Geschichte trifft Gänsehaut
Zwischen Historie und Schauspiel
- Apfelblütenfest 1970: Der Festzug durch die Römerstadt
- Foto: Heimat- und Verkehrsverein Obernburg
- hochgeladen von Andrea Faggiano
Manche Veranstaltungen besucht man.
Andere erlebt man.
Der 21. Februar 2026 ist kein Termin im Kalender –
sondern eine Einladung, Obernburg neu zu sehen.
Am Samstag, 21. Februar 2026, verwandelt sich Obernburg am Main erneut in eine Bühne – jedoch nicht für laute Spektakel, sondern für jene Geschichten, die sonst im Verborgenen bleiben.
Die szenische Stadtführung „Zwischen Tempel, Türmen und Tragödien“ ist kein gewöhnlicher Rundgang. Sie ist ein intensives Erlebnis aus Schauspiel, Historie und Atmosphäre – direkt an den Originalschauplätzen. Wer teilnimmt, wird nicht bloß Zuhörer sein, sondern Teil einer bewegenden Inszenierung unter freiem Himmel.
Warum gerade jetzt?
Nach der Fastnacht kehrt Ruhe ein. Genau dieser Moment des Innehaltens macht den 21. Februar so besonders. Wenn der Trubel verklungen ist, entsteht Raum für Zwischentöne – für Fragen, die bleiben, und für Schicksale, die berühren.
Vier Szenen – vier Zeitsprünge – eine Stadt
In rund 90 Minuten entfaltet sich die Vergangenheit mit eindrucksvoller Wucht:
Szene 1: 2006 – „Die Tasche am Fluss“
Ein erschütternder Monolog, inspiriert von einem realen Fund an der Mümling. Eine Mutter erhält eine Stimme – leise, eindringlich, menschlich.
Szene 2: 1996 – „Die letzte Blüte“
Das Apfelblütenfest und ein Moment, der alles veränderte. Ein Apfel wird zum Symbol für Erinnerung und Verlust.
Szene 3: 1913 – „Feuer und Feder“
Als im Schwarzviertel die Flammen loderten, blieb mehr als Asche zurück: Zusammenhalt, Mitgefühl – und der Wille zum Neubeginn.
Szene 4: 1642 – „Die Hexe muss sterben!“
Der Fall der Obernburgerin Katharina Märchtin führt mitten hinein in die Zeit der Hexenverfolgung. Im Hexenturm wird Geschichte greifbar – beklemmend nah.
Theater, das unter die Haut geht
Das Ensemble des Die Granatsplitter e. V. spielt nicht auf Distanz, sondern mitten im Geschehen. Keine Bühne trennt Publikum und Darstellende. Keine Scheinwerfer schaffen künstliche Effekte. Die Kulisse ist echt – die Emotionen sind es auch.
Diese Führung richtet sich an alle, die mehr wollen als Daten und Jahreszahlen. An Menschen, die Geschichte spüren möchten. An Einheimische, die ihre Stadt neu entdecken wollen. An Gäste, die Obernburg von einer ungewohnten Seite kennenlernen möchten.
Die wichtigsten Informationen
Termin: Samstag, 21. Februar 2026
Beginn: 15:30 Uhr
Dauer: ca. 90 Minuten
Treffpunkt: Anna-Kapelle, Obernburg
Bei jedem Wetter – bitte an festes Schuhwerk und warme Kleidung denken
Begrenzte Teilnehmerzahl
Tickets:
Online unter www.eventfrog.de
E-Mail: obernburgertheaterverein@yahoo.com
Telefon: 0170 / 9881681
Autor:Andrea Faggiano aus Obernburg am Main |
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