B90 / Die GRÜNEN
Eine Wald-Tour mit vielen wertvollen Erkenntnissen

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Roland Arnold (Stadtratsliste Die Grünen Platz 4), Ottmar Neuf (Stadtratsliste Die Grünen Platz 2) und Gerd Bernhard sind bestens vorbereitet gewesen, mit uns zwei lehrreiche Stunden zu verbringen.

Dabei geht es um wichtige Daten zum Zustand unseres Waldes, zur Entwicklung der letzten Jahre sowie anhand unterschiedlicher Eindrücke darauf hinzuweisen, wie der Zustand des Waldes erkannt werden kann und aber auch, was getan werden sollte, um die Widerstandsfähigkeit des Waldes zu erhöhen und diesen auf wahrscheinlich längere und intensivere Hitze- / Dürreperioden vorzubereiten.

Leider habe sich der Grundwasserspiegel bei den Wetterbedingungen der letzten Jahre nicht erholt, so Ottmar. Umso wichtiger sei es jetzt, Maßnahmen zum Verbleib des Niederschlagswassers zu ergreifen. Gerade wegen der Hanglage seien es oftmals einfache Eingriffe im Wald bzw. an den Waldwegen, um das schnelle Abfließen des Wassers aus dem Wald zu verhindern, schilderte Gerd Bernhard.

Es sind leider keine guten Nachrichten zu hören, dass jeder 3. große Baum mittlerweile schwer geschädigt ist. Auf dem Weg Richtung Waldhaus sind leicht einige dieser zum Teil abgestorbenen großen Kerle zu erkennen. Bei anderen Parametern wie z.B. dem Totholzvolumen, die den Zustand des Waldes beschreiben, liegen wir im „Normbereich“.

Die Anpflanzung neuer Baumarten entlang der Waldhausstraße, die mit weniger Wasser auskommen oder großer Hitze widerstehen, ist begrüßenswert. Sorge bereitet die massive Sonneneinstrahlung auf dieser Fläche und somit die Frage, ob die jungen Bäumchen diese Belastung aushalten.

Am Rand dieser der Sonne ausgelieferten Anpflanzung sind einige Buchen am Waldrand zu sehen, die wegen der massiven Sonneneinstrahlung bereits schwere Schäden aufweisen und absterben werden.

Insofern soll der Waldumbau zukünftig so erfolgen, dass kleinere Areale angeplanzt werden, um die Jungpflanzen besser vor zu großer Sonneneinstrahlung zu schützen.

Auf dem Weg ist ein weiteres Problem zu erkennen: manchen Waldstücken fehlt eine Generation an Bäumen. Neben den großen und den ganz kleinen oder jungen Bäumen fehlt der Mittelbau. Idealerweise besteht ein Wald immer gleichzeitig aus mehreren Generationen.

Auch der Wolf mit seiner Bedeutung für ein intaktes Ökosystem wurde diskutiert. Studien zeigen, dass Rehe Lichtungen meiden, wenn Wölfen vorhanden sind. Die Folge ist dann ein geringerer Verbiss der Jungbäume, der teilweise viel zu hoch ist und eine Gefahr für den Nachwuchs bedeutet.

Dass ein Christbaum geschmückt wurde ist wirklich nett und macht Freude. Schade, dass dabei der Bau von geschützten Waldameisen zertreten wurde. Dieser Bau ist nun markiert und eine weitere Beeinträchtigung muss vermieden werden. Dieses „Betreten“ des Ameisenbaus ist sicher nicht bewusst erfolgt, zeigt aber, wie vorsichtig wir mit dem Ökosystem Wald umgehen müssen.

Zum Abschluss haben wir den ehemaligen römischen Wachturm besucht und Ottmar hat dabei auf die wichtige Bedeutung des Waldes als CO2-Senke hingewiesen. Mit einer weiteren Erhöhung der globalen Temperatur werden unsere Wälder noch größerem Stress ausgesetzt werden. Diese Temperaturerhöhung ist auf der Landmasse deutlich höher als über den Ozeanen und in Europa leider noch einmal höher. Umso wichtiger ist es nun, beides zu tun: die weitere Erhöhung der Temperatur zu stoppen, indem wir schnell weniger CO2 aus dem Verbrennen von Gas, Öl oder Kohle emittieren; andererseits den Waldumbau schnell vorantreiben und alle Maßnahmen unterstützen, die gesunde Lebensbedingungen für unsere Wälder fördern.

Eingangs hat Roland anhand der Landkarte auch gezeigt, wo die neuen 7 Windräder der Gemeinschaft aus Großostheim, Schaafheim und Mömlingen geplant sind (Inbetriebnahme voraussichtlich 2030) und auch, wo sich das für Obernburg relevante Vorranggebiet für die Windräder befindet. Gefragt wurde, ob sich nicht auch Obernburg dieser Gemeinschaft der 3 genannten Gemeinden anschließen kann, um die Infrastruktur mit zu nutzen und dadurch auch die Kosten zu verdünnen.

Noch einmal herzlichen Dank an Roland, Ottmar und Gerd für Ihr Engagement und der leckeren Brotzeit als Wegzehrung sowie natürlich dem regen Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Autor:

Christian, Dr. Blaufelder aus Obernburg am Main

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