Tarifverhandlung im Gesundheitssektor
Linke fordert mehr Gehalt für MFA's

Sie sind oft die ersten Ansprechpartner*innen, wenn gesundheitliche Beschwerden auftreten und
seit Anfang des Jahres einem hohen Risiko ausgesetzt: die über 70.000 medizinischen
Fachangestellten in Bayern.
Trotz der Tatsache, dass sie auch in der Pandemie bislang die Stellung hielten und das obwohl ihnen
zu Anfang vielerorts nicht einmal ausreichend Schutzkleidung zur Verfügung stand, bekommen sie
keinerlei Anerkennung seitens der Regierung. Während es für die Beschäftigten in der Alten- und
Krankenpflege schon lange sogenannte Corona- Boni gegeben hat, gehen die Arzthelfer*innen leer
aus.
Diverse Ärzteverbände fordern bereits seit Monaten eine entsprechende Zahlung- doch ohne
Reaktion. Nun wurde auch noch eine vom Fachverband der MFAs geforderte Prämie vom
bayerischen Gesundheitsministerium abgelehnt.
Eigentlich eine Frechheit, wenn man bedenkt, dass es doch die medizinischen Fachangestellten
waren, die zusätzlich zur pandemiebedingten Mehrbelastung die Testwut des Ministerpräsidenten
ausbaden mussten als dieser beschloss, jede und jeder könne sich kostenlos in den Arztpraxen
testen lassen.
Nun stehen die Verhandlungen zum Gehaltstarif für MFAs an, in deren Zuge die medizinischen
Fachkräfte zurecht 150€ mehr Gehalt pro Monat fordern. In der Münchner Runde vom 21.10.2020
betonte die Bayerische Familienministerin Carolina Trautner (CSU) dazu wiederholt, es sei nicht die
Aufgabe der Landesregierung für eine gerechte Bezahlung zu sorgen. Dies würde in die
Tarifautonomie eingreifen.
Wir finden, dass den MFAs endlich die Anerkennung zukommen sollte, die sie mit ihren täglichen
Leistungen in der COVID- Krise und darüber hinaus verdienen. Es ist an der Zeit endlich diejenigen zu
würdigen, die jeden Tag ihre Gesundheit für die aller aufs Spiel setzen. Und das ohne Ausnahmen.
Daher solidarisieren wir uns mit ihnen und unterstützen ihre Forderung nach einer Entlohnung, die
ihrer Arbeit würdig ist. Denn danke heißt mehr Gehalt!
Janine Rauchmann, Kreisvorsitzende Die Linke. Aschaffenburg und bayerischer Untermain
Andreas Adrian, Kreisvorsitzender Die Linke. Aschaffenburg und bayerischer Untermain

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