Urlaub in Krisenzeiten mit dem Wohnmobil

Auch die Reifen und ihr Druck müssen vor der ersten Wohnmobil-Ausfahrt sorgfältig geprüft werden.

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So gelingt der Start in die Camping-Nachsaison

(TRD/MID) Die Camping-Branche freut sich über einen regelrechten Ansturm. Immerhin 9.600 Wohnmobile wurden alleine im Juni 2020 in Deutschland zugelassen. Da es deshalb auf den Campingplätzen in der Hauptsaison während der Sommerferien sehr voll wird, sollte man sich auf den Spätsommer konzentrieren. Die Experten des Automobilclubs haben Tipps zum Start in die Nachsaison.

Vorab informieren und reservieren: Der ADAC-Campingführer als Buch und als App sowie PiNCAMP, das Internet-Campingportal des ADAC, halten jede Menge Inspiration und Information für die späte Urlaubsreise oder den Camping-Kurztrip bereit. Bei PiNCAMP lassen sich viele Campingplätze bereits im Vorhinein anfragen und sogar direkt buchen.

Rabatte und Pauschalpreise nutzen: Über 2.500 Camping- und Stellplätze geben Rabatte und Vorteile für die Inhaber der ADAC Campcard. Pauschalpreise von 11 bis 39 Euro für Standplatz, zwei Personen und Stromanschluss pro Nacht machen die Reise nach den Sommerferien in die schönsten Urlaubsregionen besonders günstig und reizvoll. Sogar mit fünf Sternen bewertete ADAC Superplätze sind zu Preisen um die 20 oder 30 Euro pro Nacht in der Nachsaison pauschal zu buchen.

Wohnmobil schlägt Zelt: Ist das Wetter nicht mehr so stabil, sind Heizung, Waschzelle und WC im Wohnmobil von Vorteil. Eine gute Gelegenheit, um mit einem gemieteten Kastenwagen, Alkoven- oder integrierten Wohnmobil zu Nebensaisonpreisen die große Freiheit auf Reisen einfach mal auszuprobieren. Größere Campingplätze bieten oft auch feste Unterkünfte wie Mobilheime, Bungalows und Apartments als fertig ausgestattete Alternativen.

Ausrüstung der Jahreszeit anpassen: Eine Decke mehr im Reisegepäck kann zum Ende des Sommers hin nie schaden. Nachts kühlt es merklich ab. Zeltcamper haben neben den Badesachen nun wetterfeste Bekleidung, Isomatte und Schlafsack im Gepäck.

Weiter die Hygiene-Regeln beachten: Mindestabstand, Mundschutz in geschlossenen Räumen sowie regelmäßiges Händewaschen und -desinfizieren sind im Alltag angekommen. Auch auf dem Campingplatz schützt man damit sich und andere. Falls vorhanden, lassen sich auch separate Privat- oder Familien-Badezimmer anmieten.

Viele Deutsche lieben das Reisen mit Zelt oder Campingmobil, aber in Zeiten der Corona-Krise erreicht der Camping-Boom ungeahnte Dimensionen. Im ersten Halbjahr 2020 wurden laut dem Caravaning Industrie Verband bereits 54.439 Wohnmobile und Wohnwagen in Deutschland neu zugelassen, das sind so viele wie im gesamten Jahr 2016. Kaum eine andere Urlaubsform soll so Corona-sicher sein: durch den Abstand auf den Zeltplätzen, den Aufenthalt unter freiem Himmel und dem Leben im eigenen Zuhause. Doch wie sieht der Camping-Urlaub in Krisenzeiten aus?

Reservieren statt kurzfristige Trips

Zwar machen vor allem spontane Entscheidungen das Camping zum Abenteuer, aber dieses Jahr geht es nicht ohne eine Reservierung. Nur 50 bis 70 Prozent der Stellplätze dürfen die Betreiber von Campingplätzen wegen der Pandemie belegen. Dafür dürfen sich die Urlauber auf einen entspannten Aufenthalt mit wenig Gedränge und viel Freifläche zum Nachbarcamper freuen.


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Auch die Reifen und ihr Druck müssen vor der ersten Wohnmobil-Ausfahrt sorgfältig geprüft werden.

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Auch hier kann man zeitweise campen: das Freilichtmuseum „Ferropolis“ bei Dessau. Trotzdem müssen Campingliebhaber auch in Deutschland nicht auf außergewöhnliche Stellplätze verzichten. Auf der Seite von Pop-Up Camps finden Abenteurer temporäre Zeltplätze etwa in der Lüneburger Heide oder auf der Halbinsel Ferropolis, einem Freilichtmuseum inklusive gigantischer Tagebaugeräte. | Foto:  Quelle:Ferropolis / TRD Freizeit

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