Gute Führungskultur macht innovativer und wettbewerbsfähiger - Forum „ Führung mit Zukunft“ in der Agentur für Arbeit

Martin Wienand, Geschäftsführer der Soziale Dienste GmbH in Kleinostheim
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„Unternehmen mit einer guten Führungskultur werden auch in Zukunft innovativer und wettbewerbsfähiger sein und gute Mitarbeiter halten können“, so resümierte Margaret Heckel, Wirtschaftsjournalistin und Buchautorin aus Potsdam beim Forum „Führung mit Zukunft“ vor 50 Führungskräften und Personalverantwortlichen in der Agentur für Arbeit in Aschaffenburg.

Als Organisatoren haben sich für diese Veranstaltung die Regionalstelle der Demografie-Experten Nordbayern/Main-Kinzig-Kreis e.V. (DEx e.V.) mit dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Aschaffenburg zusammengeschlossen. Beide Institutionen sind Mitglied im INQA- Netzwerk des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und setzen sich für eine zukunfts-gerechte Gestaltung von Arbeit ein.

Nach der Begrüßung durch den Leiter der Arbeitsagentur Aschaffenburg, Harald Maidhof und der Einführung von Michael Niehaus, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit/ DEx-Vorstand, berichtete Margret Heckel von ihrer „Demografie-Recherchereise“ durch die deutsche Unternehmenslandschaft. Sie schilderte Unternehmen, die sich im Personalmanagement an den Lebensphaseninteressen und -bedürfnissen ihrer Mitarbeiter orientieren. Sowohl das High-Tech Unternehmen, das seinen Mitarbeitern wohlgeplante Auszeiten gewährt als auch der Schienenbaubetrieb, der „altersgemischte Teams“ auf die Strecke schickt – um jugendliche Kraft mit wohlüberlegter Erfahrung zu kombinieren – sind wirtschaftlich besonders erfolgreich und beliebt am Bewerbermarkt.

Gerade Pflegeunternehmen spüren die Auswirkungen des Wandels: es gibt immer mehr ältere Menschen und immer weniger Junge, die diese pflegen und betreuen können oder wollen. Ganz praxisnah und direkt hat Martin Wienand, Geschäftsführer der Soziale Dienste GmbH in Kleinostheim, geschildert, wie sein Unternehmen sich zum Beispiel dem Fachkräftemangel im sozialen Bereich stellt. Sowohl für die Kinderbetreuung als auch in der Seniorenarbeit herrscht beim Personal „Not an Mann und Frau“. Er schilderte die Durchführung einer „Demografieanalyse“, die ihm wertvolle Hinweise auf Potenziale in der Perso-nalarbeit gezeigt hat. Arbeitszeitflexibilisierung, Unterstützung von Gesundheitsmaßnahmen und Förderung von Aus- und Weiterbildung sind nur einige der umgesetzten Maßnahmen, die das Unternehmen attraktiv und zukunftssicher machen.
An das Thema „Gesundheit und Arbeit“ hat sich Dr. Walter Kromm, Arzt und Buchautor direkt angeschlossen: „Macht viel Arbeit zwangsläufig krank?“
Seine durch Studien belegte Antwort lautet: NEIN, wenn wir beachten und stärken, was Menschen gesund hält, dann nicht!
Aber was hält Menschen körperlich und seelisch gesund? Betriebssport und gesundes Kantinenessen alleine reichen nicht aus, denn häufig ist der Führungsstil der Kern des Problems - so Walter Kromm. Wenn dieser nicht partnerschaftlich und fair ist, nehmen betriebliche Fehlzeiten und gesundheitliche Probleme zu.
Mit seinem Schluss-Plädoyer für einen guten Umgang miteinander- „auf Augenhöhe“ erzielte er großen Applaus.

Martin Wienand, Geschäftsführer der Soziale Dienste GmbH in Kleinostheim
Dr. Walter Kromm: Arbeit macht nicht krank.
Autor:

Agentur für Arbeit Pressestelle aus Aschaffenburg

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