1996 – Die letzte Blüte
Wenn ein Fest verlorengeht...
- 1996 in Obernburg: Die letzte Blüte...
- Foto: PIXABAY
- hochgeladen von Andrea Faggiano
Er tritt aus dem Halbdunkel, schwarzer Umhang, Kapuze tief im Gesicht. In seiner Hand ein Apfel — schwer wie eine Erinnerung.
Die zweite Szene der szenischen Stadtführung „Zwischen Tempel, Türmen und Tragödien“ führt uns ins Jahr 1996, zum Apfelblütenfest von Obernburg am Main. Ein Fest, das Freude bringen sollte — und eines, das durch eine Gewalttat gekennzeichnet wurde.
Er spricht kaum über das Opfer selbst – sondern über das Fest, die Blüte, den Augenblick, in dem alles anders wurde:
„Die Blüten standen in voller Pracht…“, beginnt er leise. Und endet mit: „…seit ich die Blüte gepflückt hab.“
Der Apfel in der Hand wird Symbol: für Vergessenes, für Unwiederbringliches. Keine laute Anklage. Keine einfache Aufklärung. Sondern ein Moment des Innehaltens – vor dem Fest, nach dem Fest.
Szene 2 vermittelt mehr als eine Chronik. Sie lässt spüren, wie eine Stadt ein Stück von sich verliert – und wie ein einziger Vorfall reicht, um eine Tradition in Frage zu stellen.
Drei Termine – drei Gelegenheiten, Obernburg neu zu erleben:
31. Oktober 2025 (Halloween-Special) – 16:00 Uhr
28. November 2025 (Winter-Edition) – 15:30 Uhr
30. Dezember 2025 (Raunächte-Führung) – 15:30 Uhr
Treffpunkt: Anna-Kapelle, Obernburg
Tickets:
Online: www.eventfrog.de
E-Mail: obernburgertheaterverein@yahoo.com
Telefon: 0170 / 9881681
Achtung: Für den 28. November sind nur noch wenige Plätze verfügbar!
Weitere Szenen:
Szene 1: 2006 - Die Tasche am Fluss
Szene 3: 1913 - Feuer und Feder
Szene 4: 1642 - Die Hexe muss sterben!
Autor:Andrea Faggiano aus Obernburg am Main |
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