„Pflege im Umbruch“ – SPD-Politikerinnen Martina Fehlner und Sabine Dittmar beim Aktionstag des Pflegebündnis Untermain

Das“ Pflegebündnis Untermain“ lud zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Pflege im Umbruch - Auswirkungen der Reformgesetze“ ein. Moderiert wurde die Veranstaltung von der Landtagsabgeordneten Martina Fehlner.
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Das Pflegebündnis Untermain lud am vergangenen Mittwoch zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Pflege im Umbruch - Auswirkungen der Reformgesetze“ ein. Zu der Veranstaltung im Martinushaus Aschaffenburg waren rund 200 interessierte Besucher gekommen, um die Vorträge von Prof. Dr. Andreas Büscher (Hochschule Osnabrück), der SPD-Bundestagsabgeordneten Sabine Dittmar (Mitglied im Gesundheitsausschuss) und vom Patientenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung Hermann Imhof zu verfolgen. Moderiert wurde der Nachmittag von der Landtagsabgeordneten Martina Fehlner.

Pflege betrifft jeden früher oder später direkt und ist schon mit Blick auf den demografischen Wandel ein enorm wichtiges Thema. Ein Herzensanliegen müsse es jedoch für alle sein, die Situation von Pflegenden, Pflegebedürftigen und deren Angehörigen, aber auch von den Pflegekräften zu verbessern, betonte Martina Fehlner zu Beginn der Veranstaltung: „Jeder hat ein Recht auf gute Pflege – gute Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe!“

„Mit den Pflegestärkungsgesetzen I und II haben wir in dieser Legislaturperiode den Bereich der Pflege ein riesiges Stück voran gebracht“, machte Sabine Dittmar in ihrem Vortrag deutlich. So erhalten durch das PSG I mittlerweile rund 2,7 Mio. Pflegebedürftige mehr Leistungen. Zudem wurde die ambulante Pflege gestärkt, pflegende Angehörige weiter entlastet und die Zahl der Betreuungskräfte im stationären Bereich erhöht.

Die umfassendste Änderung der Pflegeversicherung seit ihrer Einführung wurde mit dem Pflegestärkungsgesetz II vorgenommen. Herzstück des Gesetzes sei laut Prof. Andreas Büscher die Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, der die Begutachtung nach Minuten ablöst und die Pflegestufen durch fünf Pflegegrade ersetzt. Damit könne der individuelle Bedarf bei Pflegebedürftigen nunmehr sehr viel genauer ermittelt werden und auch demenziell Erkrankte erhielten endlich Leistungen.

Bei der anschließenden Podiumsdiskussion beantworteten die Experten die zahlreichen Fragen aus dem Publikum. Angesprochen wurden aber auch wichtige Themen, wie die Forderung nach Bürokratieabbau in der Pflege, den unzureichenden Personalschlüssel in der Tagespflege, den drohenden Fachkräftemangel und die dringend erforderliche Verbesserung der Ausbildung von Pflegekräften.

Auch die Leiter stationärer Pflegeeinrichtungen und ambulanter Pflegedienste aus der Region standen den Besuchern als kompetente Ansprechpartner an den zahlreichen Infoständen im Foyer für Fragen zur Verfügung.

Autor:

Dirk Kronewald aus Aschaffenburg

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