BILDERSERIE Wandern in der Region
Rotweinwandermix zwischen Obernburg und Großostheim

Ein Teil des Fränkischen Rotweinwanderweges führt von Obernburg nach Großostheim. Sehr zu empfehlen, gute Puste ist aber nötig, denn es geht viele Höhenmeter rauf und runter.
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  • Ein Teil des Fränkischen Rotweinwanderweges führt von Obernburg nach Großostheim. Sehr zu empfehlen, gute Puste ist aber nötig, denn es geht viele Höhenmeter rauf und runter.
  • Foto: Dominik Stapf
  • hochgeladen von Carolin Wurtinger

Ein Abschiedskuss und schon bin ich weg, auf dem Weg nach Mainz zum Jungesellinnenabschieds-Brunch. Das Wetter ist herrlich sonnig mit strahlend blauem Himmel. Dominik fackelt also nicht lange und schnappt sich sein nigelnagelneues, strahlend blaues Mountainbike. Das muss mal auf Herz und Nieren getestet werden. Auf geht´s zur Erkundung des Rotweinwanderweges zwischen Obernburg und Großostheim.

„Den schau ich mir mal genauer an“, denkt er sich, „der ist für die Caro bestimmt zu weit zum Laufen.“ Er kennt mich halt. Rund 16 Kilometer, Berg rauf und runter, in der prallen Sonne - jepp, prädestiniert für Gebrebel meinerseits. Also schaut er erstmal lieber alleine.

Teil 1: Obernburg - Großostheim

„Los geht´s in der Obernburger Altstadt. Die ist mit historischen Türmen, Römermuseum und Kochsmühle immer wieder einen Schlenker wert. Eigentlich will ich noch in den Rosengarten, aber da ist gerade eine Hochzeitsgesellschaft. Also weiter. Hinter Obernburg ist es ein schöner, schmaler Weg den Hang hinauf mit Blick auf die Glanzstoffwerke. Mit dem Fernglas kann man bis nach Elsenfeld-Rück schauen.

Durch Felder geht es parallel zur Schnellstraße B469, aber mit großem Abstand dazu. Dann führt der Weg den Berg hinauf, durch drei verschiedene Weinlagen. Hier stehen urige Hütten, sehr stimmungsvoll. Heute leider ohne Ausschank. Im Tal kann ich dann schon Großostheim gesehen. Der bisherige Weg ging hoch und runter, hoch und runter, hoch und runter, das war mit dem Fahrrad ganz schön anstrengend. Ich radel nicht runter in den Ort, sondern wieder Richtung Mömlingen und heimischer Dusche. Den restlichen Weg mach ich dann mit Caro.“ 

Das neue, blaue Bergfahrrad hat sich hervorragend geschlagen. Und Dominik auch, alles mit eigener Muskelkraft bewältigt. „Ich fühl mich manchmal wie 100 Jahre alt, wenn mich Opis mit ihren E-Bikes überholen.“ „Musst du nicht“, tröste ich ihn abends bei meiner Rückkehr. „Für die eigene Fitness ist´s ohne Fremdantrieb effektiver.“ 

Teil 2: Pflaumheim - Großostheim

Am nächsten Tag bleibt das Fahrrad stehen und wir schnüren gemeinsam die Wanderschuhe. Diesmal starten wir vom Naturparkplatz in der Nähe der Mariengrotte zwischen Mömlingen und Großostheim-Pflaumheim. Eine Brise weht, Wolken spendieren immer wieder eine Sonnenpause. Gebrebel meinerseits gibt´s also nicht. Vorbei an Pferdekoppeln und dem Zelterhof verlassen wir den Rotweinwanderweg gleich nach wenigen Metern und landen bei der Annakapelle. Von hier können wir über die Ebene bis nach Frankfurt schauen.

Wir gehen hinunter Richtung Großostheim und kommen auf dem großen Marktplatz raus. Richtig schön hier! Ein Biergarten mitten auf dem Platz, eingerahmt von der Kirche St. Peter und Paul, dem Nöthigsgut und dem Bachgau Museum. Ein Taubenschwänzchen schwirrt beharrlich gegen den kräftig pustenden Wind an und schlürft Nektar aus Geranien.

Die Route zurück führt wieder auf dem eigentlichen Rotweinwanderweg entlang. An der Marienkapelle vorbei tauchen wir unter Bäumen ins Dickicht ein. Wir entdecken eine Ameisenstraße an einem Baum, die direkt über das Hinweisschild mit dem Rotweinglas wuselt. Auch für die Ameisen scheint der Rotweinwanderweg eine attraktive Route zu sein. Zum Schluss bietet sich ein richtig schöner Anblick, als der Weg durch die Großostheimer Weinlagen mit kleinen Hütten führt. Hier lädt uns ein Rastplatz zum Verweilen und Ausblick genießen ein. Danach geht´s für uns wieder Richtung Auto.

„Und, welche Strecke war schöner? Die per Fahrrad oder die per pedes?“, frage ich. Dominik: „Beide wandernswert, aber das Stück direkt um Großostheim ist nochmal besonders schön, wegen der Weinlagen und dem Blick bis nach Aschaffenburg.“

Autor:

Carolin Wurtinger aus Mömlingen

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