10 Jahre Granatsplitter - Frohes neues Jahr 2026!
Vier Zugaben und Standing Ovations für Rose Neu in Obernburg

Die Vereinsvorstandschaft mit den EhrengästInnen.
V.l.n.r.: Andrea Faggiano (1. Vorsitzender), Nicole Weigl (Unterfränkische Bezirksvertretung des Landeselternverbandes der Realschulen in Bayern), Alexander Zöller (Kassenwart), Maria Schober (Schriftführerin), Dietmar Fieger (Erster Bürgermeister der Stadt Obernburg), Rose Neu, Katja Zöller (2. Vereinsvorsitzende), Dieter Ehrenfels (Vizepräsident der Handwerkskammer für Unterfranken), Walter Wölfelschneider (Stadtrat von Obernburg, Beiratsmitglied im Heimat- und Verkehrsverein Obernburg) | Foto: Katja Zöller
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  • Die Vereinsvorstandschaft mit den EhrengästInnen.
    V.l.n.r.: Andrea Faggiano (1. Vorsitzender), Nicole Weigl (Unterfränkische Bezirksvertretung des Landeselternverbandes der Realschulen in Bayern), Alexander Zöller (Kassenwart), Maria Schober (Schriftführerin), Dietmar Fieger (Erster Bürgermeister der Stadt Obernburg), Rose Neu, Katja Zöller (2. Vereinsvorsitzende), Dieter Ehrenfels (Vizepräsident der Handwerkskammer für Unterfranken), Walter Wölfelschneider (Stadtrat von Obernburg, Beiratsmitglied im Heimat- und Verkehrsverein Obernburg)
  • Foto: Katja Zöller
  • hochgeladen von Andrea Faggiano

Nicht nur eine, nicht zwei und auch nicht drei – sondern sagenhafte vier Zugaben feierte die Augsburger Kabarettistin Rose Neu am Samstag, 29. November 2025, in der Stadthalle Obernburg. Mit ihrem Programm „Neurosen sind für alle da!“ setzte sie einen fulminanten Schlusspunkt unter das zehnjährige Bestehen des Obernburger Theatervereins Die Granatsplitter e.V.

Rund 300 Besucherinnen und Besucher ließen sich zunächst behutsam in den Abend hineinführen. Der Auftakt war leise, fast nachdenklich – ein Spiel mit Alltagsbeobachtungen, feiner Ironie und stiller Tragikomik. Doch dieser ruhige Beginn war trügerisch. Denn spätestens in der zweiten Hälfte gab es kein Entkommen mehr: Rose Neu hatte ihr Publikum fest im Griff.

Mit großer Musikalität und spürbarer Leidenschaft wechselte sie zwischen Gitarre und Ziehharmonika, zwischen gesprochenem Wort und poetischem Gesang. Der Saal hielt den Atem an, als sie die berühmte Arie aus Bizets Carmen – „L’amour est un oiseau rebelle“ – zugleich als männlicher Tenor und als weibliche Sopranistin interpretierte. In rasender Geschwindigkeit sprang sie durch die Tonlagen, spielte mit Rollen, Stimmen und Erwartungen – und erntete dafür frenetischen Applaus.

Der endgültige Ausnahmezustand folgte mit „Simply the Best“ von Tina Turner: Die Stadthalle stand, tanzte, sang mit. Für einen Moment war alles eins – Bühne und Publikum, Kunst und pure Lebensfreude. Ein Abend, der getragen wurde von Euphorie, Nähe und echter Begeisterung.

Auch die Ehrengäste zeigten sich tief beeindruckt. Besonders Bürgermeister Dietmar Fieger, der bereits beim internen Festakt die Festansprache gehalten hatte, würdigte den Theaterverein mit klaren und ehrlichen Worten. Sein Leitsatz: Wer sich einsetzt, ist auch ausgesetzt. Eine Anerkennung für den Mut des Vereins, sich immer wieder unbequemen Themen zu stellen.

Er erinnerte an prägende Inszenierungen wie „Bonjour Obernbour – wie alles begann und wieder verschwand“ (2023), die sich mit der NS-Machtergreifung und deren Folgen für Obernburg auseinandersetzte. Oder an die theatralisch begleiteten Stadtführungen, die mit Themen wie Hexenverfolgung und dunklen Kapiteln der Stadtgeschichte bewusst hinschauen, wo Wegsehen einfacher wäre. Geschichten, die schmerzen – aber erzählt werden müssen.

Ebenso hob er das Stück „Und morgen geht die Sonne trotzdem auf…“ (2015) hervor, das sich mutig mit Ressentiments und Verletzungen zwischen Nachfahren deutscher Soldaten und russischen Mitbürgern beschäftigte. Oder die pointierte Boulevardkomödie „Geld sucht Geld“, die den ewigen Konflikt zwischen Arm und Reich ebenso humorvoll wie scharf beleuchtete.

Seit seiner Gründung im Jahr 2015 steht für Die Granatsplitter e.V. fest: Theater ist mehr als Unterhaltung. Es darf zum Lachen bringen – ja. Aber es soll auch berühren, aufrütteln und Fragen stellen. Theater darf leicht sein, ohne oberflächlich zu werden. Und ernst, ohne zu erdrücken.

Man darf lachen.
Man darf schlucken.
Und man darf den Heimweg antreten mit Gedanken, die bleiben.

Mit diesem Abend beginnt für den Theaterverein ein neues Kapitel. Zehn Jahre sind vergangen – und die nächsten zehn dürfen kommen.
Die Granatsplitter e.V. wünschen allen Mitgliedern, Freundinnen und Freunden sowie Gönnerinnen und Gönnern ein frohes, mutiges und inspirierendes Jahr 2026.

Weitere Informationen sowie das aktuelle Programm des Theatervereis erhalten Sie auf der Homepage.

Die Vereinsvorstandschaft mit den EhrengästInnen.
V.l.n.r.: Andrea Faggiano (1. Vorsitzender), Nicole Weigl (Unterfränkische Bezirksvertretung des Landeselternverbandes der Realschulen in Bayern), Alexander Zöller (Kassenwart), Maria Schober (Schriftführerin), Dietmar Fieger (Erster Bürgermeister der Stadt Obernburg), Rose Neu, Katja Zöller (2. Vereinsvorsitzende), Dieter Ehrenfels (Vizepräsident der Handwerkskammer für Unterfranken), Walter Wölfelschneider (Stadtrat von Obernburg, Beiratsmitglied im Heimat- und Verkehrsverein Obernburg) | Foto: Katja Zöller
Erster Bürgermeister Dietmar Fieger beim Schlusswort auf der Bühnen - mit einigen Vereinsmitgliedern. | Foto: Katja Zöller
Rose Neu im Einsatz: Es wurde gelacht, gesungen und getanzt - auch auf der Bühne! | Foto: Katja Zöller
Kabarettistin Rose Neu aus Augsburg | Foto: Katja Zöller
Erster Bürgermeister Dietmar Fieger bei der Festansprache im Foyer der Stadthalle Obernburg. Rechts: Ausnahmemusiker Adrian Dederer, der für die musikalsiche Untermalung sorgte | Foto: Katja Zöller
Autor:

Andrea Faggiano aus Obernburg am Main

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