Der Theaterverein und die Sache mit dem Filmriss

Mitten im Film: Echt oder unecht? Die Jugendlichen auf Entdeckungsreise im Frankfurter Filmmuseum
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  • Mitten im Film: Echt oder unecht? Die Jugendlichen auf Entdeckungsreise im Frankfurter Filmmuseum
  • Foto: Theaterverein Die Granatsplitter e.V.
  • hochgeladen von Andrea Faggiano

Auf der Bühne stehen, Texte lernen, Vorstellungen durchführen, Regieaufgaben übernehmen, Kostüme schneidern, Videos aufnehmen, Licht und Ton im Griff haben und somit die Frage klären: Wie entsteht eigentlich ein Film?

Von den Ursprüngen bis hin in die Moderne, im Rahmen der Theaterferienspiele der Stadt Obernburg unternahmen am Freitag, den 21. 08. 2020 sieben Kinder einen Ausflug ins Deutsche Filmmuseum nach Frankfurt.

In Begleitung der Stadtjugendpflegerin Franca Riccio und der Ensembleleiterinnen des Theatervereins Die Granatsplitter e.V. verfolgten die Jugendlichen die Führung durch das Haus mit interessierten Gedanken und aufmerksamen Schlussfolgerungen.

Begonnen mit der Camera Oscura, weiter mit den „bewegten Bildern“ – welche heute eigentlich als langweilig gelten würden – bis hin zum atemberaubenden Erlebnis, selbst Teil eines Films zu sein: Der Tagesausflug der besonderen Art war gelungen- sowohl in pädagogischer Sicht als auch unter der Prämisse, die sozialen Kontakte und somit das gute Miteinander fördern zu wollen.

Der Spruch „einen Filmriss haben“ wurde durch die Führungsleiterin erläutert: Als in früheren Zeiten die Filme – aber auch Fotos – auf Bänder festgehalten wurden und diese dann auf der Leinwand abgespielt werden sollten war der Verdruss groß, wenn der Film buchstäblich riss und es für die Unterbrechung der Vorstellung sorgte.

Man musste sich während der Instandsetzung noch daran erinnern, was bisher gewesen war und wenn die Vorstellung komplett abgesagt werden musste, dann hatte man eben...einen Filmriss! Man konnte sich an das Danach nicht mehr erinnern, denn dies hatte ja nicht stattgefunden.

Heute in unseren modernen Kinos undenkbar!

Zum Abschluss des Tages wurde das Theaterviertel rund um den Willy-Brand-Platz in Augenschein genommen: Das Schauspielhaus, Die Komödie, Die Kammerspiele, das Englische Theater, die neue Alte Oper und die alte Alte Oper – diese lebendigen Symbole der Theaterkultur in der Mainmetropole beeindruckten die Kids sehr, sie wollen irgendwann selbst auf diesen großen Bühnen stehen.

Der Märchenbrunnen neben der neuen Alte Oper erinnerte die Beteiligten einmal mehr an Obernburg, den Sitz des Theatervereins.

Der Märchensonntag stehe bald an: am Sonntag, den 13. 09. 2020 um 13:30 Uhr findet im Rosengarten der Kochsmühle die Aufführung „Aschenputtel und der Froschprinz“ statt – hoffentlich ohne Filmriss...

Mitten im Film: Echt oder unecht? Die Jugendlichen auf Entdeckungsreise im Frankfurter Filmmuseum
Die echte Szene aus dem Film: So schaut es also aus...
Autor:

Andrea Faggiano aus Obernburg am Main

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