. Rund 250 Kolleg*innen sind dem Aufruf des DGB gefolgt und haben an der Kundgebung auf dem Theaterplatz teilgenommen – mit Abstand, Maske und Anstand. DGB-Vorsitzender Björn Wort-mann konnte als Hauptredner Mustafa Öz, Vorsitzender der NGG sowie Amadeus Becker als Jugendred-ner begrüßen. Aschaffenburgs dritter Bürgermeister Eric Leiderer übermittelte im Namen der Stadt Aschaf-fenburg solidarische Grüße.

„Solidarität ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält!“, rief Mustafa Öz zum Schluss seiner Rede ins Mikrofon und fügte hinzu: „Nur gemeinsam schaffen wir Gerechtigkeit bei der Krisenbewälti-gung – Solidarität ist Zukunft!“
Öz betonte in seiner Rede, dass die Debatte darüber geführt werden müsse, wer für die Kosten der Krise aufkomme. Klar sei dabei, dass die Beschäftigten nicht weiter zur Kasse gebeten werden dürfen und dass investiert werden müsse. Daher brauche es ein gerechtes Steuersystem. Ein Modell dazu habe der DGB jüngst veröffentlicht. Das DGB Modell entlaste 95% aller Haushalte und führe dennoch zu 60 Milliarden Mehreinnahmen pro Jahr, die direkt in die Wirtschaft und somit in die Krisenbewältigung investiert werden können.
Zudem forderte der bayerische NGG Vorsitzende ein branchenunabhängiges Mindestkurzarbeitergeld in Höhe von 1200€ ohne Wenn und Aber. Damit würden nicht nur die Beschäftigten des Gastgewerbes eine Unterstützung erhalten, sondern alle, die unverschuldet in diese Misere geraten sind, egal ob Friseure, Einzelhandel, Lagerarbeit, Handwerk oder Bildungseinrichtungen.

DGB Kreisvorsitzender Björn Wortmann freute sich, dass wir es alle gemeinsam geschafft haben, eine etwas kleinere Kundgebung mit Abstand und Anstand durchzuführen und ein deutliches Zeichen für De-mokratie, Mitbestimmung und gute Arbeit! zu setzen.
In seiner Begrüßung ging Wortmann auf zwei Themen ein, die der DGB in der Region angestoßen und umgesetzt hat: 1. Transformationsrat und 2. Weiterfinanzierung der Berufseinstiegsbegleitung. „Der Transformationsrat, den wir als DGB gefordert haben, wird kommen. Er wird als Netzwerk einen konkre-ten Beitrag zum Transformationsprozess im Sinne der Beschäftigten leisten!“
Der Kreisvorsitzende kritisierte die bayerische Landesregierung, die die Mittel für die Berufseinstiegsbe-gleitung gekürzt hat und somit das gesamte Programm vor das Aus stellt. „Allein in unserer Region profi-tieren rund 500 Jugendliche von der Berufseinstiegsbegleitung und erhalten Unterstützung und Begleitung auf dem Weg in die duale Ausbildung. Wir fordern die bayerische Landeregierung auf, das Programm wei-ter zu finanzieren und Zukunftsperspektiven für die junge Generation aufzubauen!“
Die bayerische SPD Landtagsabgeordnete Martina Fehlner bestätigte am Rande der Kundgebung, dass durch die Initiative aus Aschaffenburg Bewegung in dieser Angelegenheit gekommen sei und Finanzie-rungsmöglichkeiten im Maximilianeum geprüft würden.

Amadeus Becker von der DGB Jugend regte zum Abschluss der Kundgebung mit seiner Rede zum Thema Arbeitszeit zum Nachdenken an. Er forderte nachdrücklich eine Debatte über Arbeitszeit ein, um mehr Zeit für Haushalt, Bildung, Entspannung, Sport und Ehrenamt zu haben.
Bullshit Jobs und Bullshit Konsum führen zu keinem gesellschaftlichen Mehrwert, sondern verschwenden wertvolle Ressourcen. „Lasst uns für kürzere Arbeitszeit kämpfen, für uns und für die Umwelt!“, schloss Amadeus Becker seine Rede.

Autor:

Björn Wortmann aus Aschaffenburg

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