Alle Kulturveranstaltungen im November 2020 abgesagt
Corona-Pandemie als Spaßbremse

Bestuhlung: Schwarz bleibt leer, Rot für Gäste. Die Abstandsregeln in der Kochsmühle Obernburg wurden eingehalten und akribisch überprüft. Dennoch gibt es den Lockdown für Theater.
  • Bestuhlung: Schwarz bleibt leer, Rot für Gäste. Die Abstandsregeln in der Kochsmühle Obernburg wurden eingehalten und akribisch überprüft. Dennoch gibt es den Lockdown für Theater.
  • Foto: Kochsmühle
  • hochgeladen von Ruth Weitz

Ein exorbitanter Anstieg der Corona-Neuinfektionen mit 154,6 NEUERKRANKUNGEN JE 100.000 EINWOHNER IN DEN VERGANGENEN SIEBEN TAGEN (Stand 30. Oktober 2020) im Landkreis Miltenberg ist beunruhigend. Die von der Bundesregierung und den Länderchefs beschlossenen Maßnahmen mit verschärften Kontaktbeschränkungen wirken sich leider auch massiv auf den Kulturbetrieb und die Gastronomie aus.

Ab 2. November 2020 müssen auch die Theater und Restaurants im ganzen Monat November schließen, obwohl hier die besten Hygienekonzepte entwickelt wurden. Selbst namhafte Virologen sagen, dass hier keine - zumindest nur eine sehr geringe - Ansteckungsgefahr mit dem Covid-19 Virus lauere, sondern Neuansteckungen vorwiegend bei Partys im privaten Bereich und der Missachtung von Hygieneregeln zu finden sind. Die Gesundheitsämter sind an ihre Grenzen gestoßen, die Infektionsketten nachzuverfolgen. 

Für die Restaurantbesitzer sowie für die Veranstalter und alle Arbeitnehmer*innen in diesen Bereichen ist es eine Überlebensfrage, den Lockdown zu verkraften. Auch wenn der Anspruch auf Kurzarbeitergeld verlängert wird und Hilfspakete für Künstler und Kleinunternehmen geschnürt wurden, es kann nur eine Hilfe auf Zeit sein und bedeutet oft nur den berühmten Tropfen auf den heißen Stein.

So bleibt zu hoffen, dass wir die bittere Zeit der nächsten Monate überwinden. Es ist ja bekannt, dass das Virus gerade während der kälteren Tage besonders aggressiv ist. Deshalb sollten wir uns selbst und andere schützen und wenigstens die Maskenpflicht beachten.

Für ältere Menschen, die in Pflegeeinrichtungen wohnen, ist die Kontakteinschränkung eine große seelische Belastung, weil sie vom sozialen Umfeld abgeschnitten sind, Berührungen wie Umarmungen nicht sein dürfen.

Corona zeigt, dass Pläne über Nacht wie Seifenblasen platzen können. Aber die Einschränkungen sollten mit Augenmaß beschlossen werden, damit der gesellschaftliche Schaden nicht größer wird als die Möglichkeit einer Ansteckung.

Autor:

Ruth Weitz aus Obernburg am Main

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