Verwaltung soll Konzept erarbeiten
Obernburger CSU beantragt Ruhewald

Obernburg. Die Einrichtung eines Ruhewaldes hat die Stadtratsfraktion der Obernburger CSU nun als Antrag in den Stadtrat eingebracht. Bereits im August hatte der der CSU-Ortsverband zu einem Bürgerdialog in den Stadtwald eingeladen. Über 40 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren damals an das Obernburger Waldhaus gekommen, um sich mit Bürgermeister Dietmar Fieger, Förster Marhold Graner und Bestatter Josef Parsch zu der Idee auszutauschen. „Das durchwegs positive Feedback zu unserer Veranstaltung hat uns darin bestärkt, das Projekt voranzutreiben und nun diesen Antrag zu stellen“, so CSU-Fraktionssprecher Christopher Jany.

Eine im September bundesweit durchgeführte Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa hatte ergeben, dass nur noch jeder vierte Bundesbürger in einer klassischen Grabstätte beigesetzt werden möchte. Die Nachfrage nach einer Bestattungsmöglichkeit unter Bäumen sei auch in Obernburg vorhanden, so Bürgermeister Dietmar Fieger. Mehrfach sei er bereits persönlich auf das Thema angesprochen worden und auch Anfragen an die Stadtverwaltung mehrten sich in letzter Zeit. Für viele stehe dabei die Sorge um die Übernahme der Grabpflege im Mittelpunkt. Eltern wollen ihren Kindern nach dem Tod nicht zur Last fallen, weil diese das Grab pflegen sollen, so das Obernburger Stadtoberhaupt. Daher sei es einleuchtend, dass laut der Meinungsumfrage solche Bestattungsangebote beliebter werden, die keine Grabpflege erfordern, insbesondere auch außerhalb von Friedhöfen.

Der CSU-Antrag sieht vor, dass die Stadtverwaltung bis zum Jahresende 2020 ein entsprechendes Konzept ausarbeitet, in dem die Standortfrage, ein geeignetes Betreibermodell und die Kosten für Einrichtung und Betrieb geklärt werden. Um umweltschädliche Einflüsse auf den Stadtwald auszuschließen, regen die Obernburger Christsozialen an, die Konzepterstellung auch bodenkundlich und hydrologisch durch ein Fachbüro begleiten zu lassen. Außerdem begrüßten Sie den Vorschlag von Bürgermeister Dietmar Fieger, auch die langfristige Überplanung der bestehenden Friedhöfe in Auftrag zu geben um den sinkenden Flächenbedarf durch mehr Grün, Bänke und Wege zu kompensieren und die Anlagen aufzuwerten.

Der Antrag im Wortlaut: Link

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