Vernetzung von Vereinen
Kommunale Unterstützung ist notwendig

Vereine gestalten das öffentliche Leben im ländlichen Raum ... und brauchen Unterstützung von den Kommunen. | Foto: Bild von Th G auf Pixabay-verein
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Das öffentliche Leben in den Dörfern und Städten des Landkreis Miltenberg hängt wesentlich am ehrenamtlichen Engagement in Vereinen, Verbänden und Initiativen. Ob Feste oder Nachbarschaftshilfen, Musik, Gesang, Sport und kirchliches Leben. Immer sind es die engagierten Bürgerinnen und Bürger, die es möglich machen. Die Situation für die Ehrenamtlichen ist dabei sehr unterschiedlich. Mancher Verein siecht vor sich hin, während andere gerade einen neuen Schwung haben. Das wechselt je nach dem wie sich gerade ein Team zusammenfindet, das einen Anpack hat – oder auch nicht.
Vereine entwickeln sich mit der Gesellschaft
Dabei wird die Entwicklung stark von den gesellschaftlichen Entwicklungen und staatlichen Bedingungen beeinflusst. Wenn Kinder in der Ganztagsbetreuung sind, wollen sie vielleicht am Abend „nicht schon wieder“ in die Schulturnhalle zum Sport. Waren und sind in der Kirche gerade Frauen die tragende Säule des Engagements, verändert sich etwas, wenn Frauen mehr in den Arbeitsmarkt gehen. Wenn Trägervereine der Kita oder Seniorentagesstätte zu mittelständischen Betrieben werden, findet sich kaum eine Nachfolge für verantwortliche Posten. Hinzu kommt die Flexibilisierung von Arbeitszeiten und Arbeitsorten, womit das verbindliche Engagement in jeder Woche zur gleichen Zeit löchrig wird, das trifft Musik, Gesang, Sport und Bürgerinitiativen gleichermaßen. Hinzu kommt die Zu- und Abwanderung in der Wohnbevölkerung, womit weniger Geduld für eine, auch manchmal anstrengende, Zusammenarbeit vorrätig ist – die Leute steigen schneller aus.
Bürgeransprache und Vernetzung sind gefragt
In diese Situation hinein hat die „Projektgruppe Ehrenamt“ von KAB sozial & gerecht das Modellprojekt „Vorstands-Coaching“ gemeinsam mit den beteiligten Vorständen ausgewertet und notwendige Maßnahmen für Vereine, Verbände und Initiativen angeregt. Dabei wurde insbesondere die kommunale Unterstützung in den Blick genommen. Neben der finanziellen Förderung wurde vor allem eine Schwerpunktsetzung in der Bügeransprache durch Verantwortungsträger sowie die Vernetzung, Information und Qualifizierung von Ehrenamtlichen angesprochen. Vor dem Hintergrund des Modellprojektes ging es auch um mögliche Ressourcen für die professionelle Unterstützung in besonderen Situationen. Die Verantwortlichen wünschten sich, eine weitere Vernetzung zu diesen Fragen, um gemeinsame Impulse zu formulieren. Diese Anliegen greift die Veranstaltung „Treffpunkt MIL – soziale Themen die bewegen“ am 21. Oktober in Obernburg auf, bei der Michael Rückert als Vorsitzender der „Gesellschaft für Freiwilligenmanagement (GFM)“, seine Empfehlungen in einem Forum zur Diskussion stellen wird. Mitglieder von Vorständen und interessierte Bürger sind eingeladen, sich hier mit anderen Ehrenamtlichen zu vernetzen und die Zukunft des Ehrenamtes im Landkreis Miltenberg zu beraten.
Mehr Informationen unter www.sozialundgerecht.com

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