Ver­eins­ring Nilk­heim e.V.
Ge­denk­ver­an­stal­tung zum Volks­trau­er­tag am Kirch­platz von St. Ki­li­an

v. l. n. r. Bern­hard Win­ning (Trom­pe­ter), Karl­heinz Jahn (VDK), Rai­ner Kun­kel u. Anne Lenz-Böhlau (Vereinsring Nilk­heim / Or­ga­ni­sa­ti­on) und Ge­ne­ral­ma­jor a.D. Ro­bert Lö­wen­stein
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Mit Ge­ne­ral­ma­jor a.D. Ro­bert Lö­wen­stein „Er­in­nern hat kein Ver­falls­da­tum“ (Noach Flug, Aus­schwitz Über­le­ben­der) war die sich ein­prä­gen­de Über­schrift des Gast­red­ners zum Volks­trau­er­tag.

Wir zi­tie­ren des­halb ei­ni­ge Aus­schnit­te aus sei­ner Rede:

„Heu­te, mehr als 100 Jah­re nach der ers­ten Ge­denk­stun­de er­in­nern wir am „Tag der na­tio­na­len Trau­er“ in un­se­rem Land er­neut an vie­len Or­ten an die deut­schen und welt­wei­ten Op­fer von Ge­walt und Krieg, und un­ter dem Ein­druck der ak­tu­el­len Er­eig­nis­se in Is­ra­el ganz be­son­ders an die Op­fer von Ter­ro­ris­mus, Ex­tre­mis mus, An­ti­se­mi­tis­mus und Ras­sis­mus. Da­bei gilt un­ver­än­dert was der da­ma­li­ge Reichs­tags­prä­si­dent und SPD-Ab­ge­ord­ne­te Paul Löbe in sei­ner im In- und Aus­land viel beachteten Rede am 05. März 1922 aus­führ­te, als er der da­ma­li­gen Ge­gen­wart vol­ler Feind­se­lig­kei­ten zwi­schen den Völ­kern den Ge­dan­ken an Ver­söh­nung und Ver­stän­di­gung ge­gen­über­stell­te und sag­te: ‚… Lei­den zu lin­dern, Wun­den zu hei­len, aber auch Tote zu eh­ren und Ver­lo­re­ne zu be­kla­gen, all das be­deu­tet Ab­kehr vom Hass‘. In die­sem Sin­ne ist die­ser Volks­trau­er­tag ein Tag des stil­len Ge­den­kens und zu­gleich ein Tag der Be­sin­nung, wie wir auf Ge­walt, Ter­ror und Krieg re­agie­ren wol­len und was wir heu­te für Frie­den, Frei­heit, Ge­rech­tig­keit und Mensch­lich­keit bei uns und in der Welt tun kön­nen. Ja, wir brau­chen die­sen Ge­denk­tag, aus Re­spekt vor den Mil­lio­nen Op­fern von Ge­walt, Ter­ro­ris­mus und Krieg und aus Ach­tung ge­gen­über den ge­fal­le­nen Sol­da­ten. Wir brau­chen die­sen Rah­men, um den mah­nen­den To­ten der Krie­ge und des Ter­rors und ih­ren leid­ge­prüf­ten An­ge­hö­ri­gen Ge­hör in un­se­rer Ge­sell­schaft zu ver­schaf­fen. Ja, wir brau­chen die­se Mo­men­te des In­ne­hal­tens, ge­nau­so wie wir Orte und Mo­men­te des Ge­den­kens brau­chen, da­mit das, was ge­sche­hen ist und un­ver­än­dert Tag für Tag in der Welt ge­schieht, nicht ver­drängt und in der täg­li­chen In­for­ma­ti­ons­flut ge­sichts­los und un­sicht­bar wird.“

Der Ver­eins­ring Nilk­heim, be­dankt sich, bei den zahl­rei­chen Zu­hö­rern, für das Frie­dens­ge­bet bei Pfar­rer Wolf­gang Kempf, dem Trom­pe­ter Bern­hard Win­ning, Herrn Ge­ne­ral­ma­jor a. D. Ro­bert Lö­wen­stein und der Pfar­rei St. Ki­li­an, für die or­ga­ni­sa­to­ri­sche Un­ter­stüt­zung.

v. l. n. r. Bern­hard Win­ning (Trom­pe­ter), Karl­heinz Jahn (VDK), Rai­ner Kun­kel u. Anne Lenz-Böhlau (Vereinsring Nilk­heim / Or­ga­ni­sa­ti­on) und Ge­ne­ral­ma­jor a.D. Ro­bert Lö­wen­stein
Autor:

Markus Kremer aus Aschaffenburg

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