1913 - Feuer und Feder
Und die Stadt atmete weiter...
- 1913: Das Obernburger Schwarzviertel steht in Flammen - hier: Blick Richtung Oberes Tor
- Foto: Heimat- und Verkehrsverein Obernburg
- hochgeladen von Andrea Faggiano
Ruß liegt auf den Stimmen. Ein Drucker steht da, die Hände schwarz von Arbeit und Schuld.
Neben ihm eine Frau, die alles verlor, als 1913 das Obernburger „Schwarzviertel“ in Flammen aufging. Dreizehn Häuser brannten in zwei Stunden, doch was blieb, war mehr als Asche – es war Erinnerung, die sich nicht löschen ließ.
Das Licht der Laternen flackert über alten Eimern, über verkohlten Kissen, über einem Stück Vergangenheit, das atmet.
Er, Heinrich Bingemer, schrieb Spendenbriefe in die Städte hinaus, während sie, Therese Dier, zwischen Rauch und Funken ihr Zuhause begrub. Nun stehen sie sich gegenüber: der Mann mit der Feder, die Frau aus dem Feuer.
Kein Vorwurf, kein Pathos – nur zwei Menschen, verbunden durch Verlust und den zarten Willen zum Neubeginn.
Seine Worte, einst gedruckt, klingen nun leiser, wärmer. Ihre Wut weicht einem stillen Einverständnis: Dass Worte nicht löschen, aber trösten können.
So wird aus Druckerschwärze Menschlichkeit, aus verbrannten Mauern ein neues Kapitel.
„Feuer und Feder“ zeigt, wie eine Stadt sich wieder aufrichtet –
nicht durch Steine, sondern durch das, was bleibt, wenn alles andere vergangen ist: Mitgefühl.
Drei Termine – drei Gelegenheiten, Obernburg neu zu erleben:
31. Oktober 2025 (Halloween-Special) – 16:00 Uhr
28. November 2025 (Winter-Edition) – 15:30 Uhr
30. Dezember 2025 (Raunächte-Führung) – 15:30 Uhr
Treffpunkt: Anna-Kapelle, Obernburg
Tickets:
Online: www.eventfrog.de
E-Mail: obernburgertheaterverein@yahoo.com
Telefon: 0170 / 9881681
Achtung: Für den 28. November sind ist noch ein Platz verfügbar!
Weitere Szenen:
Szene 1: 2006 - Die Tasche am Fluss
Szene 2: 1996 - Die letzte Blüte
Szene 4: 1642 - Die Hexe muss sterben!
Autor:Andrea Faggiano aus Obernburg am Main |
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