Linke schreibt brief an OB und Landrat
Privatisierung des Klinikums

In einem kürzlich veröffentlichten Brief an den Aschaffenburger Oberbürgermeister sowie den Landrat des Kreises Aschaffenburg, appelliert die Linke Aschaffenburg und Bayerischer Untermain:

,,Sehr geehrter Herr Herzing,
Sehr geehrter Herr Legler,

wir, der Kreisverband Aschaffenburg und bayerischer Untermain der Partei Die Linke, fordern die politischen Entscheidungsträger der gemeinnützigen GmbH des Klinikums Aschaffenburg- Alzenau, allen voran Sie, dazu auf, die beabsichtigten Outsourcingprozesse nicht zu realisieren.
Die Fremdvergabe u.a. der Wäscherei und Bettenzentrale führt dazu, dass Beschäftigte ihre Arbeitsplätze verlieren, die in den vergangenen Jahren, besonders in Corona Zeiten, fleißig ihrer Arbeit nachgekommen sind. Nun will das Klinikum sie loswerden.
Zwar bekommen diese Menschen wohl ein Weiterbeschäftigungsangebot bei der klinikeigenen privatwirtschaftlichen Servicegesellschaft KSA, doch die geplanten Einsparungen in Höhe eines sechsstelligen Betrages kommen wohl nicht von ungefähr.
Bei all diesen Fremdvergabemodellen wird den Beschäftigten in den neuen Gesellschaften ein wesentlich niedrigerer Lohn gezahlt als in den öffentlichen Kliniken. Das Klinikum spart hier bei den Schwächsten in der Hierarchie.
Wir, d.h. die Linke und auch die Gewerkschaften, wissen aus vielen praktischen Beispielen und auch Studien, dass die Einsparungen bei Outsourcing- Geschäftsmodellen immer zu Lasten der Beschäftigten in den outgesourcten Unternehmen gehen. In der Regel, so die Erfahrungen, verschlechtert sich auch die Qualität der Dienstleistungen- zu Lasten der Patienten.
Gesundheit ist unserer Meinung nach keine Ware, bei der die Profitorientierung den Ausschlag geben kann, sondern ein Recht für jeden Menschen. Die Gesundheitsdienstleistungen sind vor allem nach den Bedürfnissen der Menschen zu organisieren.
Einer gemeinnützigen GmbH wie dem Klinikum Aschaffenburg- Alzenau ist es nicht würdig, auf Kosten seiner Beschäftigten Profite machen zu wollen. Ein Klinikum ist keine Fabrik.

Die Linke, Kreisverband Aschaffenburg und bayerischer Untermain"

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