Der Eine zieht, der Andere schleift: Eltern stärken Schule

Talkrunde mit v.l.n.r. Frau Stubenrauch(LEV-RS),Hr.Böhm(bvlr),Staatsminister Piazolo,Fr.Nüßlein(LEV-RS), Frau Eichhammer (Direktorenverband),Hr.Lenart (LEV-RS)
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  • Talkrunde mit v.l.n.r. Frau Stubenrauch(LEV-RS),Hr.Böhm(bvlr),Staatsminister Piazolo,Fr.Nüßlein(LEV-RS), Frau Eichhammer (Direktorenverband),Hr.Lenart (LEV-RS)
  • Foto: Bild: LEV-RS
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Am Samstag den 23 März 2019 fand der 61.Landes-Realschul-Elterntag des Landeselternverbandes der bayerischen Realschulen in der Conrad-Graf-Preysing-Realschule Plattling (Niederbayern) statt.
Das diesjährige Motto stand unter dem Titel „Eltern stärken Schule-engagiert, interessiert, verantwortungsbewusst!“.
Unter Anderem anwesend waren der Staatsminister für Wissenschaft, Herr Dr. Bernd Sibler sowie der Kultusminister Herr Prof. Dr. Michael Piazolo.
Herr Piazolo betonte bei seiner Festansprache die Wichtigkeit der Realschule als Juwel unter den Schularten: als „Sandwich“ bezeichnete er sie unter Bezugnahme auf die auf dem ersten Blick erscheinend Zwischenlösung zwischen der Mittelschule und dem Gymnasium. Beim genaueren Betrachten des Sandwiches ist genau diese Zwischenlösung jedoch die beste: beim Sandwich ist die Mitte – der Inhalt – auch das Wertvollste und das Beste am Snack selbst.
Ferner stellte er die Inhalte Fachlichkeit, Selbstkompetenz und Wertevermittlung als Alleinstellungsmerkmale des Realschulsystems dar: seit 2018 werden SchülerInnen zu WertebotschafterInnen ausgebildet. Beim Thema Digitalisierung müssen Technik und Pädagogik Hand in Hand gehen: „Ein guter Unterricht mit Kreide sei besser als ein schlechter Unterricht mit Whiteboard“ fügte der Minister hinzu, denn Grundvoraussetzungen für eine sachliche Verwendung der Digitalisierung müssen die Lehrerfortbildung, die Konzeptinhalte und die Wertevermittlung sein.
Im Rahmen einer Talkrunde wurden dem Staatsminister Piazolo, dem Vorsitzenden vom Bayerischen Lehrerverband Herrn Jürgen Böhm, der Vorsitzenden des Bayerischen Realschuldirektorenverbandes Frau Mathilde Eichhammer und der Vorsitzenden des Landeselternverbandes der bayerischen Realschulen Frau Andrea Nüßlein Fragen zur aktuellen Bildungspolitik gestellt: Verbesserung der Unterrichtsversorgung, Ausbau der integrierten Lehrerreserve, die schulpsychologische Versorgung, die Stärkung der eigenverantwortlichen Schule – um nur einige Beispiele hierzu zu benennen.
Nach dem Festakt war die Möglichkeit gegeben, „Infoinseln“ zu interessanten Themen besuchen zu können. Nennenswert ist die Vorstellung des Avatars AV1: ein Roboter – dessen Erfinder aus Norwegen ebenfalls vor Ort war – der in der Lage ist, die Teilnahme am Unterricht von schwer kranken Kindern aus der Ferne zu ermöglichen. Diesem Roboter ist es möglich, die sprachlichen Nachrichten in Echtzeit zu übermitteln, die Gefühle des Schülers anhand von bestimmten „Augenbewegungen“ des Roboters selbst zu vermitteln, das Klassengeschehen visuell aufzunehmen und zu übersenden. Somit ist ein gezieltes, ständiges Dasein des Schülers möglich und dies führt zum Ergebnis, dass der Schüler sich nicht abgehängt fühlt. Er ist weiterhin ein Teil der Klassengemeinschaft und kann am Unterricht beteiligt werden.
Der Nachmittag war von der Vereinsarbeit des Verbandes geprägt: Abstimmungen zwecks Änderungen der Satzung wurden vorgenommen, Mitgliedsanträge zu bestimmten Themen abgearbeitet, die Entlastung des Vorstandes anhand des Kassenberichtes und des Tätigkeitsberichtes durch die VertreterInnen der anwesenden Schulen genehmigt.
Insgesamt war dieser Tag eine sehr informative Veranstaltung, die hinzu durch die Berichterstattung der Ministerialdirigentin Frau Ohrnberger und des Ministerialrates Herrn Dr. Huber hervorragend abgerundet wurde.
Der 62.Landes-Realschul-Elterntag 2020 findet am 20. Und 21. März 2020 in Beingries statt.
Die Elternarbeit und die aktive Teilnahme der Elternschaft am Schulgeschehen nehmen dabei weiterhin an Bedeutung zu – nach den Worten des hiesigen Schulleiters Karl-Heinz Mathy „Der Eine zieht, der Andere schleift, aber es sind die Eltern, die die Schule am Ende stärken“.

Autor:

Andrea Faggiano aus Obernburg am Main

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